Das Recht auf eine Familie – ein Zuhause #wirsindallefreigeboren

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Wir sind gut darin, alle unsere Rechte zu kennen, das fängt schon in der Schule an, aber sind wir auch gut darin, die Rechte unserer Kinder zu kennen? Denn wenn wir diese nicht kennen, woher sollen die Kleinen denn einen Schimmer davon bekommen? Doch wie sieht es mit den einzelnen Rechten eigentlich aus? Das fragen sich eine Reihe von tollen Bloggern und ich darf zum „Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause“ meinen Beitrag leisten.

Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause

Jedes Kind hat das Recht auf eine Familie, nicht nur in einer „zu wohnen“ sondern auch das sie elterliche Fürsorge kennen – eben das Recht auf eine Familie – ein Zuhause. Die Wichtigkeit muss ich wohl Euch, meinen Lesern nicht mehr auf das Butterbrot schmieren, aber ich kann das ganze aus einer anderen Sicht heraus beleuchten.

Kaum ein Land ist privilegierter als Deutschland. Einem Land in dem wir ein Sozialsystem haben und eigentlich kein Kind auf der Straße leben müsste – trotz der großen Kinderarmut gibt es für alle Kinder im System Möglichkeiten nicht auf der Straße leben zu müssen – aber dieses System ersetzt keine Familie.

Ich gebe meinen Kindern das Recht auf eine Familie und ein Zuhause

und mit meinen Kindern – das wissen die unter Euch, die diesen Blog regelmäßig lesen – meine ich meine leibliche Tochter und meinen Pflegesohn. Ich biete also auch einem nicht leiblichen Kind dieses Recht, weil ich es ein elementar wichtiges Recht finde. Weil ich eben leider auch weiß, wie es sich anfühlt, wenn man dieses Recht nicht hat.

Die Wichtigkeit wird mir aber gar nicht durch meine eigenen Erlebnisse bewusst, sondern in den Erlebnissen, in denen ich Mutter bin und das ganze aus einer anderen Perspektive beobachte und reflektieren kann. Vielleicht auch gerade durch meine eigene Geschichte kann ich um so stolzer auf meine eigene Familie sein, der ich ein Zuhause schaffe in dem wir Familie seien können.

Familie und Zuhause, was ist das eigentlich

Aber Familie, was ist das und warum ist das so wichtig? Familie das sie die Menschen, die mir das Gefühl von einem Zuhause vermitteln und Zuhause, das ist der Ort an dem ich mich so fühle und an dem ich diese Menschen finden kann. Man sieht also; Familie und Zuhause ,das sind Dinge, die sich einfach so überschneiden, total verschieden und doch so sehr miteinander verflochten sind.

Daher ist es mir ein persönliches Anliegen gewesen dem Neffen meines Mannes, nicht nur einen Ort zu bieten, an dem er wohnen kann nachdem es in seiner eigenen Familie nicht mehr möglich und gut für ihn war, sondern ihm ein wirkliches Zuhause mit allem drum und dran zu bieten. Eben eine Familie, eine zu der wir auf anderen Wegen zusammenkamen und zusammen wuchsen, aber eben unserer Familie und seinem neuen Zuhause.

Nicht jede Möglichkeit zu wohnen ist ein Zuhause

Ich lebte ab meinem 13. Lebensjahr an einem Ort an dem ich wohnen konnte. Eine Einrichtung, in der sich alle Erzieher alle Mühe gaben, doch war es niemals ein Zuhause. Am Abend sagte ich nicht zu meinen Freunde, ich fahre nach Hause sondern ich fahre in die Einrichtung. Daher weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn man zwar einen Ort hat, zu dem man hin kann, der aber nicht sein Zuhause ist und daher ist es mir um so wichtiger, dieses Haus in dem wir Leben in ein ZUHAUSE zu verwandeln.

#wirallesindfreigeboren Familie

Einen Ort den die Kinder und auch wir „mein Zuhause“ nennen. Einen Ort an dem die Kinder gerne zurückkommen werden und in dem sie eines finden: Ihre Familie.

Kanntet Ihr die 54 Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonventionen welche von fast allen Ländern anerkannt und akzeptiert wurden?

