20 Tatsachen über Großstadtkinder in Berlin

20 Tatsachen über Großstadtkinder in Berlin

Als  Kind lebte ich auch in einer dieser Großstädte. Meine Brüder und ich waren Großstadtkinder und heute kann ich das gut vergleichen. Diese eigenen Erfahrungen und die Beobachtungen hier auf dem Dorf. Svenja lebt dieses Leben genau andersherum. Aufgewachsen in der Natur lebt sie nun mit ihren Kindern in meiner Herzensstadt.

Svenja erzählt uns aber heute 20 Tatsachen über Ihr leben in Berlin, denn sie hat Großstadtkinder.

Svenja und wohnt mittlerweile seit 12 Jahren in Berlin. Hier sind auch ihre beiden Kinder geboren, ein Sohn (6 Jahre) und eine Tochter (4 Jahre). Sie selbst ist eher ländlich aufgewachsen, habt viel an Bächen, im Moor und im eigenen Garten gespielt. Weil Svenja die Natur viel bedeutet, ist sie Biologin geworden. Seit einiger Zeit bloggt sie als „Hauptstadtpflanze“ über das Familienleben in Berlin und über ihren Versuch, möglichst viel Natur auch in das Großstadtleben zu integrieren.

 

20 Tatsachen über Großstadtkinder

mit Svenja

  1. 340.000 Familien mit mindestens einem Kind leben in Berlin.
  2. 1,2 Mio. Autos sind in Berlin zugelassen.
  3. Die Großstadtkinder kennen sich sehr gut mit Verkehrsregeln aus und halten sich daran. Weil es dazu keine Alternative gibt.
  4. Dafür muss ich fast nie „Mama-Taxi“ sein, Kita, Schule, Sportverein und die meisten Freunde sind fußläufig oder mit dem Rad zu erreichen.
  5. Die Kinder wissen, dass man im Kiosk gegenüber fast rund um die Uhr Eis am Stiel kaufen kann. Und sie kennen zehn Eisdielen in der näheren Umgebung.
  6. Weil das Kinderzimmer Richtung Straße zeigt, können die Kinder nicht bei offenem Fenster einschlafen. Das wäre zu laut.
  7. Dafür können sie im Sommer auch mal unter freiem Himmel auf dem ruhigen Balkon auf der anderen Seite der Wohnung schlafen. Als Abenteuer.
  8. An Berlins Straßen stehen heute 438.000 Straßenbäume. Wer sonst keine Sorgen hat, macht gerne ein Politikum daraus, ob Kinder gegen die Bäume pinkeln dürfen oder nicht. Wir sammeln derweil Kastanien, Äste und Blätter auf.
  9. In Gärten von Großstadtkindern ist es meist gesellig, denn der Trend geht zu Gemeinschaftsgärten. Wo Grünflächen rar sind, wird Urban Gardening immer beliebter, sei es von interkulturellen Initiativen, Schulen oder Nachbarschaftsvereinen.
  10. Generell ist die Stadtnatur vielfältiger, als man gemeinhin denkt. Holzsammeln im Wald, Käschern im Teich, Schwimmen im See, Spielen auf verwildertem Grün auf (seltenen) unbebauten Brachen erlauben auch Großstadtkindern Erfahrungen mit der Natur.
  11. Auf die meisten Kinder übt U-Bahn-Fahren eine Faszination aus. Bei den Mitfahrenden in der U-Bahn sinkt die Faszination über einsteigende Kinder exponentiell zu dem steigenden Alter der Kinder.
  12. Legoland ist nur ein paar Busstationen entfernt.
  13. Nach draußen gehen bedeutet 5 Stockwerke Treppensteigen. Nach Hause kommen auch.
  14. 5 Stockwerke heißt aber auch, einen Freund im gleichen Haus wohnen zu haben. Nachbarn, die sich freuen, die Kinder zu sehen und helfen, wenn Hilfe nötig ist. Die noch nie über Lärm oder den Buggy im Treppenhaus geschimpft haben. Ok, wir haben hier Glück mit dem Haus, es bereichert.
  15. Mieten in Großstädten sind unsagbar teuer geworden. Für viele Großstadtfamilien ist ein Umzug in eine größere Wohnung auch bei einem Geschwisterkind utopisch und man rückt zusammen. Heißt zum Beispiel, am Esstisch Hausaufgaben machen, weil ein eigener Schreibtisch einfach nicht mehr passt.
  16. Museen und Theater für Kinder, Schwimmbäder, Kinos, Familiencafés, Sportvereine, Zoo, Indoorspielplätze, Bücherei, Halfpipes, Musikschulen – einige der vielen Großstadtangebote für Kinder. Mit einem Ferienpass können Kinder viele davon sehr günstig wahrnehmen.
  17. Mit ihren 4 und 6 Jahren sind meine Kinder in der Stadt noch nicht alleine unterwegs gewesen. Stadtkinder spielen drinnen – oder fast immer unter Aufsicht.
  18. Auf Spielplätzen treffen sie jedoch fast immer einen ihrer Freunde oder lernen neue kennen.
  19. Die Großstadtkinder haben Freunde aus verschiedenen Ländern, mit verschiedenen Muttersprachen, mit unterschiedlicher Hautfarbe. Ich hoffe sehr, dass dieses multikulturelle Leben in der Großstadt sie weltoffen bleiben lässt.
  20. Im Jahr 2015 waren 985 Berliner und Berlinerinnen 100 Jahre oder älter. Eine Stadt zum groß werden.

