5 Gründe, warum du mit einem Stativ bessere Bilder machen kannst

Früher mochte ich Stative nicht, ich habe mein erstes sogar wieder verkauft. Ich dachte, es schränke mich ein bis ich verstand, dass ein Stativ mir hilft bessere Bilder zu machen.
Hier sind nur 5 der vielen Gründe, warum auch du mit einem Stativ bessere Bilder machen kannst.

Mein erstes Stativ war stabil und knallpink. Ich hatte damals zwar noch eine kleinere DSLR (Einsteiger-) Kamera, aber ein schweres Makro-Stativ. Da dieses das erste war, für das ich lange gespart hatte, wollte ich das es auf einem stabilen Stativ steht.

Es half mir zwar dabei, die Kamera ruhiger zu halten, aber ich fühlte mich auch eingeschränkt. Heute weiß ich, dass das richtige Stativ mir viel mehr Möglichkeiten eröffnet, als ich zu ahnen vermochte und  an dieser Erfahrung lasse ich dich heute teilhaben.

5 Gründe, warum du mit einem Stativ bessere Bilder machen kannst

Ich bin ehrlich, ich schleppe mein großes Stativ nicht auf jeder Fototour mit, denn es wiegt doch einiges – gerade mit dem großen Stativarm. Aber wenn man weiß, wo einem das Stativ unterstützen kann und wo es gut ist aus der Hand zu fotografieren, hat man ein wunderbares Werkzeug und eine große Unterstützung.

Hier sind meine 5 Gründe, die für ein Stativ sprechen:

1. Fange das Licht ein: Hellere Bilder durch verlängerte Verschlusszeit

Die Frage „Wann brauche ich ein Stativ? “, ist eigentlich ganz schnell beantwortet: Ein Stativ benötigt man immer dann, wenn die Belichtungszeit länger ist, als man die Kamera bewegungslos zu halten in der Lage ist oder wenn man selbst auf dem aufzunehmenden Bild sein möchte. 

Ich liebe helle Fotos. Die helle Bildsprache steht ganz klar für meinen Stil. Aber ich habe zu Hause auch nicht mehr Licht als du und nicht immer eignet sich Kunstlicht und die Objektive mit sehr heller Lichtstärke sind oft sehr teuer.

Den ISO solltest du niemals bis zum Anschlag hochschrauben, denn niemand mag stark rauschende Bilder (das ist wenn die Bilder ganz pixelig und unsauber aussehen). Also kannst du die Helligkeit durch eine erhöhte Belichtungszeit erreichen. Je länger aber die Belichtungszeit, desto schwieriger ist es die Kamera mit der Hand wirklich ruhig zu halten und nicht zu verwackeln.

Hier kommt das Stativ ins Spiel.

Das Stativ kann auch bei Belichtungzeiten von mehreren Sekunden still halten, ohne das deine Aufnahme verwackelt.

2. Langzeitbelichtung – kreative Bildeffekte

Eine lange Verschlusszeit kann Bilder nicht nur im Allgemeinen mehr Licht schenken, sondern auch kreative Fotoeffekte hervorzaubern.

Auch wenn mein Stil die helle Bildsprache ist, spiele ich gerne. Ich glaube diese Neugier ist einer meiner Antreiber immer wieder neues lernen und ausprobieren zu wollen.

Kennst du diese Bilder mit Lichtspuren auf den Straßen? Oder mit Licht gemalte Botschaften? Das alles entsteht durch Langzeitbelichtung. Diese kreativen Bildeffekte sind durch die Verlängerung der Belichtungszeit, aber ohne Stativ nicht möglich.

In der Landschaftsfotografie siehst du diese Technik auch sehr oft bei Wasser. Ein weichgezeichnetes fließendes Wasser wirkt optisch sehr schön = seidig.

Hast du schon mal solche Effekte ausprobiert? 

3. Selbstfotografie – das Stativ ist dein Instagram-Husband

Wusstest du das 98% der Bilder im Internet auf denen ich zu sehen bin, auch von mir selbst fotografiert sind? Ob mit dem Handy oder der Kamera: ein Selfie ist ein Selbstportrait und da ich sehr kritisch bin, wenn ich fotografiert werde, nehme ich das ganze gerne selber in die Hand.

Ich bin also viel unabhängiger und kann mit den richtigen Tipps und Tricks sogar meine Portraitbilder selber machen, ohne auf einen Termin bei einem Kollegen oder einer Kollegin warten zu müssen.

Das kann auch auf Reisen sehr gut klappen – auch wenn ich selber nicht der Typ bin, der sich mit dem Stativ in der Öffentlichkeit selber fotografiert ;)

Und wenn ich in einer Gruppe unterwegs bin, muss nicht immer jemand hinter die Kamera. Mit einem Selbstauslöser (klick) oder der verzögerten Auslösung sind alle immer drauf.

