My personal Hurricane

Hurricane Wenn man einfach nicht weiter weiß... My personal Hurricane
Heute habe ich einen Gastartikel für Euch – einen sehr brisanten, einen sehr persönlichen und daher anonymen Artikel. Die Autorin kämpft mich sich, mit dem Herzen und auch dem Verstand. Mit ihren persönlichen Umständen und dem, was da gerade in ihr passiert…
Manchmal fühlt man sich wie in einem Hurricane – einem Hurricane der eigenen Gefühle und Gedanken.

My personal Hurricane

Die letzten paar Tage waren turbulent, um es mal milde auszudrücken. Allem voran gingen ein paar schöne Tage an der Nordsee mit meiner Tochter und meiner besten Freundin. Doch irgendetwas lag in der Luft, ich schlief schlecht und hatte eine böse Vorahnung. Besonders, als Montags meine Periode nicht wie geplant eintrudelte. Doch das macht die schon mal, daher wiegelte ich das ganze als Urlaubs-Symptom ab. Dennoch machte ich Donnerstag früh, eigentlich nur aus Vorsicht, einen Schwangerschaftstest. Davon habe ich eigentlich immer ein paar im Schrank, ich bin einfach lieber auf der sicheren Seite bei sowas. Niemals hätte ich damit gerechnet was ich dann zu sehen bekam: Zwei Striche. Zwei verdammte Striche auf diesem verdammten Test. Da brach für mich erstmal eine Welt zusammen. Das konnte, nein, das DURFTE einfach nicht sein. Denn der einzige, der als Vater in Frage kam war jemand, den ich vor drei Monaten kennenlernte und mit dem ich eine tolle, wilde, aber auch sehr turbulente Zeit verbracht hatte, die aber eigentlich vor dem Urlaub noch für beendet erklärt wurde. Aus verschiedenen Gründen, u.a. auch weil er jemand anders kennen gelernt hatte. Also alles andere als optimal.

In meiner Panik klingelte ich eine liebe Freundin aus ihrem post-Nachtschicht-Schönheits-Schlaf. Sie erkannte die Situation, in der ich mich befand, sofort und sagte nur „mach die Kaffee-Maschine an, ich bin in 10 Minuten da“. Dafür könnte ich sie heute noch knutschen. Sie ging sehr sachlich an die Sache heran und versuchte all die Fragen, die ich in diesem Moment hatte mit Hilfe von Google zu beantworten. Sie war wirklich ein Goldstück und war genau das, was ich in diesem Moment brauchte.

Ich war am Boden zerstört. Klar möchte ich noch ein Kind, aber nach dem letzten Schwangerschaftsdrama wollte ich, dass es diesmal anders verlaufen würde. Ich wollte es mal normal machen. Mich über einen positiven Test freuen, mit einem Mann an meiner Seite, vor dessen Reaktion ich mich nicht fürchten musste. Und nicht wieder so ein Chaos. Hinzu kommt noch meine Jobsuche und die unglaublich unsichere Situation, in der ich mich zur Zeit befinde. Nein, da war wirklich null Freude an diesem Tag. Nur blanke Angst vor den Entscheidungen, die in naher Zukunft getroffen werden müssten.

Nach und nach weihte ich meine engsten Vertrauten ein. Alle waren schockiert, keiner wusste Rat. Klar hatte jeder eine Reaktion, aber die variierten von „das schaffen wir auch noch“ zu „das geht gar nicht, wegmachen und Kapitel endgültig schließen.“ Und obwohl ich in den Wochen zuvor emotional schon ziemlich auf Distanz gegangen war, sorgte ich mich sehr über die Reaktion des Kindsvaters. Würde er ausrasten? Auf irgendeine Weise Druck auf mich ausüben? Oder schlicht sagen „Dein Problem“? Ich haderte sehr mit mir es ihm überhaupt zu sagen. Daher ließ ich mir auch Zeit damit. Erstmal fuhr ich zu einer Freundin um mich in ihrer WG auf dem Sofa zu verstecken und nachzudenken. Das war die absolut richtige Entscheidung. Wir kochten, zockten Games Cube, guckten Disney Filme, sahen uns die Stadt an und hielten unsere Gesichter in die Sonne. Und nach und nach ordneten sich meine Gedanken. Ein wenig jedenfalls.

Was sich auch immer mehr einstellte war ein Gefühl der Ungerechtigkeit. Warum sollte ich die einzige sein, die sich diese Gedanken macht? Nein, ich fühlte mich nicht unbedingt alleine, aber fand es dennoch irgendwie unfair. Also nahm ich irgendwann allen Mut zusammen und erzählte es dem werdenden Vater. Die Reaktion war…alles andere als ich erwartet hätte. Er war aufgeräumt, realistisch und absolut unterstützend. Er würde mich zu keiner Entscheidung drängen und jede Entscheidung mit allen Konsequenzen mittragen. Da war ich erstmal baff. Und irgendwie auch erleichtert.

Doch die Erleichterung hielt nicht lange. Hatte ich diese Worte nicht schon einmal gehört? Und was diesen Worten folgte waren zwei Jahre voller Enttäuschungen und Einsamkeit. Wollte ich das wirklich noch einmal durchmachen? Wollte ich wirklich dieses Risiko eingehen? Ich rief meine Gastmutter in den Staaten an. Ich brauchte einfach eine Meinung von jemandem, der keinen Teil dieser Geschichte kannte. Sie sagte, dass ich das nur durchziehen könnte wenn ich mir im Klaren darüber wäre, dass ich es möglicherweise doch alleine stemmen müsste (natürlich mit Hilfe meiner Familie, die 100% hinter mir steht <3). Aber eben doch wieder alleine. Das machte mir große Angst.

Noch mehr Angst macht mir aber die Alternative. Könnte ich wirklich mit einem Schwangerschaftsabbruch umgehen? Eins meiner größten Schwächen sind „Was wäre wenn“-Gedanken. Würde ich nicht mein Leben lang mit mir hadern, mich fragen wie alt mein Kind nun wäre, wie es aussehen würde, was es tun würde? Damals bei meiner Tochter hatte ich diese Option ja kategorisch ausgeschlossen und viel Kopfschütteln dafür geerntet. Doch war das nicht damals eine Prinzipien-Entscheidung? Warum sollten nun andere Prinzipien gelten?

