Unsichtbar krank – Sarah und die Psychosomatose

01 Unsichtbar Krank Titel

Ihr und ich, gemeinsam schaffen wir Sichtbarkeit, machen unsichtbares sichtbar und gehen gemeinsam jeden Tag Schritte in die Öffentlichkeit. Eure Geschichten machen #unsichtbarkrank aus. Mit Euch erzählen wir die Geschichten hinter den Krankheiten. Dafür habe ich heute Sarah zu Gast und sie erzählt mir und Euch von ihrem Leben mit Psychosomatose.

Sarah bloggt in ihrer Freizeit und ist ein kreative Kopf, der gerne zu Hause ist. Sie liest, schreibt und näht. Das Haus verlässt sie am Liebsten mit ihrem Hund Laser spazieren, trifft sich mit Freunden oder arbeitet. Außerdem liebt sie ihren Mann und Mode.

Unsichtbar Krank – das Leben mit einer unsichtbaren Krankheit
Sarah und die Psychosomatose

Psychosomatose #unsichtbarKrank - Sarah und Psychosomatie PsychosomatoseWer bist Du beschreibe Dich in ein paar Sätzen.

Ich heiße Sarah, bin 29 Jahre jung, verheiratet, lebe in einer Kleinstadt mit Hund und Mann und liebe es zu lesen, nähen und an erster Stelle: zu schreiben, vor allem an meinem Blog.

 

1. Welche unsichtbare Krankheit trägst du mit dir herum?

Psychosomatose / Psychosomatie

2. Was hast du für Auswirkungen und sind diese bei jedem erkrankten Patienten gleich oder ähnlich??

Wenn ich Probleme habe oder Stress, wirkt sich dies negativ auf meinen Körper aus. Z.B. Magenprobleme, Tinitus, Herz etc.

Diese Schmerzen oder Belästigungen wirken sich wiederum auf die Psyche aus bis hin zu depressiven Stimmungsschwankungen, je nach Härte.

Die Muster sind bei anderen Patienten ähnlich, aber doch unterschiedlich stark.

3. Wie hast Du herausgefunden das Du an Psychosomatose leidest? War diese psychosomatische Krankheit auf den ersten Blick gleich ersichtlich oder musstest Du lange forschen bis klar war, welche unsichtbare Krankheit Dich nun auf Deinem Lebensweg begleiten wird?

Hat lange gedauert, wurde durch verschiedene Ärzte untersucht und bescheinigt. Es begann mit einer Magenschleimhautentzündung. Medikamente schlagen selten bis gar nicht an. Erst wenn es eine „Lösung“ gibt, gehen die körperlichen Beschwerden weg. Oft kennt man aber die Auslöser nicht.

4. Wie wirkt sich diese Krankheit in Deinem Alltag (und Dein Familienleben) aus. Orientierst Du Dich an der Krankheit oder orientierte Dein Alltag sich um sie herum – wie integrierst du beides?

Anfangs hat mich dies in meinem Beruf stark beeinflusst, mittlerweile kenne ich Tricks und Tipps, ganz gut damit zu leben. Meine Familie (Mann und Hund) und meine Ruhezonen sind mir hierbei besonders wichtig. An schlimmen Tagen ziehe ich mich eher vom Freizeitspaß und Freunden zurück (mit Ankündigung), als vom Job, da ich dort präsent und voll da sein muss.

5. Wie reagiert Umfeld auf diese Krankheit?

Viele wissen tatsächlich nicht von meiner Krankheit, erst nach und nach haben meine Freunde und Teile der Familie das erfahren. Teilweise erst durch meinen Blogbeitrag (http://fashion-library.jimdo.com/2016/01/26/machen-uns-gedanken-wirklich-krank/). Mein Mann unterstützt mich da sehr und meine beste Freundin auch. Die anderen sind nachsichtig mit mir. Zudem ist es bisher nicht von Nöten gewesen, das an die große Glocke zu hängen. Schon gar nicht beruflich, da ich nicht in meiner Arbeit abgewertet werden möchte.

6. Wie kann Dein Umfeld – wie können Außenstehende Dir helfen?

Mir die Ruhe und den Rückzug geben, wenn ich ihn benötige.

7. Ich selber habe gute und schlechte Phasen – woran erkennen Außenstehende ob Du gerade einen „Schub“ heißt eine schlechtere Phase hast ohne Dich fragen zu müssen? Geht das?

Ich melde mich manchmal weniger oder sag es direkt. Zuhause werde ich manchmal leidig oder leicht gereizt.

8. Wie wird Dir geholfen? Hast Du gute Ärzte? Nimmst Du Medikamente und wie stehst Du alternativen Heilmethoden gegenüber?

Nur alternative Heilmethoden und Hausmittelchen, wie die gute alte Wärmflasche oder Tee. Ansonsten Ruhe.

9. Wenn ich Dir einen Tag schenken könnte, an dem Du nicht eine einzige Einschränkung und keinerlei Beschwerden hättest, was würdest Du machen?

Puh da bin ich überfragt, ich lebe schon damit, nicht mehr alles machen zu können. Ich glaube ich würde ne Banane essen, ohne direkt Bauchweh zu bekommen 😀

10. Wie ist Dein Weg mit der Krankheit trotzdem ein erfülltes und glückliches Leben zu führen?? Hast Du dazu eine besondere Einstellung oder einen besonderen Umgang mit Dir???

Es hinnehmen und akzeptieren. Das war auch der erste Schritt. „Nein“ sagen ist sehr wichtig und das Leben trotzdem genießen, sich mal was gönnen und ein Sozialleben führen und die drei wichtigen Säulen (Beruf, Gesundheit, Familie) im Lot halten.

 


Danke liebe Sarah für Deine ehrlichen Worte zu Deiner unsichtbaren Krankheit Psychosomatose. Ich hoffe sie machen anderen erkrankten Menschen Mut. Mich haben sie sehr berührt.

Noch immer bin ich ganz überwältigt von der positiven Resonanz und auch der Offenheit. Euer Vertrauen ist unendlich wertvoll und ich fühle mich geehrt, dass Ihr es mir entgegen bringt.

Sarah findet Blog, auf Facebook und auf Instagra schaut mal bei Ihr vorbei.

Mein Raum – Eure Stimme – zusammen machen wir sichtbar was sonst keiner sieht.

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Wenn auch Du mir nun Deine Geschichte erzählen möchtest; schreib mir gerne eine Email, denn nur mit Euch zusammen funktioniert es sie sichtbar zu machen unsichtbarkrank @ feiersun.de 

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In diesem Sinne ~ wenn sich unsichtbares so sehr versteckt, dann braucht es Kraft dieses sichtbar zu machen. Dann braucht es Mut, diese Geschichte zu erzählen.


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♥ Unsichtbar krank – Osteopenie – meine eigene Geschichte
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Unsichtbar krank – Chris und der Krebs
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  Janina und die schizoaffektive Störung
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♥ Unsichtbar krank – Heike und die Epilepsie

 

Ich danke Euch für Euer Vertrauen!!
Diese Serie ist mir so wichtig, doch allein kann ich sie nicht füllen.

Unsichtbares sichtbar machen – dafür steht #unsichtbarkrank

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Kategorie Unsichtbar Krank

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

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