Schmerzen ernst nehmen – Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

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Kopfschmerzen – sie begleiten mich mein Leben lang. Sie sind schon sehr früh bei mir aufgetreten und daher ist es mir ein Anliegen, darüber auf zu klären. Zu sagen, dass auch junge Menschen davon nicht unbedingt verschont bleiben.

Dass man Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen ernst nehmen muss. 

Wenn ich darüber nachdenke, hab ich gefühlt schon immer Kopfschmerzen gekannt. Für damalige Zeiten (ok das hört sich alt an), hat man sogar relativ früh meine Migräne erkannt. Da meine Mutter selber Migräne-Patientin war und ist, kannte sie die Anzeichen und ließ sich nicht von Ärzten wegschicken. Denn es ist ein Unterschied, ob man denkt jemanden zu verstehen, oder es wirklich nachfühlen kann. Über mein Umgang mit Schmerzen berichtete ich ja schon.

Der Grat zwischen „Kopfschmerzen“ und „Kopfschmerzen“

Vielleicht ist es mir daher umso wichtiger meinen Kindern zu signalisieren, dass ich Schmerzen sehr wohl ernst nehme und versuche den Schmalen Grat zwischen „Kopfschmerzen“ und „Kopfschmerzen“ zu erfühlen.

Wir kennen es alle; Erst ist es Bauchweh, das vielmehr psychische Ursachen hat und damit eigentlich etwas anderes als echtes Bauchweh ist.und Und später ist es manchmal eben auch Kopfweh. Wie beim Großen Jungen. Als er bei uns einzog, war die Bauchweh-Phase schon lange rum. Da wächst man anscheinend einfach irgendwann raus. Aber als er bei uns einzog, klagte er immer wieder überKopfschmerzen.

Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen sind ein heikles Thema. Wie erkenne ich sie richtig und was kann ich genau tun? Unsere Erfahrungen und wie wir damit umgehen // feierSun.de

Daran, dass er zu wenig trank, daran kann es nicht gelegen haben, denn das war eine weitere Baustelle. Er trank (ja das haben wir im Krankenhaus genau herausfinden lassen) um die 10 Liter am Tag. Aber sein extrem hoher Blutdruck und eben dieser Umstand, dass er so viel trank, waren neben den seelischen Belastungen eben in der Einzelheit nur ein Indiz, in der Summe aber für mich Alarmglocken. An dem Tag, an dem er über die stärksten Schmerzen berichtet und noch andere Symptome hatte, fuhren wir in die Kinderklinik. In der er drei Wochen blieb, bis wir eine Diagnose hatten, denn in den vergangenen vier Jahren ging es ihm oft genauso. Das muss nicht sein und er brachte neben der Diagnose (Diabetes Insipidus), gute Therapiemöglichkeiten mit einem Endokrinologen mit nach Hause.

Hier war der Kopfschmerz nur ein Symptom, aber ich habe am eigenem Leib gespürt, wie wichtig es ist, unsere Kinder ernst zu nehmen.

Schmerzen ernst nehmen – Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Nach dieser Erfahrung war ich noch mehr bestärkt darin, dass Schmerzen immer einen Grund haben. Ob sie nun das Problem oder ein Symptom sind. So wie die „Kopfschmerzen“ vor einer Klausur oder eben die richtigen Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen. Denn so viele Mythen die es zum Thema Kopfschmerzen gibt, genau so individuell können sie sein.

Bestimmung und Behandlung von Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen – so machen wir es

Ich klopfe mit viel Feingefühl verschieden Punkte ab. Steht eine Klausur an? Wie wirkt der Große oder auch die Kleine auf mich? Beim Großen Jungen ist das natürlich viel einfacher, den frage ich das alles einfach und er kann seine Schmerzstärke und auch die Schmerzart, sowie den Schmerzort sehr gut benennen. Ich glaube aber auch, dass ich durch das Beobachten herausfinden kann, ob es akute „Klausur-Schmerzen“ oder richtige Kopfschmerzen sind.

Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen sind ein heikles Thema. Wie erkenne ich sie richtig und was kann ich genau tun? Unsere Erfahrungen aus meiner Kindheit und mit meinen Kindern // feierSun.de

Kenne ich aber weder die Ursache, verändern sich die Schmerzen oder wandeln ihre Form oder werden ungewöhnlich stark, ziehen sich über einen längeren Zeitraum und lassen sich nicht selbst behandeln oder beeinträchtigen den kompletten Alltag, dann bin ich beim Arzt.

Was hilft gegen Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen?

