Kinder-Hospiz Sternenbrücke {Emotionsausbruchsgedanken}

Vom unfassbarem Glück und was wir niemals vergessen sollten!!

Bild Olesya – pixabay

Über den Familie und Freizeit-Blog bin ich auf eine Aktion aufmerksam gemacht worden – die mir schirr einfach nur die Tränen der Dankbarkeit in die Augen treibt. Und noch immer sitze ich weinend vor dem Bildschirm und kann die Buchstaben nur verschwommen erkennen.

Ja, ich bin eine Heulsuse, manchmal sogar sehr. Doch verdammt nochmal nur weil ich mein Glück einfach nicht fassen kann ein gesundes und lachendes, ein munteres und mich in den Wahnsinn treibendes – ein quietschendes und strahlendes Kind zu haben!!

Ich kann nicht nachfühlen wie es Eltern gehen muss, die dieses Glück nicht haben dürfen und das tut mir so unendlich weh – das der Schmerz dieser Familien nicht ertragbar sein kann. Woher diese Eltern auch immer die Kraft nehmen ihrem Kind bei zu stehen und alles für sie zu tun – diese Kraft muss ab und an auch aufgetankt werden und genau da kommt eine Organisation in´s Spiel, die das „Große Ganze“ sieht.

Das kranke Kind begleiten ist die wohl schwerste Aufgabe aller Zeiten, aber sowohl die Eltern als auch die Geschwisterkinder dürfen dabei nicht unbeachtet werden.

Genau hierauf das hat sich das Kinder-Hospiz Sternenbrücke zur Aufgabe gemacht.

Eine unvorstellbar schwierige, aber auch unendlich großmütige und herzliche Aufgabe der sich die Menschen dort jeden Tag stellen. Ich bewundere jeden einzelnen der auch nur den kleinsten Beitrag dazu leistet und kann nur sagen – irgendwann kommt alles zurück und diese Engel werden sich wohl niemals bewusst sein, was sie leisten.

Und genau da kommen wir leider an einem Punkt, den jede dieser Aktionen voller Herz und Liebe nicht mag, aber ohne den es sie einfach nicht geben kann. Geld.

Um auf den schier unerträglichen und manchmal jahrelangen Weg der Krankheit wieder Kraft schöpfen zu können, können die Familien einige Tage im Jahr (28) im Kinder-Hospiz einkehren und ihre Akkus aufladen.

Untereinander sein. Lachen und weinen, trauern und sich freuen. 

Bild jbdeboer  – pixabay

Diese Worte hören sich markbarer an? Sind sie aber nicht, denn der Fokus liegt nicht allein auf den Tod und die Verarbeitung dessen. Gerade wenn Geschwisterkinder im Spiel sind müssen Licht und Freude in der Familie genau so sein, wie es Platz zum Schimpfen und Verzweifeln geben darf!!

Ich könnte nun aufzählen, wie viele Kinder in der Sternenbrücke schon verstorben sind und wie vielen Familien das Hospiz im Jahr helfen kann. Ich könnte genau so auch aufzählen, was das Hospiz alles braucht und wie viele Geldspenden nötig und wichtig sind – doch das mache ich nicht, dass haben sowohl Geli von Familie und Freizeit gemacht und alles detaillierte steht auch auf der Internetseite des Hospiz.
Ich möchte einfach nur meine Gedanken darüber in Worte fassen und das wir uns alle erinnern.

Erinnern 
Ich möchte das wir uns erinnern wie viel Glück wir haben wenn unsere Kinder gesund und munter sind.
Aber auch das wir uns daran erinnern, wie schwer dieser Weg für die betroffenen Familie sein muss.

Kleiner Aufruf
Ich möchte Euch nicht aufrufen zu spenden, wenn Ihr es nicht könnt, aber schaut Euch die Internetseite einfach mal an.
Geli ruft dazu auf alles mögliche selber zu machen und sie versteigert dieses dann um dieses Geld und die Spenden zu überreichen.
Eine tagesaktuelle Wunschliste des Hospiz findet Ihr auch auf der Internetseite und vielleicht hilft dieses „Teilen“ der Aktion ja auch.
Wäre ich psychisch stabiler – ich würde hinfahren, denn das Hospiz ist nicht weit von mir, aber ich wäre wohl mehr eine Last als eine Hilfe wenn ich da einen Weinkrampf nach dem anderen bekomme, aber ich werde in irgendeiner Weise mein möglichstes tun!
Gut finde ich auch die Gutscheine für Geschwisterkinder und Eltern – eine Auszeit kann unendlich kostbar sein und so viele Kräfte auftanken wie einem gar nicht bewusst ist.
{Anmerkung: Ich würde nach Hamburg-Rissen fahren, natürlich aber nur nach vorheriger Absprache und mir ist bewusst, dass das Hospiz kein Ort für Hausführungen oder dergleichen ist. Das wäre auch niemals meine Absicht, denn so viel Respekt habe ich vor der Privatsphäre der Eltern und Kindern so wie den Geschwistern! Gemeint war, dass ich vielleicht anrufen und meine helfende Hand anbieten könnte – aber ich war emotional so sehr im Schreibfluss, dass ich dieses leider unverständlich schrieb – was mir sehr leid tut! Es war nicht professionell, dass ist mir bewusst und ich werde es in Zukunft beachten, Fehler nicht mehr aus der Emotionalität heraus zu begehen! – Daher bin ich auch sehr Dankbar für das Aufweisen dieses Fehlers durch das Team der Öffentlichkeitsarbeite. Also bittet stellt keine Anfragen zu Besuchen im Hospiz in einer Art Besuchertag oder so. Vielleicht  gibt es einen Weg dort seine Hilfe an zu bieten – so war es gemeint und selbst das hätte ich vorher recherchieren müssen – ohne Tränen in den Augen und Emotionen im Herzen!!

