Gastbeitrag | Mein zweites „Ich!“

Es gibt Dinge, die kann nicht jeder Mensch verstehen. Nicht weil dieser Mensch es nicht möchte, sondern weil re es einfach nicht kann. Mein eigener Ehemann hatte lange Probleme damit, meine Migräne zu verstehen. Er hatte nie wirkliche Kopfschmerzen. Es war nicht greifbar für ihn. Manchmal ist es das heute auch nicht.

Ganz zu schweigen von meinen Ängsten oder der Depression.

Sarah erzählt davon wie das Leben ist, wenn man schon im Kindesalter Mobbing und Depression in das eigene Leben tritt…..

Mein zweites „Ich!“

Tja, mit 6 Jahren fing alles an!

Niemand kann sich vorstellen, wie es in dem Alter ist alleine zu sein, das durchzumachen was ich mitgemacht habe. Von Mobbing bis hin zu Verachtung und Hass war alles dabei. Waaaas Du hast Mobbing mit 6 Jahren erlebt? Ja! Nur, weil ich ein wenig „dicker“ als andere Kinder war haben diese mich ausgeschlossen und verachtet. Ich wusste absolut nicht, was ich falsch gemacht habe, denn ich ging so gerne zur Schule aber, nach dem mein Kopf gegen die Heizung geschlagen wurde, von einem gleichaltrigen Mädel hasste ich die Schule! Bis heute habe ich noch 3 Narben am Hinterkopf die mich immer wieder an diesen Tag erinnern. Ach, da folgte noch vieles mehr das war noch das harmloseste was ich erlebt hatte…

Ich habe mich dermaßen geschämt das ich mich niemanden aber wirklich niemanden anvertraut habe, meine Eltern wussten immer das etwas nicht mit mir stimmt und haben immer & immer wieder versucht etwas aus mir heraus zu bekommen leider vergeblich – ich konnte einfach nicht reden …

Mit 6 Jahren fingen meine Depressionen an, durch Mobbing und mit 13 Jahren habe ich sexuelle Gewalt erfahren – mein ganzes Leben lang, bis zu meinem 21. Lebensjahr habe ich Mobbing erlebt. In der weiterführenden Schule, in der Ausbildung und hinterher auf der Arbeit – schön ist was anderes ..

Tja, nun bin ich voll erwerbsgemindert, Leben vorbei, dank diesen …. Menschen!

Wenn ich depressiv bin, bin ich absolut nicht ich! Ich bin ein doofer Mensch dann! Absolut Böse, beleidigend, gefühlskalt, gestresst, Antriebslos und vieles mehr .. mir tut mein Ehemann schon sehr leid… ich entschuldige mich, so oft es geht danach auch, aber er weiß genau das ist dann meine dunkle Seite und nicht ich eben!

Für ihn ist das alles ebenfalls nicht leicht, man muss Menschen mit solchen Einschränkungen viel anders handhaben .. aber für mich hat er sich mit dem Thema befasst, auseinandergesetzt und „gelernt“.

Wahre Liebe!

Was ich Euch eigentlich mit meiner Geschichte vermitteln möchte, wenn Ihr gemobbt werdet oder Euch andere schlimme Dinge angetan werden, sucht Euch Hilfe!
Sei es bei der besten Freundin, Eurer Mutter oder Eurem Vater egal wo, aber nehmt die Hilfe an!

Mir wäre es vermutlich besser gegangen, wenn ich die Hilfe damals angenommen hätte, manchmal frage ich mich, wie mein Leben dann ausgesehen hätte!

Hätte ich dann auch so einen wunderbaren Mann kennen und lieben gelernt? Man weiß es nicht.

Ganz wichtig ist, aber auch noch das Ihr, wenn Ihr wen kennt, mit Depris nicht unter Druck setzt, solche Sprüche wie z. B.

„Bist Du schon wieder depressiv?“ oder

„Alles wird gut!“
Könnt Ihr Euch sparen, diese greifen nicht und ziehen einen noch mehr runter.

Es gibt unheimlich viele Hilfestellen heutzutage, damals leider absolut nicht – wäre dieses Angebot damals schon gewesen wäre das ein oder andere vielleicht anders.

Liebe Grüße Sarah Eggert

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Wer bin ich?

Mein Name ist Sarah, ich bin 27 Jahre alt und mein liebstes Hobby ist das Nähen, unser Garten und Schreiben. 

Eindrucksstarke Worte, die die Frage aufwerfen lassen: wie wünschen wir Menschen mit Depression uns den Umgang mit uns? Gibt es tatsächlich Dinge, die uns helfen? An manchen Tagen zweifele ich bei mir selber etwas daran, dann sind die Tage schwer. Dann ich bin erschöpft und mag mich selber nicht mehr. 

Kennst du psychisch kranke Menschen? Wie gehst du mit ihnen um? Oder wie wünscht du dir dem Umgang mit dir?

In diesem Sinne – Sie ist meine dunkle Schwester, seitdem ich sie akzeptiere wird es nicht besser, aber irgendwie leichter.

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Kategorie Unsichtbar Krank

Hier schreibt JesS (34), (Pflege-) Mutter, Autorin, Fotografin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Unternehmen, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie dich mit auf das Abenteuer Leben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

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