Weihnachten in Mottenhausen

Von familiären Tagen und dem ganz normalem Weihnachts-Wahnsinn 

Auch wenn ich es nicht gedacht hätte, aber die Feiertage sahen einfach besser aus als gedacht und im Großen und Ganzen waren alle friedlich und zufrieden. Das Mottenkind total überfordert und überschenkt, doch haben sich auch alle an meine Bitten gehalten und das Weihnachtsfest konnte fast wie geplant stattfinden – FAST, denn sonst wäre es ja auch viel zu einfach gewesen….


Unsere Planungen wurden ja bereits vor einiger Zeit über den Haufen geworfen und da wir nun ein Mann mehr in dieser kleinen Familie sind (zwischenzeitlich waren es schon zwei und gerade ist es nun einer und wie es weiter geht weiß wohl nur der Himmel) und wer mich kennt, der weiß das so plötzliche Planänderungen nicht mein Ding sind und mir mega schwer fallen…. aber das ist ein anderes Thema. Nur führte es dazu das meine Planungen bereits seit Anfang des Monats mehrfach verrückt spielte und ich wie eine Bombe hier hoch fuhr und mich dann irgendwann damit abfand.
Deko gab es für meine Verhältnisse verdammt wenig, doch den Baum, den wollte ich ich uns allen und vor allem dem Mottchen nicht nehmen.

So haben wir die letzen Dinge noch auf den letzen Drücker geplant und davon dann doch wieder die Hälfte über den Haufen geschmissen, so gar nicht JesSi-Like, aber was soll´s, mich hatte ja eh niemand gefragt.
Doch was soll ich Euch langweilen, mit den geplanten und ungeplanten und umgeplanten Dingen…. Ich hätte nur manchmal gerne vorher gewusst wie unglaublich unplanbar das Leben wird – ja ich hab mir das gedacht und dachte mir dessen im Klaren gewesen zu sein, doch man kann sich das eben einfach nicht vorstellen….

24. Dezember – Heilig Tag

Juhu, da war er dann endlich der Heilig Tag und heute Abend sollte es dann rund gehen, ich war ja mal gespannt…. den Tag verbrachten wir ganz gemütlich und wuselten nochmal durch das Haus. Überlegten wo der Tisch zwischenzeitlich hin geschoben wird und was der Weihnachtsmann denn allen erzählen kann, denn unser Weihnachtsmann hat einen Weihnachtsengel und dieser hat WatsApp – modernen Weihnachtsmännerwerlt eben. Doch schon nach dem Mittagsschlaf erzählte mir das Mottenkind das sie Angst vor dem Weihnachtsmann habe. Ich hab das nicht verstanden und ihr erzählt das das doch ein ganz lieber Mann sei und er Geschenke für alle Kinder auf der Welt bringe und zu ganz besonderen Kindern auch selber komme. Sie sagte nur „Mama Nini Angst vor Mann“. Da sie ja gerade täglich und jedem ihre Muttermale (Leberflecke!) zeigt sagte ich ihr wir können den Weihnachtsmann ja fragen ob er auch ein Muttermal habe und so verbrachten wir den frühen Nachmittag und sie erzählte jedem was sie den Weihnachtsmann fragen wollte. Am späten Nachmittag kam dann der Weihnachtsmann… der arme arme liebe wundervolle Weihnachtsmann!!!!

