Sünden{Blog}Parade: Überlebensstrategien verzweifelter Eltern

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Von Geständnissen und Strategien ohne die das Überleben im Mama Alltag schwer würde

Eine Blogparade über die Top Überlebensstrategien verzweifelter Mütter und / oder Väter. Diese Blogparade soll zur Erheiterung beitragen und zeigen: wir sind nicht alleine! Niemand ist perfekt und das ist auch gut so…

 

 

{ Achtung, neben der Wirklichkeit finden Sie in diesem Post auch Sarkasmus! }

Die Herzmutter Blogparade handelt von den Alltagssünden von Eltern – den Überlebensstrategien aller verzweifelten Eltern und hat mich so zum Lachen gebracht – und genau das sollte sich auch tun, dass ich einfach mal mitmachen werden und präsentiere Euch hiermit

 
meine Überlebensstrategien
  1. Ich habe eine zweieinhalbjährige die sich so ungern selber beschäftigt – der große Junge könnte dies sehr gut und so leid es mir auch tut, aber um arbeiten zu können muss er einfach mal ran. Zum Glück macht er es gerne und geht sogar mit ihr und seiner Freundin auf dem Spielplatz.
  2. Dieses Vorzeigekind hat so durchwachsen Phasen das ich uns in ganz schlimmen Zeiten zum Spielen verabrede um mein Kind mal wieder netter zu sehen! Und mich daran zu erinnern das sie anders könnte – wenn sie wollen würde.
  3. Ich liebe mein Kind wirklich über alles, aber diese Trotzphase treibt mich in den Wahnsinn und leider erwische ich mich immer wieder selber beim Trotzen.
  4. Hin und wieder maule ich zurück – gerade an solchen Tagen an denen nix richtig ist und sie alles allein machen will und mich dann anschreit, wenn das nicht klappt.
  5. Oder werde wahlweise betont lieb und nett – auch wenn ich weiß das sie noch keinen Sarkasmus versteht – er bewahrt mich davor einfach nur los zu brüllen.
  6. Manchmal aber nur wirklich manchmal „höre“ ich das Kind in der Nacht nicht so schnell wie der Papa – dann geht er rüber und dabei muss er doch wieder so früh raus, aber wenn ich gerade in einer bestimmten Phase bin und gerade auch wenn ich erst am einschlafen bin, dann bin ich die ganze Nacht wach nur weil ich wieder hochgeschreckt bin.
  7. Hier und da bin ich neidisch auf de Papa – immer wenn er von der Arbeit kommt transformiert sich das Monstechen in eine Prinzessin die lächelt und ihn liebevoll in die Arme rennt…. Monsteralarm für alle – nicht nur für Mama.
  8. Um mir am Morgen ein Gesicht auf zu malen lasse ich sie in der Zeit fernsehen, oder eine DVD. Sie sitzt auch da noch nicht lange still, aber ich bekomme wenigstens etwas straßentaugliches hin…
  9. ….und dabei darf sie meistens im großem Bett frühstücken – ja es ist verwöhnend, aber würde sie unten sitzen dürfte ich das Erdgeschoss nicht verlassen.
  10. Auch wenn es pädagogisch nicht gerade wertvoll scheint – aber das werden diese Strategien wohl alle nicht sein – gibt es gerade momentan immer häufiger Bestechungen hier.
  11. Wenn ich arbeite kann man sich nicht immer sicher sein, ob ich an den Rechnungen sitze oder doch heimlich Blogs lese oder gar selber tippsel oder einfach nur das Internet durchschnüffle
