Wenn der Zettel zu voll ist….

Wenn der Zettel zu voll ist....

Manchmal will man viel, manchmal mehr und manchmal stößt man dabei an seine Grenzen…

In den letzten Tagen wurde ich immer mal wieder gefragt, wie ich das Ganze um uns herum alles nur unter einen Hut bekommen und ob mein Tag mehr wie 24 Stunden hätte und ich lächelte dabei immer. Familie,
Selbstständigkeit, Buchhaltung, Pflegschaft, Jugendamt, Blog, Haushalt, Leben. Die Frage ist manchmal nicht unberechtigt….

Gestern kam dann mal wieder eine dieser kleinen Änderungen, bei denen ich immer kurz panisch werde. Doch hab ich für diese Panik momentan einfach keine Zeit und das Lächeln vergeht mir auch gerade. Doch wie immer im Leben komme ich kurz aus dem Takt und dann geht es weiter – weil es ja muss und weil wir es ja auch wollen und weil das Leben nun mal hier und da auch einen kleinen Kratzer hat.

Es gibt Zeiten, da klappt das einfach und dann gibt es Zeiten, da stehe auch ich im Chaos und weiß nicht wie es weiter gehen soll. Diese Woche ist so eine Woche in der alles und jeder mich ärgern möchte und wir haben erst Mitte der Woche – oh wei….  schon jetzt ist mein Zettel voll – zu voll- viel zu voll…

Tücken des Lebens

Neben den vielen Terminen die wir eh so auf dem Zettel habe, haben wir gestern dann auch noch die kleine Hiobsbotschaft erfahre, dass der große Junge seinen Kreuzbandriss von vor einigen Monaten leider noch nicht ganz ausgestanden hat. Das blöde Ding (dieses Kreuzband) hat er wieder durch bekommen und nun stehen sogar zwei langwierigere Operationen an – beim Sichten der MRT-Bilder sah ich schon wieder die Wartezeiten und Autofahren vor meinem innerem Auge. Und das so kurz vor seinem Ausbildungsbeginn.

Apropos Ausbildung, wir haben dann ganz spontan nochmal einen Termin in seiner Favorit-Ausbildungsfirma bekommen. Mit großem Tamtam, also Betriebsarzt, Betriebsrat und Ausbildern – ich bin gespannt wo da der Haken saß, nach der ärztlichen Untersuchung, das es doch recht lange gedauert hat und so viel Tamtam gemacht wird. Bedeutet aber auch wieder viel Zeit. Fahrzeit, Anmelde Zeit – da dort nicht jeder rein kann, die Motte organisieren (ein Hoch auf Oma und Opa) und Zeit in der ich nicht arbeiten kann. Aber was tut man nicht alles für seine Kinder. Und dann von dort aus gleich zu einem Spieldate welches ich der Motte so ungern absagen würde….

Gesten sprach ich noch mit dem Mann und sagte, momentan bräuchte ich eine Angestellte, die meinen Job macht – aber das ist ja eigentlich mein Job. Ich mag meinen Job auch, er gibt mir die Freiheit die Vereinbarkeit einigermaßen unter einen Hut zu bekommen, aber wir schon erwähnt, im HomeOffice ist dann eben auch keiner, wenn ich mal ausfalle und das fange ich dann des Nachts auf. Oder auf Kosten der Motte weil ich am Nachmittag oder am Wochenende noch hier sitzen muss – wo wir doch eigentlich spielen wollen…..
Wenn ich heute nochmal über die Vereinbarkeit im HomeOffice schreiben würde, meine Worte würden wohl anders ausfallen, denn jetzt gerade ist die Funktionalität schwer. Wir haben firmenmäßig Hochsaison, der Mann arbeitet sich schwindelig, die Kunden schreien nach ihm und ja so ist es eben in seiner Branche, da ist der Sommer eben besonders arbeitsreich, das merke ich dann auch im Büro.

 

Momentan stelle ich mir selber die Frage, wie ich das alles schaffen soll, aber eine Antwort finde ich nicht, ich kann nur handeln. Machen. Es bleibt auch nix anderes übrig und vielleicht nochmal nach Zeitfenstern schauen, denn nach der OP des Großen wird es wieder heiß hergehen, das ist dann nicht nur eine volle Woche. Dann müssen wir als Familie an einem Strang ziehen – so wie wir es im Alltag auch schon immer machen. Der Mann, der große Junge, die Motte und ich und als Joker noch die Großeltern.

Kurzzeitig überlegten wir schon die Motte ein oder zweimal die Woche länger in den Kindergarten zu bringen, aber das würde ein Gruppenwechsel bedeuten und das kommt auf keinen Fall in Frage, dann arbeite ich lieber wieder nachts.

Die Lösung?!?!?!

Machen, es bleibt nichts andere übrig. Rechnungen müssen geschrieben werden, die Kinder wollen essen, das Haus nicht verdrecken und auch wenn ich nur noch wenig schlafe, auf lange Zeit gesehen ist das keine Lösung und doch bleibt nur – MACHEN. Wege finden Lösungen optimieren und alles wiederholend prüfen und manchmal sogar auch neues ausprobieren….

 

Ich mach das alles nicht allein – ich hab einen starken Schutzwall in meiner Familie hinter mir, nur mit der Kurzzeit-Panik, damit stehe ich allein da. Genau wie mit dieser bescheuerten Perfektion und dem Ehrgeiz das alles schaffen zu müssen – großes Thema an dem ich arbeiten muss.

 

Kennt Ihr auch solche Tage, Momente, Situationen??

 

 

In diesem Sinne  ~ das hier ist Jammern auf hohem Niveau, aber auch wenn es nicht meine Art ist, heute muss mal gejammert werden.

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5 Kommentare

  1. Das kenne ich zu gut. Und wir MACHEN einfach, wie Katarina auch sagt. Wir machen für alles andere, aber leider oft nicht für uns. Wir sind die, die auf der Strecke bleiben. Das meine ich nicht wehleidig oder mitleidig. So ist es einfach. Ich weiß es und ich ändere es nicht. Denn das ist der einzige Weg. Aber manchmal, da mache ich einfach mal nichts…wenn das Kind versorgt ist. Dann bin ich einfach mal dran..morgen vielleicht, ne? LG Bella

    • Nun ja für manches haben wir keine Wahl. Wenn ich meinen Job nicht mache können der Mann und ich irgendwann keine Brötchen mehr kaufen oder Tickets nach Berlin +lach*
      Mir fällt es schwer einfach mal nix zu tun weil einfach immer was ist und ich momentan kaum hinter komme – allein gerade meine Frühstücks-mach-Momente hab ich, aber selbst das Essen passiert dann wieder am Schreibtisch…
      Aber es kommen auch wieder andere Zeiten- zum Glück!!!
      Ich drück Dich!!!

  2. Pingback: #meibestElternblogbeitragdeMo V | Die Kellerbande mit Herz und Seele

  3. Pingback: Lesestunde #6 | papaquatsch…t

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