Svenja findet Ihr auf ihrem Blog Hauptstadtpflanze.de und auf Facebook auf ihrer Page Hauptstadtpflanze zu finden und bei Twitter.

 


Als Kind träumte ich vom Landleben – heute wünsche ich mir etwas mehr Großstadtkind zu sein. Der ideale Weg liegt wohl in der Mitte. Ich hab oft großes Großstadtweh, aber dann schaue ich hinaus auf das Feld hinter dem Spielplatz, um die Ecke in den Garten und weiß – für mein Kind ist es hier schön und wenn die Sehnsucht zu groß wird, dann fahren wir einfach in eine Stadt. Eine Großstadt.

Wo wachsen Eure Kinder auf? Eher ländlich oder in einer Großstadt ?

In diesem Sinne – Landluft oder Großstadtcharm ich mag beides und beides kann so toll sein.

 

 20 Tatsachen über LOGO

Die Begeisterung für die 20 Tatsachen reißen nicht ab. Wie sehr wir uns darüber freuen, könnt Ihr Euch kaum vorstellen. An so vielen Stellen erweitert sich unser Horizont oder bestätigen sich eigene Gedanken. Dank dieser Serie. Danke das Ihr sie liebt – danke das Ihr mitmacht. Mein Herzensprojekt!

Mach mit:  Wenn auch Ihr Lust habt bei der Serie #20Tatsachenüber dabei zu sein, dann schreibt mit gerne eine Email an 20Tatsachen[ät]feiersun.de.

 

Weitere Tatsachen findet Ihr auf dem Blog wie die 20 Tatsachen über die Entwicklung von Kindern oder über Attachment Parentingund in 14 Tagen geht es bei der lieben Dani weiter und in vier Wochen vielleicht mit Dir, bei mir. Bis dahin klickt Euch gerne durch alle spannenden Beiträge der 20 Tatsachen-Reihe.

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Kategorie 20 Tatsachen

Hier schreibt JesS (33), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

13 Kommentare

  1. Sehr nette Auflistung, zumal ich ja aus Berlin komme 😉

    Das mit dem Schlafen bei geschlossenen Fenstern…das kommt drauf an, wo man in Berlin wohnt 😉 Wir haben in einem grünen Stadtteil gewohnt und konnte dies auch auflassen.

    Ach, übrigens, die Straßenbahn übte einen viel besseren Reiz auf das Kind
    aus als die U-Bahn 🙂

    LG Ivi

  2. Auf die zweitgrößte Stadt des Landes fast 1:1 übertragbar. Wobei es bei einer Großstadt immer auf den Stadtteil ankommt, ich hab in HH zwischen 11 und 19 sehr grün, naturverbunden aber dennoch städtisch gewohnt, seitdem nur noch mitten in der Stadt, wo auch das Kind groß wird. Dennoch gibt es hier beides, Bus- und U-Bahn fahren ist Alltag, spielen in den Innenhöfen auch aber wo auch immer es geht holen wir uns die Natur, grün findet man hier überall und die nächste Stadtgrenze ist nie weit weg.

  3. Total spannend, weil wir hier ja so ganz anders wohnen. Ich konnte mir das mit den ganzen Bäumen z.B gar nicht so recht vorstellen.

    Mit den Verkehrsregeln, dass glaube ich sofort. Hier gibt es ja gar keine Radwege (also ausser die die auf dem Fußweg sind) und die Kinder werden in Hamburg immer regelmäßig halb umgefahren, weil sie diese roten Streifen auf dem Boden eben gar nicht kennen.

  4. Hach, ich mag die Reihe. Schade, dass ich schon einmal mitgemacht habe^^ Ich finde das Thema total spannend, denn ich bin da so unschlüssig. Auf der einen Seite finde ich die Natur total toll, besonders für jüngere Kids. Wenn ich dann allerdings wieder ein Wochenende auf dem Land bei meinen Eltern verbracht habe, bin ich wieder froh in der Stadt zu sein. Wie Katarina schon schrieb – ein Mittelweg ist sicher toll! LG Sarah

  5. Wir sind die totalen Landeier – wenn ich das lese muss ich auch ganz ehrlich gestehen, dass ich ganz froh über diese Tatsache bin. Für mich wäre das einfach nichts, auch wenn an jeder Ecke ne Eisdiele ist 😉

  6. Ich versteh deine Großstadtssehnsucht sehr gut.
    In Köln selbst, war es mir irgendwann zu viel.
    Hier auf dem Land ist es mir irgendwie zu wenig.

    Verrückt oder? Dennoch bleibt die Sehnsucht bestehen, auch wenn man weiß – es ist eigentlich gut so wie es ist.

    Liebste Grüße,Alina

  7. Pingback: The Versatile Blogger Award: 7 Fakten über mich - Hauptstadtpflanze

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