  12. Den Kindergarten ab Sommer kann ich kaum noch erwarten. Endlich wieder zu normaleren Uhrzeiten arbeiten als nur ihre Schlafenszeiten und vielleicht freut sich das Kind dann auch wieder mehr auf die Mama, wenn sie mich nicht ständig um sich hat.
  13. Wenn das Mottchen erst spät zum Mittagsschlaf kommt – lasse ich sie trotzdem Schlafen bis sie von allein wach wird, auch wenn ich weiß das sie dann am Abend noch schlechter in´s Bett kommt…
  14. Wenn mein Mann das liest, dann haut er mir den Hintern *lach*, aber ich lasse den PC meist den ganzen Tag laufen (im Stromsparmodus, aber auch das kostet mehr Strom als wenn er aus ist) damit ich die Phase in der er hochfahren muss einfach umgehen kann. Dies können elementar wichtige Sekunden sein in denen ich was lesen oder tippseln kann – oft steht das Kind schon vor mir, wenn der PC gerade erst hochgefahren ist und ich gar nix gemacht habe.
  15. Mama macht sich täglich schick und manchmal – grade wenn das Fußnägel-Lackieren mal wieder an der Reihe ist, dann darf auch das Mottchen ein Bissel Glitzer auf ihren Mininägelchen haben – sie ist dann ganz stolz und erzählt allen das „ihre liebe Mama“ das erlaubt hat – pädagogische Vollkrise, aber es macht uns beide glücklich!
  16. Testet da Kind mal wieder ihre Grenzen aus und tut Mama dabei weh – dann weine ich theatralisch – sie ist dann sofort besorgt und kümmert sich um mich und hört auf und entschuldigt sich. Hoffentlich ziehe ich mir mit dieser Aktion keine Heulsuse….
  17. Das Smartphone hab ich wohl zeitweise viel zu viel in der Hand. Ich hatte das schon wirtlich sehr eingeschränkt – dann kam das neue seit Sonntag… da muss ich wohl mal wieder an MIR arbeiten!!
  18. Die momentan schlimmste Strategie: Essen. Momentan kompensiere ich allen Stress (und davon hab ich gerade nicht wenig) in Essen. Weingummi, Schokolade und leider gibt es meine Lieblingschips wieder – meine Haut und meine Figur heulen schon irre darüber.
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  19. Während mein Mann systematisch hinter dem Kind herräumt und sobald sie mit etwas anderem spielt das andere schon wieder wegräumt – selbst wenn sie damit später nochmal spielen möchte (dieser Pingel) lass ich sie manchmal Chaos verbreite und räume dann lieber einmal alles auf als ständig hinter ihr her zu sein und habe dafür ein paar Minuten ein spielendes – im Idealfall sogar allein spielendes – Kind. Irgendwann muss sie ja auch mal lernen allein zu spielen.
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  20. Manchmal plane ich zu sehr und verliere aus den Augen, dass das mit Kleinkind nicht immer klappt.
Doch die manchmal schlimmste Sünde die ich begehe ist die, dass ich mich einfach manchmal selber nicht als „gutgenug“ sehe. Dabei verlangt mein Kind zwar viel von mir, doch im Grunde wäre eine entspannte und sie liebende Mutter doch alles, was sie braucht. Das liebende bekomme ich schon hin – am entspanntem und sich selber wertschätzen arbeiten wir nun….