Zur Behandlung schaue ich auch immer echt auf meine Beobachtungen und mein Gefühl. Kein Kind und kein Jugendlicher muss hier unter seinen Schmerzen leiden. Das war beim Zahnen schon so und wird so bleiben. Trotzdem probieren wir – wie immer bei Medikamenten – immer zuerst sanfte Methoden aus, bevor ich Medikamente gebe. Frische Luft, Ruhe, Dunkelheit, Schlaf. Entspannungstechniken wie die sogenannte progressive Muskelrelaxation, Biofeedbackverfahren und kindgerechte kognitiv-verhaltensorientierte Therapieprogramme.

Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen sind ein heikles Thema. Wie erkenne ich sie richtig und was kann ich genau tun? Unsere Erfahrungen mit Medikamenten bei Kindern // feierSun.de

Aber wenn das alles nichts hilft, dann gebe ich Medikamente. Allein schon, weil ich weiß, wie sehr Schmerzen einschränken können und wie schnell aus einem Spannungskopfschmerz eine Migräne werden kann. Das sagt auch die Leitlinie zur „Therapie idiopathischer Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter“ mit ihren Empfehlungen zur Vorbeugung akuter Migräneattacken oder Spannungskopfschmerzen.

Unser Weg muss nicht Dein Weg sein!

Das ist aber nur UNSER WEG – bitte schau Dein Kind selber an, sieh wie es sich verhält und was DEIN Bauchgefühl dazu sagt. Mein großes Kind wollte selten Schmerzmittel. Er legt sich lieber hin und schläft eigentlich dann ganz gut, aber er weiß auch, dass er jeder Zeit zu mir kommen kann. Ich hab gerade bei ihm das Gefühl, dass ich es an den Augen sehen kann.

Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen sind ein heikles Thema. Wie erkenne ich sie richtig und was kann ich genau tun? Unsere Erfahrungen und ein Schmerztagebuch zum Downloaden // feierSun.de

Das Schmerztagebuch kannst Du Dir hier downloaden // Bild: Initiative Schmerzlos //

Wenn Du aber mit dem Thema ganz am Anfang stehst, dann kann ich Dir was empfehlen, was auch schon mir als Kind und Jugendliche super geholfen hat. Das Führen eines Schmerztagebuches. Hier kannst Du mit für oder eben dein Kind alleine alle relevanten Dinge aufschreiben. Das hilft sehr, den Schmerz kennen und sogar etwas einschätzen zu lernen.

Spannend ist – nicht unbedingt die Bildschirmzeit ist Ursache von Kopfschmerzen, sagt Dr. Pothmann über Kopfschmerzen bei Jugendlichen

Ich schrieb schon oft und gerne über die Initiative Schmerzlos und bin selbst Teil der  Generation Kopfschmerzen. Daher ist mir die Aufklärung ein wichtiges Anliegen. Sowohl mein Kind, wie auch ich könnten trotz Kopfschmerzen total gut leben – wir lernen nur unseren Körper und die Schmerzen besser zu deuten, ihnen und so ggf. auch vorbeugen zu können. Wichtig ist mir aber in jedem Fall, jede Art von Schmerzen ernst zu nehmen.

Wie gehst Du mit dem Thema Kopfschmerzen bei Kindern um? 

In diesem Sinne – zwischen Bauchgefühl und Beobachtung und dem Vertrauen das wir unsere Kinder ernst nehmen, können sie das Vertrauen in uns aufbauen, dass wir mit ihnen gemeinsam ihren Weg gehen.

 

– Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative Schmerzlos
– Meine Meinung bleibt natürlich davon unberührt und ich erzähle Dir unsere Geschichte! –



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6 Kommentare

  1. Kenne ich! Ich habe auch schon lange immer wieder schlimme Kopfschmerzen und Migräneattacken und auch als Kind hatte ich viel mit psychosomatischen Schmerzen zu kämpfen, da mir in der Schule der Druck zu viel wurde. Bei meiner Tochter werde ich versuchen, die Schmerzen ernst zu nehmen und den wahren Grund dafür zu finden. Ist ja oft nicht so leich! LG Jananibe

    • Ja, es hilft den Kindern vor allem den Schmerz einschätzen zu lernen. Ursachen zu (heraus zu) finden und den Alltag besser ein zu schätzen. So hab ich es gelernt – durch das Leben mit dem Schmerz.

  2. Meine Tochter hat mit dem Beginn der Pubertät die ersten Kopfschmerzen und ich habe da auch ein ganz genaues Auge drauf. Wir gehen auch immer zu erst mit sanften Mitteln vor, aber ich warte auch nicht zu lange mit Schmerzmitteln. So ein Tagebuch würde ich auch führen, wenn es häufiger vorkommt. Danke für deinen Beitrag.
    LG Natalia

    • Ich würde Schmerzmittel nie verteufeln. Ich nehme sie auch – meine Kinder bekommt auch etwas, hier muss keiner unnötig leiden. Aber ich versuche ein gutes Auge darauf zu haben. Wir lernen gemeinsam damit um zu gehen. Das finde ich gut, dass Du das so machst.

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