4. Perspektivwechsel

Ob Portraits, Landschaftsaufnahmen, kreative Lichteffekte oder Flatlays, ein Stativ ist sehr universell einsetzbar und kann dich in fast allen Situationen und Perspektiven unterstützen.

Ob im Hochkantformat, queerformatig oder aus der Vogelperspektive, mit einem Stativ hast du alle Möglichkeiten bessere Bilder zu machen. Und es ist vollkommen egal, ob du mit dem Smartphone oder deiner Kamera fotografierst.

Ich fotografiere und drehe so alle Inhalte meiner Produktionen.

Gerade Flatlays lassen sich so wunderbar fotografieren und arrangieren.

Der Live Workshop für fabelhafte Bilder Für Social Media am 24.04.2021

Hier lernst du kurz und knackig mir mir die wichtigsten Grundlagen der Fotografie und warum Social Media auf fabelhafte Bilder anweisen ist. 

Im großen Aktivteil erstellen wir dann gemeinsam Bilder und du bekommst direkt Feedback und hältst am Ende deine Ergebnisse in den Händen mit denen du direkt auf Social Media u.a. arbeiten kannst!

5. Du hast alle Zeit der Welt zum Fokussieren und Arrangieren

Fokussieren ist manchmal nicht so einfach und der Autofokus hat seine Tücken und stellt immer mal wieder andere Bereiche scharf als er soll. Wenn du etwas geübter bist, kannst du wunderbar auf die manuelle Fokussierung umstellen und ohne Hektik deinen Fokuspunkt finden und einstellen und genau das fokussieren, was du möchtest.

„Schnell mal eben“ ist nie gut, daher nutze die Zeit die ein Stativ dir verschafft.

Egal wie ruhig wir unsere Hände halten, unbewusst ändern wir dauernd den Bildausschnitt. Wenn du eine Komposition arrangierst ist das natürlich total kontraproduktiv. Egal ob du da ein Frontales Food-Bild oder ein Flatlay produzierst.

Ich habe mich früher oft geärgert das ich immer etwas aus zu setzten hatte: „Die Schere rechts auf Bild 3 hat mir besser gefallen aber der Bildausschnitt von Bild 4 war einfach um Längen besser…“ das passiert mir nicht mehr, seitdem ich mit einem Stativ arbeite und mir Zeit beim Arrangieren lasse. Denn ein Bild kann sein wie eine Leinwand und die beschieße ich ja auch nicht wild mit Farbe (also nicht immer).

Und: so kannst du locker auch deine Hände mit aufs Bild bringen um dadurch mehr Lebendigkeit hinein zu bringen.

Mehr Überblick beim Arrangieren

Mehr Überblick beim Arrangieren bekomme ich durch einen Kontrollbildschirm. Klar geht das auch bei den modernen Kameras über den Handybildschirm, aber das ist nur gering größer wie das Kameradisplay und auch mit einem Tether-Kabel ist das möglich. Aber ich hatte mich vor Ewigkeiten für die Variante „Kontrollbildschirm“ entschieden und finde sie super.

Auch bei Kundenbildern setze ich auf den Kontrollbildschirm (dieser wird einfach mit einen HDMI-Kabel an der Kamera verbunden und zeigt mir das Livebild egal ob ich drehe oder fotografiere). Gerade wenn Kunden hier vor Ort sind können sie viel besser mit entscheiden und sehen und ich kann einfach nur die Auswahl des Kunden final bearbeiten und nicht die 12 Varianten davor.

Ich liebe das Fotografieren mit einem Stativ

Deswegen sage ich dir, wie du mit einem Stativ bessere Bilder machen kannst.

Tja, wo ich früher eben dachte, ein Stativ würde mich einschränken, kann ich mir das heute ohne kaum noch vorstellen. Es verschafft mir so viele Möglichkeiten mehr, als nur aus der Hand heraus zu fotografieren.

Welches Stativ ist das richtige für dich damit du mit dem Stativ bessere Bilder machen kannst?

Natürlich gibt es bei Stativen viele Unterschiede und ich rate den Teilnehmerinnen meins Online Kurses „Smartphone Fotografie für Social Media“ ganz klar zu einem anderen Model als meinen Mädels, die mit der Kamera fotografieren. Da geht es vor allem einfach um das Gewicht, welches vom Stativ getragen werden muss und die daraus gebrauchte Stabilität.

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„Ich seh den Wald vor lauter Bäumen, ähm Stativen nicht.“

Die Auswahl ist unendlich und ich kenne auch nur einen Bruchteil davon. Mein Hauptstativ ist diese hier (klick). Das ist super stabil aber auch sehr schwer. Auf den Bildern wirkt es anders, denn auch wenn es schon eine eigene Mittelsäule hat, habe ich hier nochmal einen kleinen Ferrari drauf gesetzt um mehr Spielraum zu bekommen (klick). Das kann ich ganz einfach wieder abmachen, aber es ist mein „immer Stativ“.