Doch auf der anderen Seite ist meine derzeitige Situation auch nicht gerade das, was man als kinderfreundlich bezeichnen würde. Nach Monaten der Jobsuche, weit über 150 Bewerbungen und schon am Schrecken „Hartz IV“ kratzend…nicht wirklich die ideale Situation um schwanger zu werden. Im Gegenteil. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Ich hätte keinerlei Perspektiven. Meine Chancen in den nächsten zwei Jahren einen Job zu bekommen wären gleich Null. Und danach auch nur unbedeutend besser.

Dann kommt noch hinzu…möchte ich mich mein Leben lang mit dem Kindsvater verbinden? Denn auch wenn wir eine sehr intensive Zeit erlebt haben…eigentlich kennen wir uns ja kaum. Möchte ich ein solches Erlebnis mit ihm teilen, sollte er zu seinem Wort stehen und da tatsächlich mitziehen?

So gibt es sehr viele Aspekte, ganz viele Pro’s und Contra’s und noch mehr unknown factors. Am Ende wird es wohl mal wieder ein battle zwischen Kopf und Herz. Der KV sagte „Egal welche Entscheidung du triffst, es wird die richtige sein“. Doch zur Zeit fühlt es sich eher so an, als gäbe es gar keine richtige Entscheidung, sondern nur zwei falsche.

Ach man, das ist mir alles so furchtbar peinlich, das könnt ihr gar nicht glauben. Ich komme mir richtig asi vor. Wer wird denn bitteschön zwei Mal im Leben ungewollt schwanger? Und das auch noch ohne in einer Beziehung zu sein? Ich kann es einfach nicht fassen und komme mir so unsagbar dumm vor. Gefangen in einem Deja vu…unable to learn from my mistakes.

Warum also dieser anonyme Schritt in die Öffentlichkeit? Ich erhoffe mir einfach ein paar klare Worte, etwas Input, nette Ratschläge oder auch Kritik…her damit. Bitte, ich bin wirklich verzweifelt und danke Jessi wirklich sehr, dass ich dies auf ihrem Blog veröffentlichen darf. Also bitte her mit den Tips…anything helps.


 

Manchmal braucht man Hilfe, helfen wir meiner anonymen Autorin und stehen ihr mit Rat und Tat und vor allem guten Gedanken zur Seite. Ich fühle mich durch ihr Vertrauen geehrt und bite Euch daher heute, wenn Ihr ein paar klare Worte, Input, Gedanken, Ratschläge oder auch Kritik (konstruktive nicht beleidigende) habt, schreibt sie in die Kommentare.

In diesem Sinne ~ wir sind manchmal alle gefangen in unseren Gedanken unserem persönlichem Hurricane der Gefühle.

 

Als Gastautorin wird diese Autorin anonym bleiben um ihre Privatsphäre zu schützen, aber sie wird die Kommentare lesen, wenn Ihr ihr etwas auch anonym mitteilen wollt, schreibt mir gerne eine Email an Hurricane@feiersun.de und ich lasse diese ihr dann zukommen.
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Kategorie Gedanken
Autor

Gastautor bei feierSun.de - wir freuen uns über die gemeinsame Gestaltung des Connects für die Leser und arbeiten als Community immer zusammen.

38 Kommentare

  1. Also einen Rat habe ich leider nicht außer das ich dir für deine Entscheidung viel Kraft wünsche und hoffe das sich alles zu dem Ergebnis wendet wie es für dich richtig ist.
    Meine Freundin sagt immer: ungeplante Kinder kommen nur zu den Menschen von denen sie wissen das sie das schaffen können.

  2. Ich bin felsenfest davon überzeugt das es niemals an einer Mutter spurlos vorbei geht wenn sie einen Schwangerschaftsabbruch macht -aus welchen Gründen auch immer.
    Sieh dir deinen ersten Zwerg an und frag dich ob du jemals darauf hättest verzichten wollen / sollen könntest.
    Natürlich ist das Leben kein Ponyhof aber von all dem kuddelmuddel kann dein kleiner Bauchzwerg am wenigsten dafür. Ich hoffe das das Kind unter deinem Herzen behälst und wenn du in 2 Jahren nach den durch gemachten Nächten, den vielen gewechselten Windeln und quer sitzenden Pupsen deinen Zwerg in den Arm nimmst und dich daran erfreust das er dir sagt wie sehr er dich liebt und sie toll du bist <3

  3. Diese Entscheidung ist wirklich schwer.
    Das kleine Leben in dir wiegt verdammt schwer gegen alles, was man an Gegenargumenten aufbringen kann. Und es ist machbar, allein mit zwei Kindern das Leben zu bestreiten.

    Was am ehesten hilft, sind konkrete Abmachungen für jeden Fall.
    Also beim „Wegmachen lassen“ und fürs Behalten.
    Wenn du dich gegen das Kind entscheidest, lass dir helfen. Sorg dafür, dass man dich danach mit professioneller Hilfe durch die schwere Zeit trägt.
    Wenn du dich dafür entscheidest, geh zur Mütterberatung, zum Jugendamt- einfach um deine Optionen zu kennen. Mit dem Kindsvater am besten alles schriftlich vereinbaren. Rausreden oder sich zu tief reinhängen kann er dann gern versuchen – klappt dann halt nicht mehr ganz so einfach.
    Vereinbare auch mit deinem Umfeld konkrete Hilfen. Von einem „Ich kann dann ja auch mal“ ist noch kein Babysitterjob, kein Sonntagsessen und auch keine Erziehungshilfe geleistet.
    Gegen Ängste helfen Fakten – meine Meinung. Und meine Erfahrung.
    Ich wünsche dir alles Gute!

