Glauben an das Christkind

Vom Zauber des Weihnachtsabends und wie ein kleines Mädchen diesen fast verloren hätte

Tanja von Tafjora vor einigen Wochen zur Aktion Bloggst Weihnachten auf. Sie suchte weihnachtswillige die einen Beitrag zu ihrem Kalender beitragen und ich freue mich, dass ich dabei sein kann.

Glauben an das Christkind

Ihren Beitrag mit dem Interview zu unserem Weihnachten findet Ihr >>hier<< und in meinem Adventstürchen erzähle ich Euch eine kleine Geschichte.

 „Wie ich fast den Glauben an das Christkind verloren hatte“

Ich kann mich an eine ganz besondere Situation sehr erinnern. Also es gab bei uns ja den Weihnachtsmann nicht – bzw. es gab ihn, aber er kam nicht bei uns, denn meine Mutter musste die Straßenseite Jahrelang wechseln wenn ein Mann in roter Robe dort stand. Aber die beiden teilten sich in meiner Vorstellung den Job an diesem besonderen Tag.

Eines Jahres – ich weiß gar nicht mehr wie alt ich genau war, fand ich einen Teil der Geschenke und meckerte meine Mutter empört an, dass es das Christkind gar nicht gäbe. Der Zauber schien verflogen, egal wie viel Mühe sich meine Mutter machte und wie sehr sie bettelte das ich es meinen jüngeren Brüdern nicht sage, denn es gäbe es man müsse nur ganz fest dran glauben. Aber ich war bockig, ich war davon überzeugt und eh schon groß, also wollte ich keinem mehr glauben.

Nachdem wir in der Kirche waren, stellte sich tatsächlich heraus – es gibt es doch –zumindest in meiner kindlichen Wahrnehmung.

Wie hatten viele Jahre lang ein Erkerfenster im Wohnzimmer, welches immer auf bleiben musste, damit das Christkind während wir in der Messe waren herein kommen konnte.

Meine Bockigkeit schleppte ich sogar mit in die Kirche. Als wir nach der Messe auf das Haus zu liefen saß eine Taube auf dem Dach es Wohnhauses in dem Wir eine Wohnung hatten. Meine Mutter war ganz selig und erzählte: „Schau Jessica, da sitzt es doch, er verwandelt sich in eine Taube damit es durch die ganzen Fenster passt.“ Bockig wie ich war wollte ich es nicht glauben.

Meine Mutter war alleinerziehend, daher ging es für uns eigentlich nach der Messe gleich in das Zimmer – die Tür wurde geschlossen damit sie alles vorbereiten konnte. Wie der Zufall es aber wollte, bat sie die Nachbarin darum, die Geschenk unten den Baum zu legen. Zumindest glaube ich mich zu erinnern, da alles fertig war als wir hinein kamen und das war in den Jahren zuvor niemals so. Wir mussten sonst immer im Zimmer warten und konnten die Ungeduld fast nie aushalten. Doch als wir rein kamen hatte sich die Taube sogar bis in das Zimmer herein verirrt und als sie vom Baum dann ganz raus flog (sie muss sich einfach mal umgesehen haben) und alle Geschenke dort waren und alle Lichterketten, hechtete meine Mutter wie verrückt zum CD-Player und stellte die Musik an– da war er wieder da, dieser Zauber von Weihnachten.

Glauben an das Christkind

Noch lange war ich davon überzeugt das genau das das Christkind war und das es sich nur gezeigt hatte, weil ich fast in der Gefahr war, den Glauben an es zu verlieren.


Die Gedanken an diese Geschichte lassen mein Herz erwärmen und auch wenn ich viel mit anderen Müttern philosophiert habe, ob ich meinem Kind von der Weihnachtsgeschichte dem Weihnachtsmann und meinen Kindheitserinnerungen erzähle, schließlich wollen wir ja alle zur Wahrheit erziehen, habe ich beschlossen meinem Herzen zu folgen und genau diese Tradition weiter zu geben.

Glauben an das Christkind

Ich hoffe ich kann die Findung der Wahrheit so lange hinauszögern wie es geht und wenn ich mir eine Taube leihen muss, aber dieser Zauber, dieses Leuchten in den Augen wenn unerklärlicher Weise solche kleinen Wunder geschehen, genau das ist es, was ich meinen Kindern weitergeben möchte. Schade, dass der Große nun wirklich schon sehr groß ist, aber er macht richtig mit wenn wir mit der Motte über diese Dinge reden. Auch wenn ich ihr die christliche Weihnachtsgeschichte erzähle hören beide Männer, die beide nichts mit der Kirche am Hut haben gebannt zu.

 

In diesem Sinne ~ein hoch auf die kindliche Phantasie, die Traditionen und den Zauber der Weihnacht!!

 

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Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

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