Wutkinder – 10 Gründe für einen Wuttag

In den letzen Tagen erzähle ich Euch von der Wut und das die Motte wütend sein darf. Da Wut bei allen Kindern einfach ein elementares Gefühl ist, mit des sie lernen müssen um zu gehen, ist sie in gewissen Abschnitten der Entwicklung immer wieder präsent.

Aber heute schauen wir mal nach den zehn Wut-Auslösern – Situationen in denen die Motte ganz schnell wüten kann und in denen die Wutzwerge ganz schön überhand nehmen können. 

10 Dinge für einen Wuttag

1. Falsche Weckzeit oder gar die Art des Weckens
Gehe ich singend in ihr Zimmer kann schon das Hochlassen der Rollos einen Tag schlecht starten lassen. Streichele ich sie wach kann es sein das sie mich anmault das sie noch müde ist. Kommt nicht all zu oft vor, aber manchmal ist sie eben auch einfach nur ein Kind.

2. Die Kleiderwahl
Das leichteste Sommerkleidchen im tiefstem Schnee, der Badeanzug zum Kindergarten oder das Kleid von der Hochzeit um im Matsch zu spielen – es gibt Kleidung und es gibt Situationen. Beides ist sich selten einig.

3. Gleiche Socken
Wer kann es auch wagen der Motte – sofern das Wetter Socken verlangt – der Motte gleiche oder gleichfarbige oder gleichartige Socken andrehen. Ihr müsst wissen, seit dem letzen Herbst trägt die Motte nur noch  verschieden Socken zur gleichen Zeit an den Füßen. Und wehe sie sind sich zu ähnlich.

3a. Schuhe anziehen
Die Motte kann das, sie kann das richtig gut. Aber an Wuttagen, da schleichen sich immer aber auch wirklich immer die falschn Schuhe an die falschen Füße. Über den eignen Frust verfällt das Wutkind dann ganz schnell in die „ich kann das alles nicht alleine, ich bin doch noch so klein“ Starre. Aber wer will es dem Kind verübeln, wenn sich immer einfach diese falschen Schuhe gegen die armen Wutkinder verschwören.

4. Falsches Bot, falscher Belag oder überhaupt Brot
„Mama ich will Marmelade auf dem Brot“ – Mama schmiert Erdbeermarmelade drauf „Mama das wollte ich nicht, ich will Himbeermarmelade….“ „Ich muss Mortadella haben..“ … so wath Ihr kennt das Spiel…

5. Der Weg zum Kindergarten bzw. wie wir ihn bestreiten
Im strömenden Regen mit dem Rad oder wenn Mama voll beladen ist oder gar noch einen Anschluss Termin hat. Je hektischer es am Morgen ist, desto größer ist die Chance auf die Wutkinder.

6. Abholung – zu früh, zu spät mit dem Auto oder dem Rad
Man kann unendlich viele Fehler in der Art des Abholens machen und ich sage Euch, die Chance den richtigen zu erwischen kann an Wuttagen ganz schön schwierig sein.

7. Perfektionismus vs. kindliches Basteln
Super Beispiel: Wir bemalen Porzellan für den Papa zum Vatertag. Ich soll auch was anmalen. Mach ich, nehme den Stift und mache gefühle tausend Punkte auf eine kleine Schale. Die Motte will das auch, ich sage gerne. Und schon fliegt die Schale durch das Zimmer. Grund: Mama kann bessere Punkte malen wie das Kind… wissta bescheid ne….

8. Hunger
Hunger macht viele Menschen wütend, warum dann nicht auch Wutkinder??!

9. Mama arbeitet
Wir sind selbstständig, selbst und ständig. Leider passt die Arbeit trotz erweiterter Betreuung, auch nicht immer ganz in die Betreuungszeit. Das ist einfach leider manchmal so. Auch wenn ich viel am Abend mache – und auch da gibt es einen Wutkind-Auslöser –

10. Wer bringt das Kind ins Bett
Eigentlich wechseln der Mann und ich uns ab mit dem Zubett-Bringen der Motte. Aber egal in welcher Reihenfolge wir das auch immer anstellen – es ist an Wuttagen immer der falsche mit der falschen Art und sowieso. Wobei der Papa grundsätzlich bessere Karten bei dem Part hat – er lässt sich so herzlich becircen und mit ihm kann man viel besser Zeit schinden.

 

Dieser Wuttag ist natürlich vollkommen übertrieben. Nicht immer treffen alle Punkte an einem Tag aufeinander, nur drei äh vier oder fünf, ok manchmal sind es sechs oder sieb – ach was, es gibt sie, diese Wuttage und dann reichen diese 10 Gründe manchmal gar nicht aus für waschechtes Wutkinder.

 

wutkinderDieser Artikel lag schon länger in meinen Entwürfen und passt herrlich zur Blogparade #Wutkinder von 2KindChaos.

 

In diesem Sinne ~ wütend sein ist für uns alle eine extreme Situation – vor allem aber eben auch für die Kleinen Wutkinder.

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Kategorie Familie, Gedanken

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

4 Kommentare

  1. Oh, das kommt mir so bekannt vor, besonders Punkt 1 und Punkt 1 bringt meist noch ein paar der anderen Punkte mit. Eigentlich kann ich schon die Uhr danach stellen, hatten wir eine schlechte Nacht, weil die Große schlecht geträumt hat, so wird meist der Start am Morgen auch ziemlich hässlich.
    Aber mir fällt das manchmal sehr schwer, das zu ertragen, denn auch ich habe Termine am Morgen, auch ich habe einen Arbeitsbeginn und manchmal auch Stress.
    Ich habe übrigens 2 Kinder, ein Mädchen, einen Jungen, bei meinem Jungen habe ich das noch nicht erlebt.
    Ich kann bestätigen, dass es bei morgendlicher Hektik besonders schlimm mit dem Wutanfall meiner Großen ist. Ich versuche manchmal, Tage zu haben, an denen ich entstressen kann und die Kinder zu Hause bleiben und ich versuche, nebenbei zu arbeiten, meist eher schlecht als recht. Da sie zu zweit sind, beschäftigen sie sich aber eine zeitlang miteinander. Zum Glück und dann gibt es auch mal einen Ausnahme-Film.
    Eigentlich hatte ich mir nach meinem Urlaub vorgenommen, morgens mit meinem Mann aufzustehen und dann schon ein paar Stunden gearbeitet zu haben, bevor die Kinder aufstehen müssen. Aber seitdem gab es immer Probleme in der Nacht und ich musste jede Nacht aufstehen. die Motivation, 5:30 Uhr aufzustehen, hält sich nach solchen Nächten in Grenzen… aber irgendwie schaffen wir das schon.

    • Im Grunde sind diese Wutzwerge doch alle ähnlich. Und die Phasen die unsere Kinder durchleben auch und die Wut ist hier wahrlich unüberbietbar. Ich saß gestern eineinhalbstunden im Mottenbett und wurde von ihr gehauen, gekniffen und wütend angebrüllt – ich saß da und habe ihr beigestanden denn wenn ich gehen wollte wurde sie panisch….. am Ende hab ich geweint weil es weh tut wenn einem das wichtigste im Leben weh tut, aber da müssen wir alle durch. Leider. Hier ist Wut ein großes Thema… leider….

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