  4. Erst einmal : Mein Kompliment für diesen tollen Artikel…..Wenn ich nicht „Anonym“ lesen würde,würde ich denken es wäre ein Ausschnitt eines unveröffentlichten Buches von Ildiko von Kürthy.Es soviel Realität,Schmerz,Freude und Ironie (mal schnell Google fragen) in dem Artikel…….Wirklich toll geschrieben ( by the Way ich würde sehr gern weiter lesen sofern du es schreiben möchtest sobald du eine Entscheidung getroffen hast )………Nun zu der eigentlichen Bitte: Ich weiß nicht wie Alt/Jung du bist bzw.deine Tochter.Aber deine Familie wird 100%ig hinter dir stehen.Das ist schon sehr viel Wert finde ich.Und du schreibst dass der Kindsvater dich unterstützen würde…..Ich würde das Kind bekommen wollen.Es ist nun einmal passiert und was kann das kleine Geschöpf dafür? Es hat ebenso deine Familie als Unterstützung.Ebenso kann dieses Ereignis auch nochmal ein Neuanfang sein.Du beziehst den Kindsvater etwas mehr in deine Planungen mit ein und lernst ihn auf diese Art und Weise richtig kennen.Ich wünsche dir alles Gute und ich würde sehr gern irgendwann vielleicht lesen wie die Geschichte ausgeht.😀

  5. Hallo Anonymus,
    Ich bin gerührt, dass du dir auf diesem Weg Rat suchst. Ich persönlich war (zum Glück ) noch nie in einer so heiklen Situation wie du jetzt bist.
    Ich wüsste auch keine Lösung für dich, denn diese Entscheidung musst du selbst für dich, deinen „gen-Haufen“ in dir, deiner Tochter treffen.
    Ich glaube, dass es unglaublich schwer ist, jetzt diese Lebensentscheidung binnen kürzester Zeit treffen zu müssen.
    Aber du kannst und darfst sie treffen. Das war nicht immer der Fall. Früher misst Frau dieses hinnehmen.
    Ich denke, dass man sich jetzt viel zu viele Gedanken macht. Also „Was wäre wenn…“
    Wenn du dich dafür entscheidest, dann schmunzelt du ggf in ein paar Jahren über deine heutigen Gedanken. Wenn du dich dagegen entscheidest, dann könntest du dir ggf. Mal Vorwürfe dafür machen.
    Du musst für dich selbst wissen, würdest du mit beiden Entscheidungen leben können? Tendiert du eher für oder gegen?
    Musst du unbedingt eine „Beziehung “ mit dem Erzeuger hab er n oder reicht eine neutrale „Schlüsselloch- Beziehung „.
    Ich hoffe für dich, dass du deine Entscheidung treffen wirst.
    Fühlt dich anonym gedrückt. Leider kann ich dir keine Last von den Schultern nehmen.
    Liebste grüße

  6. EIN ganz toller Artikel,raten kann ich dir auch zu keiner endscheidung den beide tuen irgendwie weh,ich habe auch 13jahre lang 3 Kids alleine gross gezogen und es gab höhen und tiefen und ich habe verdammt nicht alles richtig gemacht.Und denoch bin ich mächtig stolz auf meine 3 Kids was aus ihnen geworden ist,(also war nicht alles falsch)Ich für mein Teil denke das du es irgendwie schaffen wirst und eine Tages auch stolz sein wirst,in dir steckt viel Herz und Stärke viel mehr als du denkst.Egal wie du dich endscheidest für beides wirst du es brauchen.Wünschen dir alles Liebe

  7. Nie gibt es den perfekten Zeitpunkt! Oft enden die glücklichsten Beziehungen und Frau steht alleine da. Orientiere Dich nicht an dem vermeintlich „Normalem“!
    Du hast eine Tochter! Du hast es schonmal geschafft und wirst es erneut schaffen, diesmal einfacher und leichter weil Du weist wie es geht, Du wirst entspannter sein und Du bist nicht alleine. Ich lese von vielen tollen Freunden, von Deiner Familie und von dem Vater. Warum sollte er genauso sein wie der Erste? Gib ihm die Chance zu zeigen das er es kann und wenn nicht schaffst Du es!
    Geld ist immer doof, wenn es nicht da ist, ich habe mich vielen Tauschbörsen angeschlossen und kaufe kaum was neu.
    Irgendwann, wenn die Anfangszukunftsangst weg ist, Dein zweites Leben da ist, blicke sie Beide an und sei stolz! Sei stolz auf das Leben was Du geschenkt hast, sei stolz zu kämpfen und es zu schaffen den was wäre das Leben ohne Herausforderungen?
    Ich wünsche Dir Zuversicht, alles Liebe, Gute und Kraft für Deinen und Euren Weg 💚

    Rebekka

  8. Ich schreib jetzt einfach mal ehrlich meine Meinung.
    Du hast immer Schwangerschaftstests im Schrank?
    Klar kann auch bei der Verhütung etwas schief laufen, aber wie oft denn? Schwangerschaftstests laufen ja auch ab.
    Im Notfall kannst du ja einen kaufen…

    Dann hast du Sex und damit eine mehr oder weniger große Chance schwanger zu werden. Wir sind ja nun erwachsen.

    Die Entscheidung, ob du das Kind bekommst oder nicht ist alleine deine Entscheidung. Super wenn der Vater mitüberlegt.

    Aber:
    Eine feste Partnerschaft und der gemeinsame Kinderwunsch ist keine Garantie.
    Ich stand nach wenigen Monaten mit Baby und mittellos alleine da. Hörte sich das alles doch vorher ganz anders an.
    Seitdem habe ich so viel geschafft und bin stolz auf uns.
    Das ist jetzt schon viele Jahre her und ich bin froh, wie es ist.

    Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber wenn du ein Kind willst und dieses Kind zu dir wollte und du nicht völlig am Ende bist, dann sollte es wohl so sein.

    Du kannst viel mehr schaffen, als du denkst und dein Leben ist nur einmal an diesem Punkt.

    Ich für mich denke, dass eine Abtreibung schlimmer wäre, als ein Kind alleine aufzuziehen…

  9. Hallo! Mich hat dein Artikel sehr gerührt und ich kann verstehen, dass du in einem großen Gewissenkonflikt stehst…. Aber hast du schon mal daran gedacht, dass Kind zur Adoption frei zu geben?! Ich bin mir sicher, dass das Kind ganz tolle Eltern bekommen wird! Ich spreche da aus Erfahrung- allerdings aus der Sicht derjenigen, die kein Kind bekommen konnten…. Wir waren unendlich traurig und hätten uns wahrscheinlich für diesen Weg entschieden- wenn wir nicht schon zu alt gewesen wären…. Aber ich denke, ich hätte das adoptierte Kind von der ersten Minute an geliebt- wie mein eigenes…. Es gibt so viele ungewollte kinderlose Paare….
    Übrigens- nach 5 Jahren haben wir unser kleines Wunder erlebt! Heute haben wir eine kleine gesunde Tochter…. <3
    Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft!

