Früher war alles anders… #Familienalbum

Heute gewähre ich Euch einen kleiner Blick in das #Familienalbum meiner Kindheit.

Ob früher alles besser oder schlechter gewesen sein soll, dass kann ich kaum beantworte –

ich glaube aber es war irgendwie freier.
Unsere Eltern wurden nicht überschwemmt von zig verschiedenen Erziehungsmethoden. Von Modellen und Theorien. Unsere Eltern waren intuitiver, eben weil nicht überschwemmt von all diesen vielen Informationen die heute zugleich Segen als auch Fluch sind.

#Familienalbum Baby

Nein ich zeige hier nicht die Motte – auch wenn die Ähnlichkeit fatal ist… nur das die Motte schlanker ist 🙂

Ich kann mich an Bücher bei meiner Mutter erinnern, Bücher die uns – als mein jüngster Bruder auf dem Weg war auf die Welt zu kommen – erklärten, wie ein Baby entsteht. Wie es sich entwickelt und so. Aber ich kann mich an keinen einzigen Erziehungsratgeber erinnern und auch an keinen dieser Mommy-Wars.

Wir spielten viel draußen und ich hatte viel Verantwortung für meine Brüder. Wir waren irgendwie ständig an der Luft und erlebten die Natur und uns selbst und die Konflikte die in unseren Alltag entstanden. Wir regelten sie, nicht unsere Eltern (wenn es im Rahmen blieb).

#Familienalbum Girly

Ich war ein Mädchen durch und durch. Ich liebte schon früh schminken-spielen, ich malte, ich bastelte, sang, tanzte. Hatte früh Interesse an Wörtern und so kam ich schon lesen und schreiben könnend in die Schule. Das Nachbarmädchen spiele so gerne Schule mit mir und keiner hatte auf dem Schirm, dass spielerisches Lernen total lehrreich sein kann. Warum auch, wir beschäftigten uns ja selber und wer ging schon nachschauen, wenn das klappte??!!

Aber ich kletterte auch auf Bäume – war oft mutiger als meine jüngeren Brüder. Gab es einen Baum zu erklimmen, erklomm ich ihn – wie ich runter kam, war dann die andre Sache. Ich war die „Große“ und passte nicht nur auf die Jungs auf, ich verteidigte sie – mir allen mitteln wenn es sein musste!! Das Tiger-Gen hatte ich wohl schon sehr früh… #Familienalbum Mädchen

#Familienalbum Familie

Familie – zumindest eine Handvoll

Ich war die Große – die älteste von drei Kindern im Haushalt meiner Mutter. Und als Tochter einer Alleinerziehenden Mutter hatte ich ganz schön viel Verantwortung manchmal. So viel würden wir unseren Kindern heute nicht mehr auftragen – aber damals wusste man es wohl auch nicht besser. Man lebte im Jetzt und durchdachte nicht alles auf seine späteren Folgen.

Als Mutter von drei Kindern ohne Mann konnte meine Mutter es sich kaum nicht erlauben mit #Familienalbum Reiterferienuns in den Urlaub zu fahren. Aber sie versuchte uns zumindest alle paar Jahre in eine Ferienfreizeit der Caritas oder anderen Organisationen zu schicken – und was lag näher, als mich zu Pferden zu stecken? Nichts, denn diese liebte ich schon damals sehr. Und einmal, da hat sie uns alle drei zeitgleich in eine Kur gesteckt – man muss das zu Hause langweilig gewesen sein.

#Familienalbum MutterTochter

Ich kann mich noch an vieles erinnern, so auch das mein Bruder auf einer Feier bei meinen Großeltern mal unbedingt den Selbstgebrannten probieren wollte. Wie die Männer. Mein Opa ließ ihn – heute undenkbar, aber nach diesem Schluck wollte er für viele viele Jahre nichts mehr trinken, was Erwachsene im Glas hatten.

