Wochenende in Bildern // 10. & 11. Februar 2018

Wenn die Wochenenden sich in ihrer Intensität abwechseln, dann nennt man das Leben. Denn das ist mal bunt und laut und mal leise und zart. Mal leichtfüßig und mal dunkel und schwer, gerade wenn da jemand bestimmtes zu Besuch ist. Die Migräne. 

Dieses  Wochenende ist nicht ereignisreich, es ist nicht spannend oder voller Leben, es ist dunkel und Ruhig und am Ende irgendwie auch einfach nur ein Wochenende. 

Wochenende in Bildern
10. & 11. Februar 2018

Samstag – Besuch aus der Hölle

Direkt aus der Hölle müssen solche Dinge wie Migräne kommen. Also flogen alle Pläne für das Wochenende über Board und ich igelte mich ein. Nicht freiwillig, aber was soll man machen….

Die Sonne schaute vorbei und  schleicht sich durch das Fenster. Eigentlich könnte ein Tag nicht schöner starten. Wenn ich nicht seit Stunden Besuch von dieser Kack-Migräne hätte…. Ich halte die wenigen Stunden, die der Mann arbeiten ist, kaum aus.

Weil es so schlimm ist, kommt er viel eher und verschiebt zwei Baustellen. Ein Vater-Tochter-Wochenende startet für die Beiden. Zuerst sind sie hier unterwegs,  dann ging es noch in die Stadt.  Für mich eines in Dunkelheit.

Papa und Tochter hatten Spaß. (Video-Credit liegt also bei meine Mann ;))

Ja das Bild ist vom Freitag und genau zu sein, aber Bilder aus der Dunkelheit sind nicht so spannend.

Die Tabletten machen alles um mich herum dumpf. Alles fühlt sich wie eine Mischung aus Wattewolken und Zement an. Alles, abgesehen vom Schmerz. Die Ruhe tut gut, die Dunkelheit ist das einzige was ich aushalten kann. Nur dieses Thema mit der Stille – damit komme ich selten zurecht, wenn ich in einer Attacke fest hänge.



Sonntag – langsam aus der Dunkelheit

Es nervt mich ja kolossal dieses „in der Dunkelheit“  sein müssen und nichts machen können“. Aber ich weiß auch, mache ich es nicht, wird es nur schlimmer. Ich hab alle Variationen ausprobiert und das letzte Mal so versucht den Migräneanfall zu ignorieren endete darin das ich die Kloschüssel meiner Freundin mehr im Arm hatte als sie und weinend 4 Stunden nach Hause fahren musste. Auf dem Rücksitz liegend und überlegen was angenehmer wäre, sich den Arm nun ab zu säbeln, ohne Betäubung oder dieser Anfall…

Also ließ ich es heute erst noch langsam angehen, damit ich am Abend alles für die Party morgen in der Schule vorbereiten konnte.

     

Da ich den halben Samstag geschlafen habe, konnte ich in der Nacht kaum zur Ruhe kommen. Alles fühlt sich so dumpf an, dass ich nichts machen kann. Also werde ich am Sonntag erst später wach und entdecke wie meine beiden Lieben etwas aushecken. Ich darf nicht sehen was.

Kuschlezeit

Und doch kommt mein Mädchen zu mir. Uns fehlt die Nähe und wenn sie so in meinen Armen liegt, dann ist sie noch meine kleine Maus.

Realität – statt Bett mit schicker Tagesdecke, ungemact an Eimer und dunklen Rollos…

Ich bin ehrlich, ich mag es nicht ans Bett gefesselt zu sein. Klar, wer mag das schon, aber ich mag es einfach nicht und doch weiß ich, dass wird nichts das letzte Mal gewesen sein…. und das mag ich noch viel weniger.

Eigentlich war das hier nämlich meine Idee für dieses Wochenende. Das Kopfteil etwas aufräumen und mir eine schöne Deko-Idee dafür einfallen lassen…

 

Am Nachmittag fahren der Mann und das Schulmädchen ins Kino. Eigentlich wollte ich nun Arbeiten, aber viel bekomme ich nicht erledigt. Aber ein Bild, bevor das Licht ganz weg ist.

Denn aus diesem Obst (und etwas was ich im Kühlschrank vergessen habe) werde ich nun Obstspieße für die Karnevalsfeier in der Schule machen. Auf Wunsch des Kindes Obst, denn Süßigkeiten bringen die anderen mit und „Mama beim letzten Mal wollten alle noch mehr, denn die waren so lecker“… was tut man nicht alles für seine Mäuse…

Obst in kleinen Happen für die Party morgen in der Schule

Fertig. Ich fühle mich super matschig und muss zurück ins Bett. Mein Kreislauf braucht immer etwas Erholung bei den Medikamenten – ich hoffe das ich heute Nacht ohne auskomme….

Bella und die Hashimoto Thyreoiditis Unsichtbar Krank Titel

Kennst du meine Serie #unsichtbarKrank? Ich glaube ich möchte das Konzept etwas erweitern. Zusätzlich zu den Interviews auch Geschichten, wie sich das Leben um unsichtbare Krankheiten herum schlingt und wie ich – und auch jeder anderen Betroffene spezifisch – ganz individuell damit umgehe. Tipps, Ideen, Geschichten… hättest du daran Interesse? Zu lesen? Mit zu machen? Dann schreib mich gerne an.

Dieses Wochenende war für dich sicher super langweilig an zu sehen und doch habe ich einen Grund, warum ich es dir trotzdem zeige: Weil es zu unserem Alltag gehört. Weil es zeigt, wie wir leben und das es manchmal super spannend sein kann, manchmal aber eben auch einfach höchst öde und überhaupt nicht schön.

Wie war dein Wochenende? 

In diesem Sinne – manchmal zwingt uns unser Körper in die Dunkelheit.

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Kategorie Leben

Hier schreibt JesS (33), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

1 Kommentare

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