  10. Toll geschriebener Artikel. Wenn das mit dem Job so schwierig bleibt, dann verarbeite deine Erfahrungen zu einem Buch, so, wie du schreibst, findet sich da sicher ein Verleger!
    Jetzt zu deiner Frage: Ich glaube, du brauchst eigentlich keinen Rat mehr. Wenn ich deinen Artikel so lese, denke ich, du hast dich eigentlich schon entschieden. Bei dem Gedanken, das Kind zu bekommen, stellen sich dir vor allem praktische Probleme – wie geht das finanziell, wer wird mich unterstützen, wird die Beziehung zum Vater nicht zu kompliziert. Aber bei dem Gedanken daran, das Kind nicht zu bekommen, geht es darum, wie du deine Entscheidung vor dir selbst rechtfertigen sollst. Es geht da also um eine Option, die du für irgendwie vernünftig hältst, die aber eigentlich nicht zu dir passt.
    Alle Ängste und Unsicherheiten im Hinblick auf die Zukunft kann ich gut verstehen. Aber ich bin sicher, was du einmal geschafft hast, schaffst du auch ein zweites Mal – und dieses Mal bist du schlauer, holst dir selbstbewusster Hilfe und gehst ohnehin entspannter mit einem Kind um als beim ersten Mal. Vor allem bleib dir selbst aber treu! Falls alle anderen dich einmal im Stich lassen sollten, sorg dafür, dass du dir immerhin selbst trauen kannst!

  11. Hallo Unbekannte,
    als ich deine Zeilen las, fühlte ich mich 9 Jahre zurück katapultiert.
    Ok meine Situation war anders als deine, aber auch ich wurde von einer Schwangerschaft überrascht.
    Auch ich stand zitternd mit einem positiven Ss Test in der Hand urplötzlich in meinem persönlichen Hurrican.
    Ok ich hatte einen festen Partner und mit ihm eine gemeinsame Tochter, aber die war doch gerade erst 6 Monate alt. Meine Gedanken waren die selben wie deine, macht mein Partner das mit? Kann ich das schaffen, meistens alleine mit 2 Babys? ….
    Im nach hinein kann ich nur sagen, es war das Beste was uns passieren konnte. Ich denke freiwillig wäre ich nicht nochmal schwanger geworden und meine erste Tochter wäre ein Einzelkind geblieben. Heute habe ich 2 glückliche Kinder, die auch durch den kurzen Abstand unglaublich zusammengewachsen sind. Eine Liebe die ich nicht missen möchte.
    Es war nicht immer einfach, aber ich kann heute vollkommen überzeugt sagen, ich hab alles richtig gemacht.
    Der finanzielle Aspekt deiner Lage ist nicht wegzudenken, sollte aber bei deiner Entscheidung eher eine untergeordnete Rolle spielen.
    Wir Mütter sind Löwen und unglaublich stark. Wir schaffen oft mehr als wir uns selbst zutrauen.
    Glaub an dich und vertrau deinen Gefühlen, ich wünsch Dir ganz viel Glück 💕

  12. Hallo!
    Ich kann dich gut verstehen! Ich denke jedoch das ein Abbruch nie eine gute Lösung ist.
    Deine Gedanken sind durchaus zu verstehen. Ich habe zwei Kinder bekommen und das obwohl es finanziell nicht so rosig ist wie es sein sollte. Zudem ist mein Mann oft ein kindskopf und ich muss immer die Erwachsene sein.
    Aber ein kleine Leben zu bekommen, klar erschüttert das einen erstmal, jedoch gibt es dir auch unglaublich viele Möglichkeiten dein Leben neu zugestalten.
    Ich denke ein Abbruch ist nur eine Flucht vor den was kommt. Davon abgesehen dass es dich dein Leben lang heimsucht.
    Man sieht es in anderen Kindern. Man quält sich ein Leben lang.
    Bitte sprich mit dem kindsvater.
    Sag ihm was du nicht nochmal durchmachen willst. Insofern lernst du aus deinem „Fehlern“
    Du weist was du nicht erleben willst!
    Bitte gib deinem Kind die Chance auf ein Leben!

  13. Vor 12 Monaten war ich noch auszubildende. Kindergarten. Krankheitsbedingt pausiert – 10 Wochen klinik, psychiatrische. Dort lernte ich jemanden kennen. Es sollte nichts ernstes werden, ich war aus dummen gruenden set einem monat obdachlos und jedes wochenende feiern. Als ich die klinik verliess, hatte ich gerade ein zimmer n einer schaebigen wg gefunden.
    Was dann passiert ist? De wohnung des „es sollte nichts ernstes werden-typen“ brannte ab, er zog bei mir ein. Etwa zur selben zeit sagte mir mein frauenarzt, dass ich schwanger sei.

    Klar, dass ich abbrechen muste! Ich hatte ja gar nichts und wir knnten doch unmoeglich….!

    Doch, konnte wir. Wir leben jetzt zusammen, e s ist ernst, und unser sohn jetzt drei monate alt. Ich bin gluecklich! Und bald bin ich auch wieder azubi.

    Hartz IV ist eine hilfesrellung, keine strafe. Hab keine Angst. nur mut.

  14. Hallo liebe „Anonym“

    Ich kann deine Situation so gut nachvollziehen. Ich habe diesen „Fehler“ zwar erst 1x gemacht, aber deine Gedanken zum KV kommen mir so bekannt vor.

    Ich habe damals auch gehört „egal, auch wenn wir kein Paar mehr sind, ich werde dich mit dem Zwerg immer unterstützen! “
    Und am Ende… Der KV kennt den Geburtstermin des Zwerges nur durchs Jugendamt u zeigt keinerlei Interesse an dem Kind.
    Aber ehrlich gesagt ist mir das total recht. So bleibt mir das Theater wegen Umgangsregelung usw bisher erspart.