Ich denke da liegt auch ein großer Unterschied – wir machten unsere Erfahrungen und wurden nicht ständig beschützt. Versteht das nicht falsch, ich versuche die Kinder und gerade die Motte auch vor vielem zu beschützen – ich bin da genau wie alle anderen – aber früher war das nicht so. Das eine Kerze heiß war lernten viele Kinder durch das Gefühl, wenn sie diese anfassten.#Familienalbum GirlyPosen

Ein Jahr bevor ich zur Welt kam hatte meine Mutter eine sehr schwere und stille Geburt. Mein Vater wollte damals noch warten, das die seelischen Wunden heilten, doch meine Mutter wünschte sich so sehr. Mit demselben Vater habe ich noch einen Bruder (meinen Mittleren) und drei Halbgeschwister die er mit seiner neuen Ehefrau bekam. Zu Hause lebte dann noch mein jüngster Bruder – er kam auf die Welt als ich fünf war. Er war damals meine lebendige Puppe – Mädchen eben. Mein leiblicher Vater zeuge in all den Jahren nur Jungs, bis auf meine Schwester und mich (die jüngste und die älteste – Anfang und Ende) – wir lachten immer und sagten „Papa bekommt nur alle zehn Jahre eine gedoppelte X-Chromosom-Kombination hin (es sind nur 9,5 Jahre, aber 10 hörte sich lustiger an). Ich wünschte ich hätte mehr Kontakt zu meiner Schwester – und auch meinen Vater gehabt. Diese Chance hat das Leben uns leider verwehrt, denn mein Vater lebt nicht mehr und meine Schwester beobachte ich lächelnd über Facebook. Sie ist mir so wahnsinnig ähnlich… sooo wahnsinnig…..

#Familienalbum Schmollen

Pferde waren toll, es sei denn die haben meine Wurst geklaut, dann war ich ganz schön bockig und das konnte ich ganz besonders gut!! Die Motte und der Spiegel den sie mir vorhält beweisen es so gut wie dieses Bild.


Dann gab es lange keine Bilder mehr – zumindest keine, die in meinem Besitz sind und oder für die Öffentlichkeit bestimmt. Ab dreizehn (mit einer kleinen Unterbrechung) wurde ich Schlag auf Schlag erwachsener. Eine räumliche Trennung war unausweichlich und so lernte ich, was es heißt auf eigenen Beinen zu stehen. Eigene Erfahrungen zu machen und das Leben von allen Seiten kennen zu lernen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte – erwachsen werden geht halt nicht bei jedem gleich und bin ich meinen Weg gegangen um zu werden was  und wer ich heute bin.

 

Was nun besser oder schlechter gewesen sein soll damals, dass kann ich gar nicht sagen. Vielleicht war es besser, dass Mütter unbefangener waren. Aber schlechter das die Informationspolitik so schwierig war. Wer nicht die Mittel dazu hatte – gerade die finanziellen – um sich neue Medien zu besorgen – der blieb auf seinem Stand und hinkte hinterher.

Heute werden wir von Informationen überschwemmt – klingt im ersten Moment gar nicht so gut oder schlecht. Aber ich denke darin lag damals auch die Entspannung. Das nächste Umfeld wusste wohl einfach nicht, wie viele andere Wege es noch gibt und daher hat man sich und seine Methoden auch nicht so in Frage gestellt…. dafür haben wir heute viel mehr Erkenntnisse und Wissen….

 

Wie war das für Euch?? War früher alles besser oder ist es das erst heute?????? Wie habt Ihr ausgesehen???

 

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade #Familienalbum bei Frau Mutter

In diesem Sinne ~ alles hat seine Sonnen- und seine Schattenseiten, da macht das Leben keine Ausnahme….

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Kategorie Familie, Gedanken

Hier schreibt JesS (32), die Mutter einer etwas anderen Familie. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und Kinderkleidung nehmen wir Euch mit auf unser Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

10 Kommentare

  1. Ein toller Blick ins Familienalbum! Die Ähnlichkeit mit der Motte ist wirklich der Wahnsinn!
    Ich hab die Fotos von mir schon abfotografiert, hatte nur noch keine Zeit zum Verbloggen. Kommt aber noch 🙂

    • Oh ich bin wirklich gespannt. Und ja, ein paar Kilo weniger und das hätte die Motte sein können.
      Starke Gene – wobei ich auch ganz deutlich den Papa in ihr sehe.
      Frag mich auf Deinen Einblick!!