Weihnachtshorrormann 

Das Kind hatte zwar mit uns zusammen sehr gespannt auf den sagenumwobenen Weihnachtsmann gewartet, aber als er dann da war war da keine Angst, sondern schier Panik!!!!!
Ich hab es mit allen Mitteln versucht und selbst mit den Geschenken ließ sie sich nicht bestechen, die kleine Maus hat sich versteckt, ist in mich hinein gekrochen, hat gezittert und die Augen ganz fest zu gekniffen… nicht mal ihre Patentante (der Weihnachsengel denn ihr Papa war der tollste Weihnachtsmann den ich kenne!!) konnte sie dazu bewegen sich den Weihnachtsmann einfach mal an zu schauen…. so haben wir das dann einfach schnell nach ein paar Versuchen abgebrochen und ich hab der kleinen Klammerfee gesagt das ich gleich nochmal mit dem Christkind sprechen werde und kaum war der Weihnachtsmann aus der Türe, war das fröhliche Kind wieder da – als hätte sich ein Schalter umgelegt… Kurioser Weise hat sie auch alles mitbekomemn und sich gemerkt, denn nun erzählt sie allen das der Weihnachtsmann keine Schuhe ausgezogen hat und auch einen Muttermal hat, auf dem Rücken und das er da war und das sie Angst hatte, doch Mama und Papa nicht und das Papa ihn im Arm hatte….. verstehe einer dieses Kind – doch die Angst war echt, echter ging schon gar nicht mehr daher sollte ich wirklich überlegen ob wir, wie in meiner Kindheit einfach das Christkind kommt lassen – warten wir das einfach mal ab wie sich das entwickelt….

Festtagsschmaus

Weihnachten ist die Zeit des Essens – und noch heute hab ich das Gefühl satt zu sein…. hier im Norden gibt es am heiligen Abend ja eigentlich Würstchen und Kartoffelsalat – in meiner Familie gab es das Festtagsessen immer am Abend vor der Bescherung .- ich kann mich auch einfach nicht mit den Würstchen anfreunden… daher versuchen wir unser eigenes Familiending zu finden und so gab es auch schon das zweite Jahr Roulladen, Klöße und Rotkraut – doch das Highlight war der Nachtisch. Dazu muss ich erzählen das das Kind sich wenige Dinge gewünscht hatte: Ein Buch, einen Ball, Smarties und ein Eis – und so musste ich einfach das unglaublich ungesund und überteuerte Smarieseis kaufen weil es mich einfach so anlachte – und wir hatten alle Freude daran zu sehen wie sie sich darüber freute!!

Leuchtende Strahleäuglein

Nach dem Essen hab ich also die Großeltern, die beiden Cousins und das Kind hoch in das Kinderzimmer geschickt – leider war es viel zu stürmisch als das ich sie hätte rausschicken können. Ich hab in der Zeit mit dem Christkind gesprochen und es hat die Geschenke gebracht, die der Weihnachtsmann dann nicht mehr brachte und bin dann ganz aufgeregt nach oben gerannt und hab sie runter gerufen *Notiz an mich selber: Glocke für das nächste Jahr besorgen!!!* .

Und dann, dann waren sie endlich da – diese LEUCHTENDEN AUGEN von denen alle immer sprachen!!!
Ich war sprachlos und freute mich einfach zu sehr über ihre Reaktion!!!!
Nur irgendwas hatte sie da falsch verstanden, denn sie machte JEDES Geschenk auf – unbremsbar und unaufhörlich, doch sie verteilte dann die ausgepackten Dinge immer sehr freudig, doch das Auspacken, dass übernahm sie einfach ungefragt und mit voller Eifer, wild klopfendem Herzen und strahlenden Augen!
Gut das die Jungs schon so groß sind, dass sie es verstanden haben das wir dieses Jahr wohl nicht ein einziges Geschenkt auspacken würden, denn das hat auch am nächsten Nachmittag das Weihnachtsmottchen übernommen als die Oma und der Opa aus dem Heimattal kamen und es die zweite Bescherung gab.