    Für mich war es damals auch absolut keine Option den Zwerg wegmachen zu lassen, so schwierig meine Situation auch war.
    Ich hatte gerade eine vorerst befristete neue Arbeitsstelle angenommen u bin dafür 400 km von meiner Heimat weggezogen. Und hatte dann natürlich die Gewissheit, dass ich in 9 Monaten ohne Job dasitze.

    Trotz allem würde ich meinen Zwerg um nix auf der welt missen wollen. Er ist das Beste, dass mir in meinem Leben je passiert ist. Zumal er meinem verstorbenen Vater wie aus dem Gesicht geschnitten ist 🙂

    Was ich sagen möchte – „Alles passiert aus einem Grund “ auch wenn man diesen Grund sehr oft gar nicht oder erst viel später erkennt.
    Vielleicht ist es vom Schicksal /Universum oder wie auch immer man es nennen möchte so vorbestimmt, dass du das Glück erhälst ein mit Top-genen ausgestattetes zweites Kind zu bekommen.
    Und du gerade dadurch den Weg zu deinen Träumen findest. Die Wege, die wir gehen sind unergründlich u oft erkennen wir erst am Ende warum wir ihn gehen mussten. Aber wenn wir ihn gar nicht erst gehen, entgehen uns vielleicht die besten Chancen und glücksmomente…

    Wenn deine Familie hinter dir steht, ist das doch schon ein kleiner Hauptgewinn.
    Und finanziell kann ich dir den Tipp geben, erkundige dich doch mal bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle.
    Mir haben die sehr sehr geholfen bei allen Anträgen, Angelegenheiten mit dem Jugendamt usw. … Und hier in Bayern gibt es die „Landesstiftung für alleinerziehende Mütter“ … Die greifen einem finanziel auch unter die Arme (ohne, dass man dann irgendwann irgendwas zurück zahlen muss) … Vielleicht gibt es sowas ja auch in den anderen Bundesländern.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft auf dem Weg, den du einschlägst.
    GLG

  15. Liebe Unbekannte,

    erst einmal meinen Respekt dafür, dass Du so stark bist, Dir Rat zu suchen!
    In Deinem Artikel lese ich den großen Wunsch nach Familie, Kind, Harmonie…
    Natürlich ist es wichtig an sich selbst zu denken, sich seine Wünsche zu erfüllen.
    Aber: Wie wird es dem Kind gehen? Du hast Ängste in Bezug auf Deine Zukunft und die Zukunft Deines ersten Kindes (Job, finanzielle Absicherung, unabhängig und auf eigenen Füßen stehen). Für das Kind wünschst Du Dir, dass es in einem sicheren familiären Umfeld aufwachsen kann. Einen Vater hat, der da ist, wenn es ihn braucht.
    Sicherlich wird der bilogische Vater sein Möglichstes tun, will Verantwortung übernehmen, Dich unterstützen. Aber ganz ehrlich: So lange ihr keine Beziehung miteinander führt, bist Du alleinerziehend. Der Vater weiß ja noch gar nicht genau, was ihn erwartet. Was ist, wenn er mit seiner neuen Partnerin Kinder bekommt.

    Ich selbst habe beide Versionen durchgemacht:
    1) Ja, es ist schwer, allein ein Kind zu erziehen – ganz ohne Unterstützung (die meiner Familie hatte ich auch nicht), aber ich würde es niemal rückgängig machen wollen! Jetzt ist er 19 und lebt sein eigenes Leben
    2) Als ich ganz frisch mit meinem derzeitigen Partner zusammen war, bin ich schwanger geworden und habe abgerieben. Die Situation damals war für uns beide schwer: Studenten, keine finanzielle Absicherung, ich wollte eigentlich keine längere Beziehung mit ihm eingehen. Er hätte auch zu mir gestanden, wenn ich mich dafür entschieden hätte.
    Oft frage ich mich, was gewesen wäre, wenn. Ich habe darunter gelitten, ja. Aber in welch eine Situation ich mich, ihn, uns manövriert hätte, hätte ich damals auf meine Herz gehört statt auf meinen Kopf? Studienabbruch, Zukunftsängste…
    Es war damals die richtige Entscheidung! Da bin ich mir sicher. Bis heute vollkommen verarbeitet habe ich das alles nicht. Es schmerzt immer noch ein wenig.
    Aber heute bin ich Mutter von drei tollen Kindern und lebe in einer glücklichen Beziehung.

    Mein Tipp: Lass Dir vom Hausarzt eine Kurzzeittherapie/Beratung beim Psychologen verschreiben. Darüber reden hilft und jemand Professionelles sieht vllt. den ein oder anderen Gedanken, der Dir nicht bewusst ist.

    Ich wünsch Dir viel Kraft für Deine Entscheidung und Deine Zukunft!

  16. Liebe Mom2be x 2 🙂

    ich bin alleinerziehende Mama von zwei Wirbelwinden (3 und 6). Ich wurde geplant schwanger, ich war verheiratet, ich hatte davor schon fuer meine berufliche Zunkunft vorgesorgt, den Wiedereinstieg geplant. Ich haette ein sozusagen ziemlich perfektes Leben haben koennen. Es war wohl aber nicht so vorgesehen fuer mich und wie sagt man so schoen, es kommt immer anders als frau denkt. Wieso ich getrennt bin, ist hier nicht wichtig. Ich will dir aber sagen: es geht!!! Ich bin gluecklich mit der Entscheidung und gluecklich mit meinem Leben, auch wenn es Entbehrungen beinhaltet, ich ein wenig mehr auf meine Finanzen schauen muss, der Alltag manchmal nur noch Orgakram ist und ich von einem Termin zum naechsten hetze. Am Abend, wenn meine Kinder zum Kuscheln kommen, zaehlt das alles nicht mehr. Egal, wie sehr du deine Zukunft planst, du kannst nicht wissen, was kommt. Auch wenn du denkst, dein Kind hat den perfekten Papa und du den perfekten Partner, kann es nach 1,2,3…20 Jahren auseinandergehen, kann das Schicksal euch trennen. Nimm das Leben so wie es ist, denke positiv und du wirst es schaffen. Du hast Freunde, Familie, du hast es schon einmal bei deiner Tochter bewiesen – du kannst das, auch ohne Partner an deiner Seite!!! Lass dich nicht unterkriegen und ich wuensche dir, du entscheidest dich fuers Leben :)!