Wie Ihr sehr und wisst – ich bin alles andere als perfekt und wenn ich mir dies nicht nur eingestehen würde, sondern es auch einfach mal akzeptieren könnte, dann wäre vieles einfach einfacher….

In diesem Sinne ~ fu… the System and be unperfect! Das muss ich wohl einfach dringend lernen!

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Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (32), die Mutter einer etwas anderen Familie. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und Kinderkleidung nehmen wir Euch mit auf unser Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

9 Kommentare

  1. Wundervoll!!! Ich musste streckenweise sooo lachen, jetzt habe ich Bauchschmerzen und kompensiere diese ebenfalls mit Süßkrams ;-))) Genial, ich habe viele Mütter in meinem Bekanntenkreis darin wiedererkannt!! 🙂 Vielen Dank für diesen herzlichen und ehrlichen Post ! Sehr schön!

    • Von Herzen gerne liebe Michelle – manchmal muss man auch einfach über sich und seine Fehler lachen und solange ich das Kind nicht irgendwo vergesse (dafür wird sie aber lautstark sorgen sobald ich mich mehr wie drei Meter wegbewege) ist ja alles nur halb so wild 😀

      Lass Dich lieb grüßen
      JesSi

    • Die eigenen Mütter mal wieder – besser oder richtiger wird es dadurch aber auch nicht wenn das eigene Kind zehn Minuten lang auf dem Badezimmerboden liegt und kreischt das es den dritten Lolli haben möchte….

    • Das ist richtig, dass man mit Worten dann nix ausrichten kann – schon gar nicht von der eigenen Mama 🙂 Ich hatte gerade eben dieses „tolle“ Erlebnis von unserer 1jährigen…weil sie nicht ins Bad durfte (warum ist eigentlich immer wieder vom Badezimmer die Rede, spielt sich das Leben dort ab???), hat sie 20 min am Stück davor gesessen und gebrüllt wie am Spieß und sie hat leider gottes solch eine Kreischstimme, dass bestimmt bald „Besuch“ vor der Tür steht, weil die Nachbarn sonstwas denken 😉 😉 …. drüberstehen, vorbeigehen, sitzenlassen, Klingel überhören 😀

  2. Liebe Jessi,
    unbekannterweise lese ich den Blog heute zum 1. Mal und gerade in all diesen Punkten sehe ich mich auch…schreibst Du von mir/uns? Ich finde es bewundernswert, wenn Du (mit Deinen 10 Jahren jünger als ich) schon so reif schreibst und über Vieles hinwegsiehst (Pingel etc.)…Übrigens, zu Punkt 12.) … mach Dir keine Illusionen 😉 Auch wenn das Kind im Kiga ist…findet frau vieeeele andere Punkte, damit sie nicht arbeiten muss 😉

    So, nun werde ich mal schauen, ob es hier eine Funktion gibt, wo man diesen Blog „bestellen“ kann.

    • Liebe Ivi,
      oh das freut mich aber sehr das Dir mein Blog und auch dieser Post gefallen. Ich versuche einfach immer mein Bestes – oft versuche ich sogar viel zu viel, aber ich durfte / musste recht früh reif werden, daher wirke ich manchmal etwas reifer als andere in meinem Alter, habe das innere Kind aber durch meinen Mann – der eigentlich fast zehn Jahre älter ist wie ich, aber sich sein Innereskind niemals hat nehmen lassen – wieder entdeckt und natürlich durch unser Mottchen.

      „bestellen“ kannst Du wenn Du rechte Hand recht weit unten unter allen Funktionen einfach „~ via Email folgen ~“ mit Deiner Email-Adresse fütterst, dann sollte das klappen oder Du folgst und via Google+ (https://plus.google.com/u/0/me?tab=jX).

      Ach und ich hab ein schickes Gewinnspiel laufen – wenn Du Lust hast, schau doch mal ob Du mitmachen möchtest: http://feiersunsworld.blogspot.de/2014/06/Geschenke-Bloggeburtstag.html

      Liebste Grüße
      die JesSi

    • Super! Danke für die schnelle Antwort. Per Email habe ich jetzt mal „bestellt“ 🙂 Und die FB-Seite habe ich dann jetzt durch das Gewinnspiel auch entdeckt und „gefällt mir“ gedrückt 😉

      Mach einfach weiter so, ich glaube, von Deinen Worten/Erzählungen her zu urteilen, bist Du auf dem sicheren Weg 🙂 (und ich habe 3 Gören, äh Kinder 😉 )

      Übrigens bin ich auf Dich nur gestoßen, weil ich selbst schon seit 1/4 am Überlegen bin, ob ich einen Blog eröffne…mittlerweile habe ich dann sogar mal einen Namen, hahaha, aber die liebe Zeit…

      Also, auf bald!

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