Drei Sprachen sind nur der Anfang

Drei Sprachen Gast Mihaela

Wir wollen unseren Kindern die besten Startmöglichkeiten bieten die wir für wichtig erachten. Schnell kommt man bei diesem Gedanken an die bilinguale Erziehung wird dabei immer wichtiger und das Erlernen von Sprache funktioniert nachweislich in jungen Jahren am Besten. Aber die liebe Mihaela  von Beauty-Mami erzieht ihre Kinder nicht nur in zwei, sondern gleich in drei Sprachen. Wie das im Alltag funktioniert interessierte mich brennend und da ich denke, dass auch Euch das interessiert, habe ich sie gebeten mich mit einem Gastartikel zu bereichern. Einem ganz tollen wie ich finde.


Hallo ihr Lieben, ich bin Mihaela, eine sehr stolze zweifache Mama und glückliche Ehefrau, die ihre Erfahrungen und Empfehlungen auf dem Blog www.beauty-mami.de mit euch teilt. Ich freue mich sehr, dass die liebe Jessi mir die Möglichkeit gegeben hat, einen Gastartikel für ihren wundervollen Blog zu schreiben. Ich habe ein Thema ausgewählt, über das ich sehr gerne schreibe und für viele von euch bestimmt sehr interessant sein könnte.

Wieso wir unsere Kinder mehrsprachig erziehen?

Mein Mann und ich haben unterschiedliche Nationalitäten und haben uns deswegen entschieden, diesen Vorteil zu nutzten und unseren Nachwuchs mehrsprachig zu erziehen. Mein Sohn (2 Jahre alt) lässt sich zwar mit dem Reden noch Zeit, aber seine Schwester (6 Jahre) ist ein tolles Vorbild für ihn. Sie spricht mit Leichtigkeit schon drei Sprachen (Deutsch, Italienisch und Bulgarisch). Sie kann automatisch die Sprachen wechseln, ohne dabei durcheinander zu kommen und schafft es sogar, problemlos zu übersetzen. Und diese drei Sprachen sind nur der Anfang! Sie wird vermutlich noch zwei weitere in der Schule erlernen!

 

Gibt es ein Erfolgsrezept? Nicht unbedingt. Alles hängt von den Eltern und natürlich von den Kindern ab. Man sollte die Kinder fördern und nicht überfordern! Sobald man merkt, dass das Kind Schwierigkeiten oder sogar Probleme mit einer Fremdsprache hat, sollte man es nicht weiter damit belasten. Am Anfang, als meine Tochter geboren wurde, hat uns unsere Kinderärztin davon abgeraten, unsere Kinder dreisprachig zu erziehen. Sie hatte ihre Bedenken, dass das nicht funktionieren wird. Und jetzt, sechs Jahren später, bin ich mehr als froh, dass wir unserem Bauchgefühl und nicht ihrem Rat gefolgt sind. Es funktioniert und zwar sehr gut!

Was wir dabei beachten?

Für unsere Familie ist die mehrsprachige Erziehung keine bestimmte Aufgabe, sondern unser Lebensstil. Nicht nur unsere Kinder, sondern auch mein Mann und ich lernen jeden Tag neue Wörter und Ausdrücke. Es ist für uns mittlerweile egal, auf welche Sprache wir uns unterhalten. Wir verstehen uns und fühlen uns in allen drei Ländern wie zu Hause.

Drei Sprachen Gast Mihaela.

Unsere Erziehungsmethoden

Man muss von Anfang an konsequent bleiben und nicht zu schnell aufgeben. Für mich ist die emotionale Bindung am Wichtigsten. Aus diesem Grund besuchen wir regelmäßig unsere Heimatländer und achten schon darauf, dass unsere Kinder eine enge Bindung zu all ihren Verwandten, Bekannten oder Familienmitgliedern aufbauen können. Es ist leichter eine Sprache zu erlernen, wenn man eine emotionale Bindung zu dem jeweiligen Land, dessen Kultur und Mentalität hat.

 

Denk bitte nicht, dass das Ganze für die Kleinen belastend oder irgendwie anstrengend ist. Auf gar keinen Fall. Sie merken nicht, wenn sie eine Sprache erlernen. Je früher man mit der multilingualen Erziehung anfängt, desto besser!

 

Und zum Schluss kommt mein letzter Tipp, den ich immer wieder gerne erwähne. Wenn möglich, bitte die Sprachen nicht mischen! Wieso ist das so wichtig? Wir wollen doch, dass unsere Kinder ihren Wortschatz erweitern und die Grammatik der jeweiligen Sprache richtig erlernen. Also müssen wir selber ein gutes Vorbild sein und richtig sprechen! Erst wenn die Kinder eine Sprache gut beherrschen, ist es kein Problem, wenn sie sie selber mischen.

 


 

Ich danke Mihaela  von Herzen für diesen interessanten Einblick und auch wenn ich es aus dem Umfeld kenne, es ist immer spannend, wie andere das so machen, aber total schade, dass man dabei auch komisch beäugt wird. Denn auch die Motte und ich sprechen nicht nur Deutsch (nicht in dem Ausmaß, aber ein wenig schieben wir Englisch schon in den Alltag hinein).

Wie haltet Ihr das mit der Mehrsprachigkeit? Findet diese Platz in Eurem Alltag oder erlernen die Kinder in der Schule klassisch die erste Fremdsprache?

In diesem Sinne ~ Sprache ist wundervoll, gesprochen, gehört und auch geschrieben.

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Kategorie Gastartikel
Autor

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2 Kommentare

  1. Ich finde das toll. So oft schütteln Leute die Köpfe, weil Kinder in frühen Jahren schon mehrere Sprachen kennen lernen, dabei ist das so förderlich für die kognitive Entwicklung und gerade am Anfang sind die Kinder noch so aufnahmefähig wie nie wieder im Leben. Das merkt man ja dann an sich selber.
    Unser macht auch Englisch mit im Kindergarten. Es wird spielerisch vermittelt und er bekommt schon mal eine Vorstellung davon.

  2. Toll!

    Bei uns ist der Grund für die Zweiprachigkeit auch die Nationalität und die Verschiedensprachlichkeit der Eltern, wir sprechen mit ihnen unsere jeweiligen Muttersprachen mit strickter Trennung der Sprachen. Die Große (knapp 4) kann schon alle ihre Bücher nach Sprache sortieren und weiß, wer welche lesen kann. Obwohl sie von mir schon mal eine „Übersetzung“ bittet, sie weiß ja was ich den ganzen Tag lang so mache 😉

    Eine tolle Sache ist es auf jeden Fall und schärft in der Tat die sprachliche Auffassungsgabe der Kinder.

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