  17. Ich denke die Überlegungen kommen zu spät. Wie du schon selber bemerkt hast, hättest du dir vorher darüber im klaren sein sollen. Heutzutage muss niemand mehr ungewollt schwanger werden. Nun ist es dein Kind! Es ist zwar noch klein und nicht greifbar aber doch schon ein Teil von dir und deinem Leben. Es kann nichts für deinen Fehler und soll doch dafür bezahlen. Mit seinem Leben wenn es schlimm kommt. Das wäre doch nicht gerecht. Ich könnte nie damit leben mein Kind getötet zu haben. Ich bin die Mutter und sollte mein baby schützen. Du lebst in Deutschland ohne Krieg und Ausnahmesituationen. Und deine Familie wird dich unterstützen. Und vielleicht wird der Vater ja doch eine gute Unterstützung. Ich kenne viele Paare die zusammenleben aber der Partner trotzdem keine Stütze für ihre Frauen sind.

    • Sorry, aber das „man wird nicht ungewollt schwanger“ ist doch ziemlich pauschal. Weißt du, ob ein Kondom riss, sie vielleicht ein Medikament nahm, welches die Pillenwirkung herabsetzte usw.? Wir haben 4 tolle leibliche Kinder und ein kleines Pflegekind. Für mich stand immer felsenfest in Stein gehauen da: „Eine Abtreibung kommt in meinem Leben nicht vor“. Dann erlebten wir ein ganz schlimmes, tödliches Familiendrama, in dessen Folge sich mein gesamter Regel-Rhythmus restlos verschob und ich ungewollt schwanger wurde. Da nützte es mir auch nichts, dass meine Frauenärztin meinte: Das kommt nur bei einer von 10000 Frauen vor, dass sie am 5.Zyklustag schwanger wird… Plötzlich ertappte ich mich dabei, dass ich über Abbruch nachdachte. Ich hatte 3 kleine Kids, davon eins chronisch krank mit vielen Arztterminen und ein Baby und konnte mir einfach nicht vorstellen, wie es mit einem weiteren Baby zu schaffen wäre… Ich bin sehr, sehr froh, dass ich mich damals für unseren Bauchzwerg entschied. Es war die beste Entscheidung meines Lebens, auch wenns manchmal heftig zuging und megamäßig Kraft kostete. Inzwischen sind unsere 4 groß und die Mädels haben immer noch ein super Verhältnis zueinander.

  18. Zu Anfang gleich: ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft, egal wie du dich entscheidest.
    Hör auf dein herz, Umstände ändern sich so schnell. Vom Positiven ins Negative und umgekehrt. Im Leben gibt es keine Garantien.
    Ich habe vor einiger Zeit ein Kind verloren. Natürlich ist eine Fehlgeburt etwas völlig anderes, als ein geplanter Abbruch. Ich kann dir nur sagen, es ist 3 Jahre her und ich habe mittlerweile 2 gesunde Kinder, aber dieses eine Kind, was nicht leben durfte, werde ich wohl nie komplett verwinden. In der darauf folgenden Schwangerschaft hieß es, mein Baby würde mit hoher Wahrscheinlichkeit behindert zur Welt kommen. Da stand das Thema Abbruch plötzlich im Raum. Ich hätte es nicht gekonnt. Die Schwangerschaft konnte ich nicht genießen, ich war gestresst und krank. Mein Kind ist gesund zur Welt gekommen und ich bin glücklich.

    Ich weiß nicht, was du beruflich machst, aber ich finde den Vorschlag von oben super. Schreib ein Buch und spring ins Leben.

    Viel Glück, Erfolg und Liebe

  19. Hallo,
    eine schwierige Situation. Einen rat zugeben noch schwieriger.
    vielleicht hilft dir meine geschichte.
    ich war zwar gewollt schwanger, aber ungewollt mit zwillingen.
    bis dahin hatte ich eine abtreibung für mich immer ausgeschlossen- kategorisch.
    aber zwillinge traute ich mir nach einer gerade überstandenen depression nicht zu.
    Was tun?
    das gefühl in ein paar monaten kind 2 und 3 auf einmal zu bekommen und vielleicht überfordert zu sein war schrecklich.
    Nach vielen durchweinten und durchwachten nächten voller gedanken kam mir eine idee.
    Ich gestehe mir eine abtreibung zu. Ich erlaube mir diesen egoismus.
    und ich habe mich plötzlich wohl gefühlt.
    wenn es sich so gut anfühlt? Wie könnte ich dann in ein paar jahren ein problem damit haben?
    Jetzt nach 3 jahren habe ich es keinen tag bereut.
    ich habe mich bei den beiden Würmchen für meine entscheidung entschuldigt, sie gebeten auf einem anderem weg in unsere familie zu kommen und habe mich vor dem termin und danach von ihnen verabschiedet.
    Ich denke oft an sie und bin glücklich.
    ich bin überzeugt, es geht ihnen gut, dirt wo sie jetzt sind.

  20. Hallo Unbekannte.
    Ich kenne deine Situation nur sehr sehr gut. Auch ich hab 2 ungewollte Schwangerschaften ohne Kindsvater erlebt.
    Aber ich bereue die Entscheidung beide bekommen zu haben kein bisschen. Es ist schaff bar, es ist möglich! Meine Jobsituation war auch nicht gerade rosig, da ich damals immer nur befristet eingestellt war.
    Überleg genau was du willst, egal wie du dich entscheidest, machbar ist jede Situation.
    Heut habe 3 Mädels, den besten Mann der Welt und einen sicheren Job! Jeder findet irgendwann sein Stückchen Glück!

