Warum ich nicht immer ein gutes Vorbild bin

Warum ich nicht immer ein gutes Vorbild bin Gastartikel von Sarah von mamaskind.de Titel

Heute hab ich die wundervolle Sarah vom Blog mamaskind.de bei mir zu Gast und sie legt einfach mal die Karten auf den Tisch und erzählt, dass sie eben nicht immer ein gutes Vorbild ist.

Sarah bloggt seit 2010 auf mamaskind.de über ihre Erlebnisse mit ihrem Sohn, der im selben Jahr zur Welt kam. Ihrer Begeisterung für SEO geht sie nicht mehr nur im Blog nach, sondern auch beruflich als SEO-Managerin in Berlin. Seit Juni 2014 ist ihr zweiter Sohn – Baby 2.0 – auf der Welt und Ihr kennt Sarah schon aus diesem Blog, denn sie war die erste Teilnehmern der 20 Tatsachen und erzählte und 20 spannende Dinge über SEO.


 

Ich bin, was die Ernährung angeht, eine sehr strenge Mama und überlege drei Mal, ob mein Sohn nun etwas Süßes essen darf, wenn er danach fragt. Meistens tendiere ich sofort zu: “Nein, du darfst niemals etwas Süßes essen! Denk an deine Zähne! Du willst dir doch keinen Bauch anfuttern!” Letzteres sage ich natürlich nicht zu meinem Kind. Ihm will ein kein negatives Körpergefühl vermitteln. Eigentlich. Denn auch an der Stelle versage ich regelmäßig.

Wir versuchen, weitgehend gesund zu kochen, sehr fettarm, wählen statt Hackfleisch eher Tatar, brutzeln in einer Heißluftfriteuse mit wenig bzw. ohne Öl oder machen einfach eine einfache Gemüsesuppe ohne Fleischanlage und Fett. Gekocht wird generell nur am Wochenende, unter der Woche gibt’s Brot, wie wir das auch von zu Hause kennen. Low Fat ist bei uns präsent, wird aber nicht komplett am Familientisch durchgezogen. Ich z. B. liebe Käse und Avocado, das würde mein Mann nicht essen. Kinder brauchen natürlich auch ein bisschen Fett, nur nicht unbedingt in Schokoladenform.

Mein Mann nutzte diese Ernährungsweise zum Abnehmen. Er hatte damit sogar Erfolg und verlor 25 kg. Es gibt wirklich leckere Sachen, die man essen kann, ohne zu hungern oder Punkte zu zählen! Mein großer Sohn bekommt natürlich mit, dass mein Mann bestimmte Dinge nicht bzw. selten isst und fragt nach. Nun ist er an dem Punkt, an dem er sagt: “Mama, das macht dick, oder?” Er sagt das neutral, ohne schlechtes Gefühl. Doch ich frage mich, ist es gut, dass ich oft nein zu Süßigkeiten sage? Sollte er so aktiv mitbekommen, dass Abnehmen etwas Gutes ist bzw. dass man sich nach bestimmter Weise ernähren muss, damit man nicht wieder zunimmt?

Warum ich nicht immer ein gutes Vorbild bin Gastartikel von Sarah von mamaskind.de

Bildrechte: Sarah von mamaskind.de

Aktuell denke ich, dass er alles aktiv miterleben sollte. Vielleicht endet er so nicht mit Übergewicht? Gesunde Ernährung sollten wir ihm beibringen. Das Schlimme ist: ich bin es, die heimlich abends Chips, Schokolade und Kuchen isst. Also alles, was ich meinem Sohn eher ausrede, wenn er von der Kita kommt (in der er gerade erst Mittag gegessen hat), esse ich, wenn er es nicht sieht. Das muss ich dann zugeben, wenn er sich nach dem Verbleib von Keks & Co. erkundigt. Das kann auch keine Lösung sein. Ich bin ein schlechtes Vorbild, was heimliches Essen und Ernährung angeht.

Also, was tun? Gemeinsam Schokolade essen? Nur wie oft? Ein Dilemma! 😉

 

 


 

Das Thema Ernährung finde ich immer ganz spannend, leider kann man mit wenigen Menschen neutral und offen darüber sprechen, dabei ist es doch jeder Familie selber überlassen.  Low Fat, vegetarisch, vegan, Trendkost oder wie auch immer – die Hauptsache ist es doch, dass die Menschen selber damit zurecht kommen, die sich so ernähren.

 

Ernährt Ihr Euch nach einem besonderem Konzept? Wenn ja, erzählt mir davon – aber auch wie strickt und konsequent Ihr danach lebt.

 

In diesem Sinne ~ ausgewogen muss es bei uns sein – darin ist alles enthalten. Die Maße sind entscheidend – manchmal.

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1 Kommentare

  1. Hallo,

    oh ja, das ist wirklich ein weites Feld ;o)
    Spannend fände ich dazu ja mal wirklich praktikable Tipps einer Ernährungsexpertin.

    Ich persönlich versuche darauf zu achten, dass Essen bei uns nicht bewertet wird. Denn ein Schokoriegel macht nicht dick, 2 Tafeln Schokolade jeden Tag schon irgendwann (wobei es da auch wieder auf den Stoffwechsel ankommt – ich sach ja weites Feld ;o)).
    Als ich Kind war gab es auch immer strikte Süßigkeitenzeiten bzw. Süßes als Belohnung am Abend alà „Das haben wir uns verdient.“ Das führte über kurz oder lang dazu, dass ich heimlich gegessen habe bzw. mein Taschengeld in Süßes investiert habe (Belohnungsgrund gab es aus meiner Sicht immer ;o)). Zur Kompensation gab’s dann Diät und Sport inkl. frustrierender Jojo-Effekte. Ich habe es nunmal so vorgelebt bekommen: Sport ist ein notwendiges Übel zum Abnehmen (macht aber nicht wirklich Spaß), schnell und effektiv sind dafür Diäten. Dass das nicht gut ist, ist mir irgendwann klar geworden. Ich esse mittlerweile mit viel Genuss, aber das „Süße als Belohnung“ steckt auch in mir noch tief drin, sodass auch jeden Abend eine solche Belohnung her muss ;o)

    Allerdings versuche ich darauf zu achten, dass ich bei meinen Kids das Essen nicht bewerte. Bei uns gibt es nichts, was „gesund“ ist oder was, was „dick macht“. Wenn der Süßigkeitenhunger aufkommt, wird er gestillt. Wenn ich merke, dass da viel Hunger ist, wird Obst/Brot/Joghurt angeboten, was dann meist auch gut angenommen wird. Essen (sowie auch Sport/Bewegung) soll bei uns als Genuss daherkommen und nicht als etwas, dass man tun oder lassen muss, um nicht dick zu werden…

    Alles Liebe ♥
    Nadine

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