Alternativ kann man an jedem ersten Mai im Rahmen des Tages der offenen Tür im Hospiz die Räumlichkeiten betrachten und sich umschauen. Sicherlich werden alle Mitwirkenden auch gerne Fragen beantworten – aber Familien werden an diesem Tag natürlich nicht vor Ort sein – verständlicherweise.}

Bild Efraimstochter – pixabay

Dieser Post ist soeben ganz spontan entstanden, ich habe nicht mehr dazu recherchiert als mir die beiden beschriebenen Internetseiten an zu sehen und mein Herz sprechen zu lasse – bzw. meine Finder das tippen was mein Herz fühlt.
Langsam rinnen weniger Tränen und ich kann den Bildschirm wieder erkennen – gut so, denn ein paar auffällige Fehler möchte ich Euch doch vorenthalten.

Könnt Ihr nicht Spenden ist das auch ok – zündet eine Kerze an für all die Kinder die ihren Weg finden müssen und schickt den Engeln so ein kleines Lichtlein. Hier werden heute Abend alle Fensterbänke voller Kerzen stehen und mein Mann wird sich fragen auf was für Ideen ich komme und dann werde ich ihm diesen Post zeigen und wir werden ein Gespräch darüber führen und an die Kinder denken. Oder ich nehme einfach meine Gedanken mit uns schicke sie in den Himmel!

In diesem Sinne ~ erinnern wir uns an unser Glück ohne dabei die Menschen zu vergessen die dieses leider nicht teilen können!!

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Kategorie Familie, Gedanken

Hier schreibt JesS (32), die Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

12 Kommentare

  1. Sehr schöner Post!
    Die Schwester einer meiner besten Freudninnen arbeitet in einem Kinderspital als Krankenschwester auf der Onkologie. Sie hat mal gesagt dort sind eher die „Hoffnungslosen“ Fälle 🙁
    Es gehti hr schon nah, besonders wenn ein so kleines Kind stirbt, dass das Leben eigentlich ncoh vor sich hat!
    Vor ein paar Wochen ist eine ihrer Patientinnen gestorben und meine Freundin hat halt ihre Schwester zum Begräbnis gefahren (weil die Schwester sich den Fuß verletzt hatte) und sie hat gesagt dass das Begräbnis so schön war. Denn man hat dort halt das Leben der Kleinen gefeiert und es wurde gebeten bunte KLeidung zu tragen „so bunt wie das Leben der Kleinen“…

    Liebst
    Svetlana

  2. Ich bin nah am Wasser gebaut und bin auf der einen Seite echt verzweifelt, dass Du mir schon wieder Tränen in die Augen treibst mit dem Getippsel…andererseits sind die Hospitzen tatsächlich auf Spenden, Geldspenden angewiesen und daher ist dieser Post sehr wichtig! Ich habe mir die Seite angeschaut, kann leider finanziell nicht helfen, aber auch nicht hinfahren, da es zu weit weg ist. Aber bei uns in der Umgebung gibt es auch einige und da werde ich sicherlich demnächst mal vorbeischauen….ggfs. mit Spielzeug oder Selbstgenähtem.
    LG Ivi

    • Liebste Ivi, schau doch mal auf dem Blog hier (http://www.familiefreizeit.de/2014/07/spendenaktion-furs-kinder-hospiz.html) – den hatte ich oben auch erwähnt – da sammelt die Bloggerin selbstgenähtes – ich selber kann leider gar nicht nähen – aber vielleicht schaffst Du es?? Es wäre ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber eben ein Tropfen!!