  21. Hallo. Vielen Dank für Deinen Mut, deine Geschichte zu teilen. Auch wenn alles aussichtslos scheint, alles im Leben hat seinen Sinn, genau so wie es passiert. Alles hat eine Bestimmung. Und dass du wieder ungeplant schwanger geworden bist, gehört dazu. Wenn ein Kind entsteht, hat es schon eine Seele und seine Bestimmung ist das Leben. Ich las neulich ‚Wenn ein Baby Probleme macht, sollten die Probleme beseitigt werden, nicht das Baby‘. Gehe zu einer Mütterberatung, familiäre Hilfe hast du, finanziell haben wir in Deutschland großes Glück, wenn wir alle Angebote nutzen. Ob der Kindsvater zuverlässig ist, wird sich recht schnell zeigen und das wäre toll, aber du wirst es auch schaffen ohne ihn. Es wird nicht leicht werden, aber die beiden Mäuse werden immer da sein und deinem Leben einen Sinn geben und dir zeigen, wer du bist. Ihr werdet miteinander aneinander füreinander wachsen. Auch wenn es aktuell nicht so scheint und es auch mir schwer fällt, jeden Tag nur das reine Glück im Muttersein zu sehen. <3

  22. ….bevor ich Abends ins Bett gehe schau ich immer noch einmal bei meinen 2 Kindern rein.
    Vorgestern Abend, es war noch etwas hell im Zimmer von meinem kleinen Prinzi(6), da setzte ich mich auf sein Bett , nahm seine kleine warme Hand in die meine und kuschelte mich mit meinem Gesicht an das seine. Es war alles so warm so weich so wunderbar. …. und ich sagte ganz leise zu ihm: “ du warst auf jeden Fall die richtige Entscheidung „….. er drückte ganz leicht meine Hand und legte dann sein anderes Ärmchen um meinen Hals…..

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen solch wundervolle Momente

  23. Hallo!
    Das ist eine schwere Zeit durch die Du nun gehst.
    Du hast bereits ein Kind und kennst daher dieses Gefühl, das einem in manchen Momenten Herz vor Freude überquillt wenn es sich an dich kuschelt, dir sagt wie lieb es dich hat oder dass du die schönste Mama der Welt bist.
    Und diese Momente werden wahrscheinlich nicht mehr die selben sein, wenn du eine Entscheidung triffst , die du niemals wieder rückgängig machen kannst. So sehr du dein Kind dann für seine Gesten und Worte liebst und es dich rührt, so oft wird dich wahrscheinlich ein scharfer Schmerz daran erinnern, dass ein anderes Kind dies auch gern zu dir gesagt hätte und es nicht die Chance dazu bekam.
    Ich möchte dir damit sagen, dass mit einem Abbruch eben NICHT das Problem gelöst ist, sondern dass deine kleine Familie ab dann immer diesen traurigen Schatten mit sich führen wird.
    Schau doch mal: wie groß sind die Sorgen tatsächlich? Wird es dein Leben umkrempeln? Ja, definitiv! Wird es anstrengend? Ja, das weißt du selbst.
    Wird dieses Kind Qualen und Hunger leiden müssen, weil es am Leben gelassen wurde? Bestimmt nicht. Hier bekommst du staatliche Hilfen (zudem möchte ich dir noch die Organisation „1000plus“ ans Herz legen! Eine wunderbare Hilfe für Frauen in genau deiner Situation. Sie werden dir psychologisch und auch finanziell weiterhelfen)
    Du wirst ihm vielleicht nicht alles bieten können, was andere Kinder haben, aber du hast bestimmt mehr und wertvollere Dinge zu bieten als materielle Dinge: du hast ein liebendes Herz und kannst durch deinen Trost seine Tränchen trocknen. Deine warme Umarmung wird ihm Geborgenheit geben und durch deine Stimme wird es wissen, dass du bei ihm bist. Und eines Tages wird es zu dir sagen: du bist die beste Mama der Welt und dein Herz wird überqillen vor Freude.
    Du schaffst das, du bist eine Mutter!

  24. Hallo,
    meiner Schwester ging es ähnlich, 2 ungewollte Schwangerschaften. Die Beziehung zum ersten Kindsvater war katastrophal, er hat seinen Sohn seit mittlerweile 3 Jahren nicht mehr gesehen. Dann die zweite Schwangerschaft, von jemanden, der eigentlich nur Lückenbüßer war. Sie wollte das Kind abtreiben lassen, lag schon in der Klinik. Dann doch noch die Entscheidung beider für das Kind ( ein kleines Mädchen, mittlerweile knuffige 9 Monate alt). Die Beziehung der beiden läuft nicht gut und ich bezweifle, dass es noch lang halten wird. Die Zukunft ist ungewiss, aber meine Schwester ist sehr froh, dass die kleine Maus da ist, auch wenn es sehr anstrengend ist und sie potentiell dann bald wieder alleinerziehend ist (und Hartz4). Es geht immer irgendwie weiter und das Kind wird sicher nicht verhungern müssen, andererseits kannst du ihm vielleicht nicht alles kaufen, was es haben will. Aber das heißt noch lang nicht, dass das Kind dann eine unglückliche Kindheit haben wird. Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen, du musst dir nur bewusst sein, dass du (egal welchen Weg du gehst) diese Entscheidung tragen musst. Meiner persönlichen Meinung nach wird die Liebe, die du für dieses Baby empfinden wirst, alle anderen Sorgen aufwiegen. Hör auf dein Herz!

  25. Und eine 3. Option: Wäre denn vielleicht auch eine anonyme Geburt oder Adoption eine Möglichkeit ?! Es würden Eltern auf das Kind warten, die sich schon seit langem eins wünschen.

  26. Ich habe keinen Rat für dich. Aber aus eigener, leidvoller Erfahrung kann ich dir sagen, dass die Fragen danach, wie das Kind wohl aussehen würde, was es geworden wäre, wie es sich entwickelt hätte, vielleicht nie aufhören. Mein Kind, was es nicht gibt, wäre jetzt 14. Ich habe inzwischen 4 Kinder, und doch ist dieses fünfte immer bei mir geblieben, und ich hadere hin und wieder noch immer damit – auch wenn es damals wie heute die sachlich betrachtet richtige Entscheidung war.

    Einerlei, wie du entscheidest, geh liebevoll mit dir um. Mach dich nicht auch noch zur Schnecke, weil du zweimal im Leben ungeplant schwanger geworden bist.
    Ich wünsch dir alles Gute.

