Ich liebe mein Home Office

In meinen Geschichten aus dem HomeOffice nehme ich dich immer wieder mit in meinen Alltag in diesem „Arbeiten von zu Hause aus“.

Aber wie ist das für andere, dieses Arbeiten im Home Office und wie machen sie das? Das erzählt dir heute Mareike.

Mareike hat nach fast zehn Jahren klassischem Job nicht nur den Arbeitsplatz gewechselt, sondern hast sich auch noch in die Selbstständigkeit gewagt und sagt ganz klar: „Ich liebe Home Office“.

Ich liebe Home Office!

Nach fast zehn Jahren klassischem Bürojob habe ich nach den Kindern eine eigene Firma gegründet und ins Home Office gewechselt. Das war eine riesige Umstellung. Eigentlich war die größte Umstellung aber nicht das Home Office, sondern die Kinder.

Einmal Kindergarten und zurück bitte

Früher war ich um Punkt 7:00 Uhr im Büro. Oft die erste, die kam. Mit zwei Kindern unvorstellbar. Ich stehe um 5:00 Uhr auf und ich gebe die Kinder um 7:00 Uhr (oder etwas später) am Kindergarten ab. Zeit zum Trödeln haben wir da kaum. Müsste ich dann noch in die Stadt pendeln, könnte ich vor 8:00 Uhr kaum anfangen.

So fahre ich nach dem Kindergarten ganz relaxt beim Bäcker oder Bauer vorbei, nehme noch schnell das Nötigste mit und sitze noch vor 7:45 Uhr am Schreibtisch. Kein Stau. Kein Stress mit dem Zug, der nur zwei mal die Stunde fährt. Keine 28 Minuten am zugigen Bahnhof, wenn ich den knapp verpasst habe.

Auf dem Rückweg genau so entspannt: vom Schreibtisch zum Kindergarten und zurück (inklusive 2x Kinder in den Schneeanzug und wieder raus) in knapp 20 Minuten. Wunderbar!

Pausen? Welche Pausen?

Ja ich gebe es zu. Ich arbeite auch gern mal im Jogginganzug. Aber das Klischee vom lockeren Tag im Home Office hat sich bei mir nicht erfüllt. Ich hatte im Büro regelmäßig Pausen. Meist auf ein Schwätzchen, wenn man mal im Flur eine Kollegin getroffen hat. Gelegenheiten gab es genug: zum Tee kochen in der Küche, in der Kantine, schnell die Post weg bringen. Zu Hause arbeite ich konsequent und konzentriert durch. Pausen gibt es eigentlich keine.

Mal eben noch…

…kurz die Waschmaschine anschalten oder die Spülmaschine ausräumen. Das hatte ich mir so überlegt, klappt aber nicht. Ich brauche meine Zeit, um zu arbeiten. Und ich genieße es inzwischen auch, wirklich konzentriert an nur einer Sache zu sitzen. Der Rest des Tages ist ja schon dauernd „Mamaaaaaaa“ hier und „Mamaaaaaaa“ da.

Auch andersrum ist es schwierig: was ich nicht fertig habe, bis die Kinder nach Hause kommen muss leider bis Abends warten.

In ganz dringenden Fällen gibt es Ausnahmen. Dann arbeite ich mit krankem Kind auf der Couch. Im Hintergrund läuft dann der Fernseher. Aber optimal ist das nicht und deswegen bleiben das auch Ausnahmen.

Trautes heim – Glück allein

Bei allen Vorteilen, die das Home Office bietet: es gibt wirklich Tage, an denen ich kein einziges Wort spreche. Und so sehr ich die ungestörte Arbeit genieße, bei der mich niemand unterbrechen kann: die Gespräche mit den Kollegen fehlen mir an manchen Tagen sehr.

Da bin ich wirklich froh, dass ich mittags oft mit den Kindern unterwegs bin und unter Menschen komme. Das wäre mir sonst zu einsam.

Mein Fazit

Ich liebe Home Office!!! Hinter diesem Satz können gar nicht genug Ausrufezeichen stehen. Ich würde es immer wieder tun.

