Mein Kind wird groß…

feierSun.de erzählte heute "Mein Kind wird groß". Zwischen Wehmut, Freude und Aufregung.

Kinder wachsen, unweigerlich und unentwegt. Sie fragen dabei nicht, wie wir uns fühlen und das ein oder andere Mal überkommt uns dann die Wehmut. So war es bei mir bis jetzt immer. Nun aber fühlt es sich so gut an, denn mein Kind wird groß und vielleicht ist das einfach auch gut so.

Auch wenn ich immer dachte, ich werde in Wehmut zergehen, so wie ich am ersten Geburtstag heimlich weinte und mich an die Babyzeit klammerte, ist es dieses mal anders. Es ist gut das mein Mädchen groß wird, denn es fühlt sich richtig an. Es wird Zeit das genau das passiert.

Mein Kind wird groß und das ist gut so. Denn mein Mädchen ist schon lange kein Baby mehr, auch das Kleinkind ist vorbei und auch wenn hier und da noch ein Hauch Kindergartenkind in ihr steckt, sie wird groß und das fühlt sich so richtig an. Denn die Zeit ist gekommen und nicht nur sie ist bereit dazu, auch ich empfinde so.

Es wird Zeit. Wir gaben ihr Wurzeln, dass sie immer weiß wo ihre Basis ist und Flügel mit denen sie nun ihre ersten Flugversuche startet. Dabei hält sie das Seil, welches uns verbindet fest in der Hand während wir es langsam lockern.

Es fing schleichend an. Ich kann den Zeitpunkt nicht genau bestimmen, aber in den letzten Wochen ist so vieles um uns herum geschehen. So schnell, dass wir manches nicht mal direkt begreifen konnten, da es einfach passierte. Dieses Loslassen. Dieses Wachsen.

feierSun.de berichte ich darüber, dass mein Kind wird groß wird. Doch ist das gut so? Zwischen Wehmut und Freude.

Die ganze Zukunft liegt vor ihr und ich freue mich mit ihr!

Die ersten Ausflüge allein zum Spielplatz, in den Garten der Freundin. Das erste Mal alleine zum Spielen verabreden und (natürlich nur in der Nähe) allein zum Spielfreund / zur Spielfreundin gehen. Allein. Ohne Mama. Wie stolz sie das alles in den letzen Wochen machte. Nun läuft sie allein mit ihrer Klassenkameradin in die Schule und manchmal auch zurück. Ohne Mama – ohne Papa und das ist der gute Lauf der Dinge.

Wenn sich das Loslassen gut anfühlt, dann ist es Zeit.

Ende des letzten Jahres musste ich den Großen Jungen loslassen. Ein Kind, welches erst drei Jahren zuvor zu uns kam und nun wieder ging. Das tat weh und irgendwie fühlte ich mich „um die Zeit betrogen“. Hatten wir doch eh schon nur drei Jahre. Es tat so weh das ich weinte, und schrie und ihn festzuhalten versuchte. Alles Fehler. Er ging, ich weinte. Heute kommt er aber wieder. Weil er weiß wie wichtig er für uns ist und wie wichtig wir ihm sind. Aber dieses Mal fühlt sich das Loslassen anders an. Gut. Ja es ist Zeit.

Es fühlt sich gut an

Es ist nichts plötzlich und alles geht seinen Weg. Alles fühlt sich so gut an. Natürlich warte ich voller Ungeduld nach der Schule bis sie zu Hause ist und renne wie ein aufgescheuchtes Huhn durchs Haus. Natürlich schaue ich ihr noch nach, wenn sei mit ihrem riesengroßen Schulrucksack die Straße hinauf läuft. Und sicherlich sehe ich ihn ihr noch das kleine Baby, welches ich erst unterm Herz und dann in den Armen trug. Und keine Sorge, manchmal ist sie es auch noch. Gerade jetzt kommt sie um so mehr zu uns und hält sich an uns fest, bevor sie wieder loszieht und fliegt und lebt und wächst. Aber es fühlt sich gut an. Wie lassen gemeinsam los.

Auf feierSun.de erzähle ich heute darüber, wie mein Kind wird groß wird. Ist das vielleicht gut so? Zwischen Wehmut, Freude und Aufregung.