      Liebste Grüße
      JesSi

      P.S. Ich hab beim Schreiben und auch beim Erzählen mit meinem Mann geweint wie ein kleines Kind…wenn es um Kinder geht kann ich mich kaum halten…

    • Danke für den Link, den hatte ich mir noch nicht angeschaut 🙁 Da werde ich mich mal melden… leider kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Kind zu verlieren, das Schwerste im Leben überhaupt ist. Man kommt niemals darüber hinweg. Das Leben wird irgendwann wieder fröhlicher, aber vergessen tut man es nie. (Schon wieder Pipi in die Augen, so dass ich hier aufhöre!)
      LG

  3. Liebe Jessi,
    ich bin durch eine deiner Leserinnen aus deinen Post aufmerksam geworden.
    Vielen Dank, dass du all deine Gefühle in Worte gefasst hast und diese drücken auch meine Gefühle aus.
    Vielen Dank auch, dass du auf meine Spendenaktion hingewiesen hast.

    Ich wünsche Dir und deiner Familie einen schönen Abend.

    Liebe Grüße, Geli

  4. Liebe Jessi,

    nach einigen erfolglosen Versuchen mit dem Handy zu kommentieren klappt es hoffentlich jetzt (weißt Du zufällig woran es liegt?).
    Du hast mich mit diesem Artikel ganz speziell getroffen und ich werde mit Sicherheit auch noch über das Hospiz bloggen.
    Sternenbrücke hat für mich einen ganz besonderen Hintergrund, denn als es mir sehr schlecht ging und wir Angst hatten ich könnte meine Jugend vielleicht nicht erleben habe ich zu meiner Mama gesagt, dass ich bitte dort sterben möchte, wenn ich es denn muss.
    Ich hatte damals eine Dokumentation darüber gesehen, die mich sehr berührt & ein Gefühl des Friedens ausgelöst hat. Zum Glück kam es nie dazu das Hospiz unter diesen Umständen von innen kennenzulernen, doch es ist ein ganz besonderer und vor allem auch besonders trauriger Platz für mich.
    Ich finde es unglaublich toll, dass es diesen Ort der Zuflucht gibt & auch den Eltern schwerkranker Kinder mal eine Pause gegönnt ist.

    Liebe Grüße,
    Lena

    • Liebe Lena,

      oh wei – ich ärgere mich selber mit der Kommentarfunktion rum – keine Ahnung warum und wieso und woran das liegt… ich forsche noch (neben der Überlegung eine eigen Domain in Erwägung zu ziehen).

      Ich bin so tief berührt gewesen von einem Artikel und hatte einfach den inneren Drang was zu tun.
      Aber mich berührt auch Dein Blog tief und ich werde heute Abend wenn ich noch fähig bin zu lesen, weiter stöbern (zumindest das, was ich lesen kann ohne Passwort).

      Ich kann mir nicht ausmalen wie schrecklich es sein muss – wirkliche Überlebensangst zu Haben – mehr als nur psychische sondern wirklich reale körperliche – weder für sich noch für sein Kind, aber es muss das schlimmste Gefühl auf Erden sein!

      Ich bin froh das alles anders kam und Du mir heute schreiben kannst – Danke für Deinen Kommentar!!

      Liebste Grüße
      JesSi

    • Liebe Jessi,

      es ist ein schrecklicher Gedanke, doch wenn man in der Situation steckt, nimmt man es doch ganz anders wahr. So richtig bewusst wird es einem erst, wenn die größte Gefahr vorüber ist und einem klar wird, dass es auch anders hätte laufen können. So war es zumindest bei mir und ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich hier bin und das wundervolle Leben mit Kind leben darf! 🙂

      Du kannst das Passwort auch anfordern, falls es Dich interessiert. Ist ein Menüpunkt unter „Glückskind“

      Liebe Grüße
      Lena

      P.s. ich weiß, dass Du erst einen Tag ausgefüllt hast, aber vielleicht willst Du Dir meinen ja trotzdem mal ansehen (:

  5. Liebe Jessi,

    ich glaube mein Kommentar ging gerade wieder nicht durch, wenn nicht kommt es jetzt doppelt 😀
    Es ist ein schlimmer Gedanke das stimmt, doch wenn man direkt in der Situation steckt nimmt man es vollkommen anders wahr. So richtig bewusst wird es einem erst, wenn die größte Gefahr vorrüber wird und einem klar wird, dass man hätte sterben können.
    Ich bin unheimlich dankbar dafür, dass ich hier bin und das wundervolle Leben mit Kleinkind leben und genießen darf! 🙂

    Du kannst auch eine Passwortanfrage schicken, wenn es Dich interessiert.
    Ist ein Menüpunkt unter „Glückskind“

    Liebe Grüße
    Lena

    P.s. Ich weiß, dass Du erst einen Tag ausgefüllt hast, aber vielleicht willst Du Dir meinen ja trotzdem mal ansehen 😉
    http://wp.me/p3KmCf-1kW

  6. Übrigens: Kai Pflaume war heute auch in einem Hospiz in Hamburg, aber ich glaube, nicht das Kinderhospiz.
    Und nochmal übrigens: Dein Blog war so anregend, dass ich nun am kommenden Donnerstag einen Termin bei uns in KA habe beim Kinderhospizdienst, um selbstgenähte Stofftiere vorbeizubringen, die ich gesammelt habe.
    LG Ivi

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