Als Bonus gibt es noch die ultimativen Home Office Tipps

  1. Fester Arbeitsplatz.
    Was ich am meisten vermisst habe im ersten Jahr war ein fester Arbeitsplatz. Ein Tisch auf dem ich alles stehen und liegen lassen kann. An dem nicht gegessen, gebastelt und gepuzzelt wird. Deshalb habe ich mir den selbst geschaffen und mir eine Büroecke eingerichtet.
  2. Öffnungszeiten.
    Klare Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit – solange ich Kinder habe wird es immer Ausnahmen geben. Das ist auch in Ordnung so. Aber sollte nicht zur Regel werden.
    Das gleiche gilt in meinem Fall auch für meine Kunden. Während der regulären Krippenzeiten arbeite ich für meine Firma und bin auch telefonisch erreichbar. Daran halte ich mich strikt und das klappt sehr gut.
  3. Vitamin B.
    Netzwerk und Beziehungen. Ohne geht es nicht. Ich gehe jeden Montag mit Tina zum Döner Essen. Da tauschen wir uns aus und bleiben in Kontakt. Im Home Office noch wichtiger als vorher.
  4. Ehrlichkeit.
    Home Office ist nicht für jede die ideale Arbeitsform. Bei allen Vorteilen, die es als Mama mit sich bringt, wenn Home Office nichts für dich ist: auch gut. Zwingt dich ja keiner. Dafür gibt es Co-Working Spaces und Cafes.

Mareike Schamberger – die Chefin beim #TeamStreber
Mareike ist Webdesignerin, Marketing Profi, Ghostwriterin, Konferenz-Veranstalterin und Perfektionistin aus Darmstadt. Sie ist fest davon überzeugt, dass es keine zweite Chance für den ersten Eindruck gibt.

Sie liebt es ihren Kunden dabei zu helfen, im Internet genau diesen grandiosen ersten Eindruck zu machen um aus Interessenten zahlende Kunden zu machen. Nebenbei ist sie Organisationsprofi für Kundenprojekte und Kindergeburtstage. Glücklich verheiratet und mit zwei Kindern hat sie auch außerhalb vom Home Office viel zu tun.
Mareike findest du auf ihrem Blog, Instagram, Twitter und Pinterest und über die wichtigkeit von Öffnungszeiten schrieb sie breites bei mir hier.

Spannende Einsichten einer Home Office-Verliebten. Ich liebe meines auch – auch wenn ich all die Nachteile genau so kenne, wie die Vorteile. Aber die gäbe es auch in einem festen Büro mit festen Bürozeiten und einem Chef vor der Nase.

Hast du die Möglichkeit im Home Office zu arbeiten und wenn ja, was sind seine besten Vorteile?

In diesem Sinne – wenn wir glücklich sind bei deer Arbeit, dann ist der Ort egal.

1 Kommentare

  1. Zur Zeit arbeite ich mit einem Kind Vollzeit in einem Büro, dieses ist Gott sei Dank nur einmal über die Straße erreichbar. Mein Mann arbeitet freiberuflich zu Hause, mit ein Grund warum ich noch festangestellt bin. Mein „Hauptjob“ macht mir aber auch unheimlich Spaß zur Zeit.
    Meine Hobbys sind ein Blog und bald ein eigener Shop mit selbstgenähtem. Am Wochenende versuche ich diese Beiden Hobbys zu pflegen. Wir sitzen dann im Arbeitszimmer, lesen, trinken Kaffee und ich versuche Dinge für den Blog zu erledigen. Meine Lieblingsblogs zu lesen und neue Ideen zu bekommen. Funktioniert mal mehr mal weniger gut, die letzten Male werde ich aber ununterbrochen gestört, irgendeiner will immer mit mir sprechen. Versteh ich ja auch, aber ist nicht sehr einfach. Dennoch genieße ich diese Zeiten sehr.
    Vielleicht kann ich irgendwann meine Stunden in meinem Hauptjob reduzieren um mehr meine Hobbys auszuüben und damit Geld zu verdienen.
    Ganz Daheim bleiben, dass weiß ich nicht ob ich das kann.

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