Weil ich dachte das sei mir unterwegs zu schwer und ich etwas handliches haben wollte habe ich noch dieses Stativ (klick). Das ist leichter aber kann die große Kamera nicht mit jedem Objektiv stabil halten. Außerdem kann ich es nicht „quer stellen“ da es keine Mittelsäule hat. Daher nutze ich es super gerne für Frontalaufnahmen als zweite Perspektive oder wenn das 55 mm Objektiv auf der Kamera steckt und ich schnell mal eben ein Bild machen möchte, aber trotzdem die Stabilität eines Stativs brauche.

Klein aber fein – es kommt nicht immer auf die Größe an

Dann hab ich noch mehrere kleine Stative. Ich habe mich auch immer wieder durchprobiert. Diese hier (klick)nutze ich wirklich oft wenn ich in der Küche produziere weil es super klein und stabil ist. Gerade trägt es auch mein Video-Licht welches ich für Zoom-Calls verwende (klick). Dieses zum festklemmen und biegen (klick) nutzen viele KollegInnen gerade für draußen oder im Urlaub. Ich bin noch ungeübt damit.

Außerdem habe ich noch mein Schreibtisch-Story-Stativ (klick) welches ich super finde. Meinen Kursteilnehmerinnen und auch den 1zu1 Seminar-TeilnehmerInnen rate ich mit diesem hier (klick) zu beginnen. Sie brauchen etwas handliches für den Anfang. Hiermit haben sie die Hände frei und können kostengünstig einsteigen.

Mein ganzes Equipment, welches ich ständig in Gebrauch habe findest du hier (klick).

….Suche dein passenden Stativ. 

Schau also wofür du das Stativ brauchst. Fotografierst du hauptsächlich mit dem Handy, reicht ein viel leichteres (und oft günstigeres aus). Brauchst du guten Halt für deine Kamera? Das sind alles Entscheidungen die damit hineinfließen.

Stative Stative Stative

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Wenn du fragen hast, schreibe sie gerne in die Kommentare, dann berate ich dich da gerne. Ich packe dir hier nochmal eine Übersicht der Stative hin (ja ich verlinke zum „großen a“ damit ich an die Bildrechte komme, du kannst aber auch gerne zu deinem Händler des Vertrauens gehen – viele bieten gerade auch den Abholservice an).

Das sind meine liebsten Helfer um mit einem Stativ bessere Bilder zu machen

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Hihi, eigentlich wollte ich einen Quicktipp als Insta-Post machen. Nun sind es über 1700 Wörter, aber so ist das ja manchmal eben, wenn man über etwas spricht, für das man so sehr brennt. Ich hab den ersten Teil des Artikels bewusst als Tipps gelassen und den zweiten Teil für Empfehlungen für die, die sich wirklich dafür interessieren.

Ich habe dir auch direkt ein paar Bilder dazu rausgesucht. Die Meisten sind qualitativ nicht der Kracher, weil ich sie einfach zwischen den Shootings geknipst hatte, aber so siehst du sie direkt im Einsatz.

Fotografierst du mit Stativ oder aus der Hand und glaubst du mit einem Stativ bessere Bilder machen zu können?

In diesem Sinne – ich freue mich wenn ich dir hier ein paar Tipps an die Hand geben konnte.

Deine Jess

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8 Kommentare

  1. Hi Jess, tausend Dank für die vielen Tipps. Ich habe schon einiges an Ausstattung da, suche aber noch nach einem Fernauslöser für die Sony Alpha 6000. Du weißt nicht zufällig, ob es sowas für dieses Kameramodell gibt? Ich bin bislang leider nicht wirklich fündig geworden :/ Danke und Liebe Grüße Jasmina

    • Liebe Jasmina, ja ganz sicher gibt es den. Schau mal ich hab nur gerade mal schnell das große "a" befragt und schon ein paar gefunden. Ich habe natürlich keine Erfahrungen mit genau diesem Modell, aber ich teste mich auch gerne mal durch. https://amzn.to/3sFG7jr
      Wenn du es getestet hast, kannst du mir ja gerne mal eine Rückmeldung geben.
      Lieben Gruß
      Jess

      • Lieben Dank, Jess! Ich schau gleich mal rein - bei meiner Suche schien es mir so, als wäre die Kompatibiltät erst ab späteren Modellen tatsächlich gegeben. Vielen, vielen Dank - ich melde mich nochmal, wenn ich fündig geworden bin.

  2. Pingback: 5 Smartphone-Fotografie-Tipps | feierSun.de

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