    • Ja – verleugnen kann ich sie nicht. Aber wenn man sich Kinderbilder vom Herzensmann anschaut, dann sieht man den Papa auch deutlich in ihr… Als sie noch kleiner war und ihre dunklen Haare hatte fand ich die Ähnlichkeit prägnanter….

  2. Ein super schöner Beitrag
    Und ja ich gebe dir voll recht.
    Ich fande früher kind sein war viel schöner
    ( gut unsere Kinder kennen es leider nicht anders)
    Ich fand man war viel freier man durfte noch kind sein.
    Und auch die grausamen Gewaltaten waren längst nicht so viel.
    Früher konnte man einfach raus.
    Und auch wir waren viel draußen.

    • Nicht schöner – anders. Vielleicht freier und die Schwerpunkte waren anders gesetzt. Aber schöner oder schlechter würde ich nicht so gerne in Relation setzen… es war anders. Freier, unbefangener – ja definitiv. Aber auch hier kommt es wieder auf die Umstände und den Wandel der Zeit an.
      Und das es früher weniger Gewalt gab glaube ich nicht mal. Ich denke es ist nur nun viel bekannter weil jeder alles publizieren kann…

  3. Ganz früher (ich bin doppelt so alt wie du) war es weder schöner, noch freier. Als Kinder liefen wir so nebenher. Wir wurden nicht direkt in die Notaufnahme gebracht, wegen eines Lochs im Knie und wurden allgemein nicht so wichtig genommen. Ich bin in Köln gross geworden. Wir konnten noch auf relativ gefahrlos auf der Strasse spielen. Unsere Eltern hatten erziehungstechnik keinerlei Druck aus ihrem Umfeld zu erwarten.
    Ich verstehe bis heute nicht, wozu man Erziehungshandbücher braucht. Wenn man sein Kind liebt und auf sein Bauchgefühl, das bei uns Frauen ja eh sehr ausgeprägt ist, hört, ist doch alles o.k. Laßt Euch nicht unter Druck setzen.

  4. Ich stöbere auch ab und zu in den alten Familienalben, weil es so schön nostalgisch ist. Man hat immer was zu schmunzeln, wenn man einige Frisuren, Klamotten etc aus der Zeit sieht und wird sich immer wieder bewusst, wie schnell die Technik vorangeschritten ist. Ob es die Telefone oder die Autos sind, es hat sich in so kurzer Zeit unglaublich viel verändert und wer weiß, ob Familienalben nicht sogar in naher Zukunft komplett auf das iPad etc verlegt werden. Ob es in meiner Kindheit unbedingt besser war, möchte ich auch nicht beurteilen, denn man hat ja als Kind auch irgendwie abgeschirmt von den schlechten Nachrichten gelebt, wenn es nicht gerade um die großen Kriege wie im Kosovo ging, die auch in der Schule mal thematisiert wurden. Man war wirklich unbeschwerter, weil man viele negative Dinge eben nicht mitbekommen hat.

  5. Das hast du wunderbar beschrieben mein Kind,ich denke schon das es gewisse Bücher über Erziehung gab,aber gelesen hab ich die nicht,nicht weil ich faul war ne ne,ich bin ein Herz und Bauch Mensch und Denke das ich euch viel gutes und auch weniger gutes mit auf dem Weg gegeben habe und wenn ich mir heute so anschaue was aus dir und deinen Brüdern geworden ist,bin ich recht Stolz auf euch.es wichtigste ist das es euch gut geht ihr Gesund seit und zufrieden mit dem was ihr seit und noch werden wollt.Ich Liebe euch und kann euch auch nur noch meinen Rat mein Ohr und meine Liebe mit auf euren weiteren weg mit geben.Mein Wunsch für euch ist das ihr Glücklich Gesund und vorallen Herzlich bleibt und ab und wann an mich Denkt.In liebe Ma

  6. Pingback: Die Blogparade #Familienalbum und ein großes Danke von mir! Frau Mutter Blog

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