  27. Wenn man wirklich darüber nach denkt ob abtreiben oder bekommen, dann definitive bekommen. Wenn man von vorn herein sagt, nein, dann besser abtreiben. Denke sonst macht man sich später Vorwürfe

  28. Es gibt eine Organisation „1000plus“, wo man alle Sorgen, Bedenken, Zweifel, … den Beratern schreiben kann. Erstens hören sie einem zu, nehmen sich Zeit und vor allem helfen die (soweit ich weiß), dann auch ganz konkret. Die Seite von denen heißt: http://www.1000plus.de

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

  29. Also ich war schon in einer ähnlichen Situation und habe mich aus heutiger Sicht falsch entschieden. Mein Leben ist trotzdem super gelaufen, habe jetzt zwei Kinder, würde aber meiner Tochter, wäre sie in einer solchen Situation, raten, das Kind zu bekommen. Auch wenn das heißt, dass ich da kräftig mit anpacken muss. Ich hätte mich im Nachhinein gefreut, hätte jemand aus meiner Familie gesagt „bekomme das Kind und wir ziehen gemeinsam an einem Strang!“ Ich habe aber die Entscheidung selbst getroffen und niemand hat widersprochen…

  30. Wir sind alle nur Menschen und „Fehler“ passieren, manchmal stellen sie sich halt erst später als positiv heraus. Ich glaube, dass nichts ohne Grund passiert und gerade so etwas macht uns noch stärker als wir ahnen. Das Kind weiß ganz genau, dass du das packst. Deshalb hat es sich dich auch als Mama ausgesucht. Du hast doch Unterstützung, wage das Abenteuer. Leben ist nicht planbar und es ist das was passiert, wir aber nicht erwarten.

  31. Ich würde sagen hör auf dein Herz ich habe mich auch dazu entschlossen es alleine durchzuziehen mein Sohn ist jetzt 5 Monate mein ex Freund in Amerika bei der US Army. Er wollte es nicht hat mich ganz klar vor die Wahl gestellt er oder das Kind, ich habe mich entschieden. Er wollte mich nicht begleiten und hat es im Endeffekt doch getan. Ist zur Geburt gekommen und wird bald kommen um den kleinen zu besuchen. Ich glaube das man den Schritt nicht bereut. Wenn der kleine Zwerg auf der Welt ist kann man es glaube ich nicht bereuen. Solltest du in 2 Jahren keinen Job bekommen überlegst du dir eine unschulung zu machen ?? Vielleicht was was du schon immer wolltest. Natürlich ist es schöner einen Partner an der Seite zu haben, aber ich hatte immer das Prinzip wenn ich eine abgeschlossene Ausbildung habe und im Leben stehe werde ich mir einen Bruch nicht verzeihen. Hör auf dein Herz der wird dir einen Weg zeig und glaub an das gute!!

  32. Liebste, kein Job der Welt ersetzt einen Kinder-Kuss. Kinder sind das Einzige was im Leben wirklich zählt. Bedingungslose Liebe, die mit nichts aufzuwiegen ist. Alles andere ist nebensächlich, vergänglich und selten für immer! Ich würde Dein Kind sofort bei mir aufnehmen!

  33. Hallo. Meine beste Freundin war vor etwa 5 Jahren in der selben Situation. Zwei mal ungeplant schwanger. Ohne Partner… allerdings haben die dazugehörigen Väter nicht so reagiert wie bei dir… da war gleich von Anfang an Ablehnung und Vorwürfe sie hätte ihnen das Kind untergeschoben…. wobei das nicht der Fall war und sie immer mit offenen Karten gespielt hat und die Kerle wussten das sie keine Pille nimmt…. naja egal….
    Das erste hat sie nach langem hin und her behalten und ist damit sehr glücklich. Das zweite hat sie damals trotz der Hilfe die ihr angeboten wurde angetrieben und bereut es bis heute… immer wenn das errechnete Geburtsdatum näher rückt ist sie sehr reizbar und an dem Tag X heult sie die ganze Zeit…. als ich damals nach ihr schwanger wurde war das für sie irgendwie schlimm… sie hat es zwar nie gesagt aber manchmal hat es sich so angefühlt als wäre sie eifersüchtig…
    Lange Rede kurzer Sinn… wenn du nicht 100%ig von einem Abbruch überzeugt bist dann mach auch keinen… egal ob der Vater sich hinterher kümmert oder nicht. Wenn du Rückhalt in der Familie hast wirst du auch das zweite Kind erfolgreich aufziehen…. meine omi hat immer gesagt wo eins groß wird werden auch zwei groß; -)
    die endgültige Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Ich wünsche dir viel Kraft

  34. Ich sage immer: es gibt kein problem für das es keine Lösung gibt und das einzige worauf wir keinen Einfluss haben ist die Gesundheit. Das leben hat mich gelehrt das die zeit alles richtet und alles irgendwann gut wir solange man geduld hat.
    Wenn du deine familie hinter dir hast und du dir sicher bist das du dieses baby lieben kannst solltest du es bekommen.klar ist es scheisse von hartz 4 zu leben aber auch diese zeit wird vorbei gehen. Davon mal abgesehen bekommen milionen Menschen hartz 4 phne schlechtes gewissen obwohl die arbeiten könnten. In 2 jahren wird dein kind in den kindergarten gehen dann kannst du dir auch einen job suchen.
    Egal wie du dich entscheidest, entscheide nach deinem herzen und nicht danach was die gesellschaft oder der geldbeutel sagen! Ich wünsche dir alles gute und viel kraft.

  35. Hm. Schwierig. In dieser Situation würde ich sehr mit mir hadern. Ich kann nicht 100%ig sagen was ich tun würde. Ich denke, würde meine Familie hinter mir stehen und der KV zumind seinen finanziellen Pflichten nachkommen, würde ich das Kind behalten. Auch wenn es hart werden würde. Allein ist man, so wie du sagst, ja trotzdem.

    Wenn du dich körperlich und psychisch dazu in der Lage fühlst stehst einem 2. Kind ja nichts im Wege. 2 machen nicht recht viel mehr Arbeit. Und sie haben einander.

    Und wenn du es nicht behältst, dann muss dir klar sein, dass du mit den Konsequenzen leben musst. „heute wäre das Kind …. Jahre alt“ Gedanken kommen bestimmt. Damit muss du umgehem können. Du bist deswegen kein schlechter Mensch. Einfach ein Mensch. Es ist deine Entscheidung. Viel Kraft dafür!

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