Die Zeit ist gekommen und ich fühle mich keiner Sekunde beraubt und genieße den Moment. Ich genieße die neuen Entwicklungen und Gespräche. Erzählt zu bekommen, wenn ich nicht dabei bin und sogar meine Neugierde auf das, was ohne mich passiert. Ich genieße zu sehen, was wir geschaffen haben. Wir zusammen. Alle.

Mein Kind wird groß und das fühlt sich wunderbar an. Denn das ist der Lauf der Dinge und niemand schubst uns oder hält uns zurück. Niemand sagt „schneller“ oder „warte“ , niemand von außen, niemand von innen. Wir lassen uns tragen vom Geschehen und ja, dass fühlt sich gut an.Denn Mein Kind wird groß und das fühlt sich gut an.

Natürlich verspüre ich noch diese Wehmut, aber sie ist nicht mehr so dominant. Sie ist da und wird von der Freude des Wachsens, des Fliegens und des Erlebens überstrahlt.

Mein Kind wird groß und das ist verdammt gut so!

Das wollte ich der Welt einfach mal sagen, denn zwischen Wehmut und Verzweiflung gibt es auch dieses gute Gefühl. Das Gefühl über die Freude und der Stolz. Das Gefühl irgendwas richtig gemacht haben zu müssen und das Gefühl das Loslassen etwas Gutes sein kann. Etwas gutes ist.

Auf feierSun.de berichte erzähle ich davon das mein Kind wird groß. Zwischen Wehmut, Freude und Aufregung finde ich das gut so!

Lauf Deinen Weg mein Kind, aber tritt nicht in meine Fußstapfen, sondern hinterlass Deine eigenen.

Nun habe ich ein Schulkind, dass Kleinkind ist schon lange nicht mehr zu sehen und ja ich mag das Gefühl. Und vielleicht entdecke ich mich ja auch nochmal neu, am Ende der Kleinkindphase? Vielleicht, wenn wir im Schulalltag angekommen sind und das Leben als Schulkindfamilie hier richtig greifbar ist, vielleicht gibt es dann auch wieder mehr Raum für andere Dinge? Wir werden sehen, was das Leben dann für uns bereithalten wird. In diesem Moment fühlt sich die Tatsache, dass mein Kind groß wird einfach gut an.

Wie gehst Du damit um, dass diese Wesen, die wir mal in unsren Bäuchen trugen einfach immer größer werden? Überwiegt die Wehmut oder die Freude?

In diesem Sinne – ja, mein Kind wird groß und ich bin so verdammt stolz darauf!

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Kategorie Gedanken

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

3 Kommentare

  1. Ich finde den Gedanken immer noch gruselig, dass ich ihn irgendwann alleine losziehen lassen soll, aber ich merke auch, wie es uns immer leichter fällt uns auch mal voneinander zu lösen. Wir sind gemeinsam gewachsen, stärker und mutiger geworden.

    Im Geheimen bleiben sie ja dennoch irgendwie immer unsere Babies, oder?

    • Ich konnte mir das gedanklich auch kaum vorstellen. Aber soll ich Dir was sagen, Kopf aus und Herz an. Hier ist das einfach passiert. Nur wenn ich dann heimlich am Fenster stand, dann kamen diese Gedanken kurz. Die hatten aber wenig Chance aus zu reifen, denn der Stolz hat alles überschattet. Der meine und der der Motte.

      Und klar, wenn sie in der Nacht schlafend ihre Hände um meinen Hals legt, sich an mich schmiegt und dabei leicht im Schlaf lächelt, dann ist sie mein Baby. Dann denke ich auch noch „oh mein Baby“….

  2. Ich bin da ganz bei Dir! Natürlich fällt es jeder Mami schwer sein Baby ziehen zu lassen. Trotzdem überwiegt der Stolz. Stolz darauf, dass sie nun immer mehr allein kann und macht. Dass sie selbstständiger wird von Tag zu Tag. Sie wird groß. Und das ist gut so. Denn schließlich ist es doch genau das, was wir unseren Kindern mitgeben wollen: Selbstvertrauen und Selbstständigkeit sich in unserer Welt zurecht zu finden. Zurückkommen können sie immer. Das wissen sie auch. Denn dafür sind wir ja da. Um sie aufzufangen, zu beraten, zu helfen und auch mal zu trösten. Und auch um loszulassen, damit sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Und ist das nicht ein tolles Gefühl: zu wissen, dass wir sie zu diesen wundervollen Menschen gemacht haben?? Liebste Grüße, Anna

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