Ich will Dich nicht verändern

Hochzeitstag unser Kuss am Strand - nach drei Jahren Ehe denke ich an unsere Hochzeit und die kommenden Hochzeitatage

Ich will Dich nicht verändern und deswegen schreibe ich Dir heute einen Liebesbrief. Dir, meinem Mann. Dem Mann, neben dem ich täglich aufwachen darf. Den ich beim Schlafen beobachten und mit dem ich lieben und streiten darf. Meinem Mann. Dem wichtigstem Mann in meinem Leben.

„Ich will Dich nicht verändern“ – genau das ging mir heute durch den Kopf, als mein Mann sich für ein Verhalten von ihm entschuldigte.

Wir sind seit bald elfeinhalb Jahren ein Paar und haben gerade in den letzen fünf Jahren einiges erlebt. Schönes, weniger schönes, turbulentes und manchmal auch lautes. Wir haben beide echt Ecken und Kanten. Manchmal entdeckten wir Dinge, von denen wir nicht ahnten, das sie da sind. Noch heute. Aber soll ich etwas sagen:Ich will Dich nicht verändern – Du bist mein Mann.

Ich will Dich nicht verändern – denn Du bist genau so richtig wie Du bist!

Du bist genau das, was ich nie hatte. Als ich Dich kennen lernte und meinen Freundinnen von Dir erzählte, lachten sie. „Jess, was ist denn mit Dir los? Der passt ja so gar nicht zu Dir“ war die Kernaussage der Gespräche. Heute denke ich lachend daran, denn sie hatten Recht. Stand ich sowohl optisch wie auch charakterlich auf einen ganz anderen Typ Mann. Einen, der mir aus heutiger Sicht aber nicht gut tat. Groß, breit gebaut, sehr markant, eher dominant und herrisch – man würde wohl so was wie den „Bad-Boy-Typen“ sagen. Du, mein Herzensmann warst und bist so vieles nicht und doch bist Du perfekt. Ich will Dich nicht verändern.

Ich war 20 als wir uns kennen lernten. Wir wohnten so weit auseinander. Warst für meinen damaligen Geschmack eher klein, so gar nicht Bad-Boy like und wohntest viel zu weit weg. 400 km trennten uns, das war für mein damaliges Vorstellungsvermögen viel zu weit.

Ich war so jung, wollte meinen Partner immer nah bei mir haben. Täglich zusammen aufwachen und so. War ich doch eben noch ein Stückweit ein halbes Kind.

Mit Dir war alles anders und ich wollte Dich nicht verändern.

Natürlich tat die Entfernung weh – immer wieder. Aber wir hatten etwas, worauf wir hinarbeiten konnten. Schon früh haben wir die Idee gesponnen, nach meiner Ausbildung in den Norden zu ziehen. Irgendwie wurde aus der Träumerei im Laufe der nächsten 4 Jahre automatisch ein Plan. Unser Plan. Es passierte einfach.

Und doch lernten wir uns so richtig erst dann kennen. Wir hatten durch die Entfernung eben eine sehr lange Rosa-Rote-Brille-Zeit.

Du bist so anders wie ich. Ich bin das Herz und Du bist der Verstand in dieser Ehe. In dieser Familie. Manchmal treibt mich das in den Wahnsinn. Manchmal machte mich das ganz laut. Aber heute weiß ich: ich will Dich nicht verändern, denn das ist genau so gut, wie es ist. Das Gleichgewicht ist bei uns hervorragend verteilt.

Es hat viele Jahre gedauert sich so ganz kennen zu lernen und noch heute entdecke ich manchmal Dinge an Dir. Genau wie an mir. Wir verändern uns automatisch. Zum Glück! Wir werden älter, wachsen mehr und mehr zusammen. Die Umstände verändern sich. Aus dem Paar mit Fernbeziehung und sehr viel Zeit für sich selber, entstand eine Familie. Wir bauten gemeinsam etwas auf und damit meine ich nicht allein unser Haus. Wir stellten uns der Herausforderung Pflegekind und führen gemeinsam eine Firma. Wir sind Familie. Zusammen gewachsen und auch wenn ich Dich niemals verändern wollte – haben wir uns gemeinsam verändert. Weil wir uns lieben. Weil wir uns entwickeln. Weil wir nicht perfekt sind.

Manchmal, wenn ich so ganz nah an meinen eigenen Grenzen bin, dann treibst Du mich in den Wahnsinn, noch immer. Manchmal möchte ich Dich zum Auslüften zum Mond schicken (inklusive Kinder), aber ich würde Dich niemals mehr hergeben wollen. Meinen Mann, meinen wundervollen Mann. Du bist meinen Hafen, meine Sicherheit. Meine Base und mein Herz. Denn allein bin ich nur ich – zusammen sind wir ein Team. Eine Familie. Dafür empfinde ich unendliche Dankbarkeit. Auch noch und gerade nach 11 intensiven Jahren.

Ich will Dich nicht verändern, aber Du hast mich verändert. Du hast mich auf der Reise begleitet, die Frau zu werden, die ich heute bin und Du wirst auch auch noch sehen, wer ich morgen sein werde.

♥ Nehmt Eure Partner heute einfach mal in den Arm und erlebt, wie sehr ihr sie liebt! ♥

In diesem Sinne – manchmal kommen die Worte einfach aus meinem Herz in meine Finger. Manchmal führen sie einfach dieses Eigenleben. Gut so!

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Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

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