Gastartikel // Gestatten: Horror-Mum!

Horror-Mum oder Super-Mom, ich denke wir sind alles Mütter und psssst, aber ich hörte davon, Mütter sind auch nur Menschen ;)

Was bist Du eigentlich für eine Mutter? Die Vorzeigemutter, die immer alles sauber, schick und liebevoll hin bekommt? Die nichts aus der Ruhe bringen kann und die sich gar nicht vorstellen kann, dass das Leben auch mal anders als friedlich sein kann? Oder bist Du eher Kategorie Horror-Mum?

Ich fühle mich dazwischen irgendwie wohl, zwischen #Momasrock und der schlechten Mutter in mir und habe heute eine Gastautorin, die von sich sagt, wie wäre eine Horror-Mum – was auch immer das ist.

Manchmal schaue ich in den Spiegel und frage mich, ob ich eigentlich die Mutter sein wollte, die ich geworden bin.

Die Antwort ist: Nein!

Ich war immer der festen Überzeugung, dass es eine sehr gute Idee ist, früh Mutter zu werden. Ich dachte, wenn man relativ jung ein Kind bekommt, dann ist die eigene Kindheit noch nicht so lange her und man kann sich super gut in sein Kind hineinversetzen. Das Nervenkostüm ist noch glatt und frisch gebügelt. So meine Theorie.

In Wahrheit musste ich sehr schnell erkennen, dass mein ach so frisches Nervenkostüm auch mit 26 schon ganz schön zerfleddert war. Anscheinend war mir ein Mottenbefall entgangen oder so. Auf jeden Fall war ich alles andere als entspannt.

Ich will damit nicht sagen, dass ich meine Mutterschaft bereue oder in Frage stelle, ganz im Gegenteil. Aber ich bin manchmal einfach und ganz ehrlich total enttäuscht von mir.

Wenn ich damals eine Mutter gesehen habe, die auf offener Straße ihre Kinder angebrüllt hat, habe ich nur gedacht: „Guck sie dir an, die doofe Kuh! Warum hat DIE denn ein Kind bekommen? Die ist ja voll überfordert!“

Heute weiß ich, sie war nicht überfordert. Sie war einfach nur wie ich.

Ich habe im Laufe unserer Elternschaft viele Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin. Habe zu viele Male gebrüllt, oft in völlig falschen Situationen geschimpft, bescheuerte Erziehungsmaßnahmen durchzusetzen versucht, meinen Kindern manchmal nicht zugehört weil ich müde war, genervt, krank oder alles zusammen…

Horror-Mum oder Super-Mom, ich denke wir sind alles Mütter und psssst, aber ich hörte davon, Mütter sind auch nur Menschen ;)

Nennen wir das Kind beim Namen: ich bin eine Horror-Mum!

Das Erstaunliche daran ist: meine Kinder verzeihen mir all das! Immer! Sie haben mich einfach immer lieb! Auch dann noch, wenn ich mal wieder in einem Anflug übertriebenen Aktionismus wie eine Furie durchs Haus fege, weil irgendjemand zum xten Mal ein Saftglas verschüttet hat.

Dass meine Jungs all das ertragen können ohne auch nur einen Hauch Zweifel an mir zu hegen, macht mich unendlich glücklich und traurig zugleich.

Sie haben manchmal eine bessere Mama verdient als mich. Eine Mama, die nicht mit den Augen rollt wenn sie ihr zum drölfzigsten Mal die fünf Inseln der Alola-Region bei Pokémon aufzählen. Eine Mama, die gut gelaunt ist wenn sie nachts geweckt wird und die nicht schimpft, wenn sie ihre neuen Jacken irgendwo vergessen haben.

Ich werde es wohl nie schaffen, eine perfekte Mutter zu sein. Aber ich werde nicht damit aufhören mir Mühe zu geben. Jeden Tag aufs Neue! Versprochen! .

 Horror-Mum oder Super-Mom, ich denke wir sind alles Mütter und psssst, aber ich hörte davon, Mütter sind auch nur Menschen ;)Barbara ist keine Horror-Mum! Das sage ich ihr. Sie ist verheiratet, Mutter zweier halbwüchsiger Klonkrieger und Autorin des Blogs „Aus dem Kopf„. Aus ihrem Kopf kommen mal lustige, mal nachdenkliche Geschichten aus dem Mamiversum. Als einziges Mädchen zwischen ihren „Super-Helden“ kommt sie als „normalsterbliche“ Mama ab und an ins Straucheln wenn sie  das Leben zwischen Familie und Job irgendwie sinnvoll zu organisieren versucht.

Die liebe Barbara findest Du auch auf  Facebook, Twitter und Instagram  


Ich glaube ja nicht, dass Barbara eine Horror-Mum ist. Ich glaube, sie ist genau so eine Super-Heldin, wie sie ihre Männer sieht. Denn wer es mir echten Superhelden aushält, der kann nur eine Superhelden-Mum sein! Wir sind alle auf der Suche zu uns selbst, manchmal Power-Frau, manchmal Heulsuse und manchmal haben wir alle diese Tage. Aber wir sind Mütter – wir sind Menschen und wir sind toll!

Wie siehst Du Dich? Als Horror-Mum oder Super-Mom?

In diesem Sinne – Horror oder Super – ich denke die richtige Mischung liegt genau dazwischen und Mums vergesst mir mal eines nicht, wir sind alles Menschen!

Wenn auch Du einen Platz in meinem Gästezimmer haben möchtest, dann schreib mich gerne an!

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Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

4 Kommentare

  1. Liebe Jessi, liebe Barbara ein ganz toller Artikel. Der beste Satz:

    „Heute weiß ich, sie war nicht überfordert. Sie war einfach nur wie ich.“

    Ich denke Mutter sein besteht aus Höhen und Tiefen, wir dürfen uns mal als Horror-Mom fühlen und dann wieder als Superhelden-Mom. Das ist vollkommen in Ordnung.

    Liebe Grüße
    Ella

  2. Achja, als Horror-Mum fühle ich mich auch manchmal und manchmal sogar etwas mehr wie mir lieb ist. 😉
    Auch ich habe jetzt verständniss für „Mecker-Mamas“ auf der Straße. Früher dachte ich auch: das werde ich nicht machen. 😂
    Ich weiß aber das meine Tochter mich trotzdem liebt und wenn man Komplimente für die liebe und brave Tochter bekommt, dann ist das schön.

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