Familienlob

Doch muss ich an dieser Stelle auch loben – ich hab mir wirklch eine Menge Stress vorher gemacht und tausende Gedanken und diese ständigen Umplanungen machten mich wahnsinnig, doch dafür war es ein schöner Abend und auch die anderen beiden Tagen waren wirklich erträglich!
Keiner hat es zu sehr übertrieben und es wurde nur minimaler Quatsch geschenkt, wenig Süßkram für das Mottchen – dafür können wir den Herzensmann nun mästen – und an sich war es auch nicht soooo übertrieben wie befürchtet.
Wir hatten auch gebeten sich ein Bissel zurück zu halten und lieber etwas Geld zu schenken da wir bald ein Rutsch-Kletter-Schaukel-Sandkasten-Spieltürmchen kaufen wollten – eigentlich dann zu Ostern, doch nun haben wir das Geld zusammen und werden noch bis Mitte Januar warten ob die gerade angestiegenen Preise wieder sinken und dann einfach bestellen (ich hab mich da in ein besonderes verliebt)!

Die nächsten Tage verbrachten wir dann mit meinen Eltern nachdem sie am ersten Weihnachtstag gegen Nachmittag ankamen. Vorher waren wir noch zum Enteessen mittags bei den Schwiegereltern.

Wir schleppten meine Eltern bis zum 28. einfach mit allem was wir sinst auch gemacht hätten und ließen sie dann am 27. sogar ein paar Stunden allein mit dem Mottchen, denn der papa und ich hatten einen Termin und warum den nicht einfach allein warnehmen. Leider war auf unserem Weg noch ein H&M (endlich können wir ja in der Kinderabteilung einkaufen denn die Babyabteilung ist nach 2 Jahren und dreieinhalb Monaten endlich Geschichte!!) und mein „ach bitte, lass uns doch nur mal gucken“ hat nicht funktioniert, denn die Türen waren voll… jajajajaja, als hätte das Kind nicht schon genug im Schrank (dafür gab es heute nix für sie – garüberhaupt nix, nur für den Cousin und mich!!!)

 Gespanntes Warten auf den geheimnisvollen Weihnachtsmann
 Unsere beleuchtete Tanne – ich mag unseren Baum zum ersten Mal – vielleicht liegt es daran das das Mottchen, der Herzensmann und ich ihn gemeinsam geschmückt haben?!
 Alle weiteren Bilder sind noch trauriger – aber diese Reaktion hatte keiner erwartet von unserem Strahlemädchen…. es tat mir so leid!!
 Kaum war der Weihnachtsmann weg war das Strahlemädchen wieder da….
 Eines der Lieblingsgeschenke – eine elektrische Lok für die geliebte Eisenbahn!!
Danke an die wundervollen Paten!!!
 Unsere kleine Familientafel – noch mit Adventskranz als Deko und für das schöne Licht
 Wartezeitverkürzung – alle hatten Zeit und Lust zum Spielen
 Nun kann gefuttert werden – Hosenknöpfe auf und rein mit den Leckereien!!
 Tadada – dann war das Christkind daaaaaa!!
Geschenke Geschenke Geschenke
 Nein, hier war nicht alles für die Motte – hier waren neben ihr noch zwei Teenager, Großeltern und wir Eltern!
Und, hey wir wollten uns ja dieses Jahr nix schenken – garnienix….
 Auspacken Deluxe!!
 Nach dem ausgiebigem Auspacken erst mal spielen – daher war  hier auch alles eher als ich es früher kannte
Und am nächsten Tag ging es mit den Großeltern aus dem Heimattal gleich weiter…

Ich muss wirklich sagen, ich hab mir viel zu viel Stress gemacht und doch hab ich noch heute keine Weihnachtsstimmung – weder das Wetter noch die Umstände haben mitgespielt und das Kind, ich glaube das denkt sie hatte Geburtstag weil sie seit dem immer sagt sie sei nun schon ein Bisschen groß…

Vielleicht schaffen wir morgen noch eine Art „Jahresrückblicksabschiedsmalschauen-Post“ – aber ich verspreche nix, denn ich bin froh wenn ich endlich mal dann auch die Muße habe gesund zu werden….

In diesem Sinne ~ ich glaube wir haben das Beste aus der Situation rausgeholt zumindest habe ich weder essens- noch geschenketechnisch Klage gehört!!

Sollten wir es nicht schaffe – einen guten Rutsch und so weiter….

Eure

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Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (33), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

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