In diesem Sinne ~ wir sind es die dafür verantwortlich sind, dass unsere Kinder zu ihren Rechten kommen und dabei meine ich viel mehr als nur die eigenen.

 

Alle Rechte findest Du in der Broschüre Übereinkommen über die Rechte des Kindes oder das Netzwerk für Kinderrechte und das Büro Frankfurter Kinderbüro.

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade #wirsindallefreigeboren  die viel mehr als eine Blogparade ist!! Die Rechte der Kinder sind elementar wichtig und alle Menschen sollten sie Kennen, doch leider gibt es immer wieder ausnahmen und von einer dieser erzählt unser Beitrag. Und so sinnierten Alu und Susanne auf ihrem Podcast Mutterskuchen zum Thema UN-Kinderrechtskonventionen. Doch für einen einzelnen Podcast ist dieses Thema viel zu groß und daher rufen sie zur Blogparade auf und wir Kollegen freuen uns, unseren Beitrag dazu leisten zu dürfen.

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Kategorie Leben

Hier schreibt JesS (33), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

2 Kommentare

  1. Hey Jessi,
    Du trifft mich immer wieder mit deinen Beiträgen!
    Es erinnert mich an eine Freundin mit gewalttätigen Exfreund und gemeinsamer Tocher. Sie trennt sich in Nacht und Nebel Aktion, weil ihr schon vorher klar war (durch drohungen) das er es zu verhindern weiß. Vom Frauenhaus ins Krankenhaus (um psychisch mit der Sache klar zu kommen) dann in eine Zufluchtswohnung nur für Frauen.
    Zwischendrin immer der Sorgerechtsstreit vor Gericht, das Jugendamt (dieses dem Vater zwei Tage Umgang zuspricht) durch den Umgang immer wieder Schikane gegen die Mutter und dann eines Tages bekommt die Mutter einen Anruf vom Jugendamt, das ihre Tochter in einem Krankenhaus ist und Sie beschuldigt wird sie mishandelt zu haben. Nun geht für die Kleine Maus langsam die Sonne unter, denn nun übernimmt das Jugendamt die Vormundschaft.
    Nach dem „langen“ Krankenhaus aufenthalt (wo ihre Mutter nicht von ihrer Seite gewichen ist) Ihr Vater sie (entgegen den Anordnungen) sogar auf eine Familienfeier mitnahm (trotz riesen Beule am Kopf) musste das kleine Mädchen (was extrem an ihrer Mutter hängt und immer strahlt solange sie bei Ihr ist) in eine Einrichtung (Kindernotdienst) hier von der Mutter getrennt sie war ca 10 Monate alt und wurde noch viel gestillt. Musste sie fast 3 Monate verbringen.
    Abends weinend im Bett, weil Mama nicht da ist.
    Zum Glück hat ihre Mama gekämpft und nun sind sie für mindestens 3 Monate in einer Einrichtung für Mutter und Kind. Schrecklich laut, schmutzig und schrecklich ungebildete Mitbewohner ( die sich mit Fo*** und schl**** beschimpfen) so schreibt es mir die Mutter.
    Und der Kampf geht weiter in der Hoffnung das die Kleine endlich eine Familie haben kann und mit ihrer Mama in einer Wohnung zur Ruhe kommen kann, das wönsche ich den Beiden von ganzen Herzen. Auf das der ganze schrecken und Qualen ein Ende finden!

    Dann sehe ich mit immer wieder meine kleinen Sohn an und verzeihe ihm die ständigen Unterbrechungen in der Nacht und erfreue mich an seiner guten Laune und bin einfach nur glücklich das wir zusammen sind! Ich, mein Sohn und sein Papa

    Liebe Grüße an euch alle
    Melanie
    Ps… Omg ist das lang geworden *ups*

    • Ja, es sind viele Worte und ich danke Dir für jedes einzelne!!!
      Danke das Du Dein Herz ausgeschüttet hast – wenn es ganz schlimm wird, nimm das Telefon und ruf mich gerne an!!!
      Ich versuche so schnell es geht zu kommen – sobald ich es schaffe.
      Drück Dich!!!!!!

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