Murphys Gesetz – wenn das Chaos regiert

Murphys Gesetz oder auch Murphys Law - Was schief gehen kann wird schief gehen - Kaffe auf der Tastatur Klassiker im Office

Kennt Ihr Murphys Gesetz? Ne? Dann freut Euch, da meine Leser aber zum größten Teil Eltern sind, kennt Ihr das ganz bestimmt. „Anything that can go wrong will go wrong.“

Eigentlich bin ich ganz gut im Organisieren. Eigentlich, wenn da nicht immer dieser Murphy mit seinem Gesetz wäre….

Es sind Dinge, die einfach schief gehen und Momente, in denen einfach das Chaos regiert….

Baut einen Pool auf und schon wird der Sommer gehen / pausieren.
Kauft Euch einen Herbstmantel und erlebt einen Tag später ein Sommercomeback mit 30°C.
Sitzt im Garten und startet das Macbook und es wird anfangen zu regnen.
Hängt draußen Wäsche auf und es wird regnen oder der Güllewagen rollt aufs Feld.
Kaum sitzt Ihr, wollen die Kinder oder wer auch immer andres etwas von Euch.

Dann ist Murphys Gesetz am Werk.

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“

Seit dem ich ein Kind habe, komme ich nicht mehr immer pünktlich. Das ist sehr untypisch für mich, wäre ich doch lieber 2 Stunden eher als nur 5 Minuten zu spät. Das hat mich lange richtig gestresst. Heute versuche ich diesen Stress weniger zu zu lassen – er bringt mich ja auch nicht eher ans Ziel. Aber wenn dann Murphy’s Law zuschlägt, dann geht meist alles schief.

Murphys Gesetz schlägt zu: Mama kommt nicht weg

Erinnert Ihr Euch noch, dass ich vor kurzem auf dem Barcamp in Kiel war? Das sah alles sehr entspannt aus. War es auch – aber bis zum entspannten Teil regierte das Chaos.

Der falsche Fuß beim Aufstehen der Motte, spontaner Patenbesuch statt entspanntes Tasche packen. Eine weinerliche Motte, die schlimme Nackenschmerzen hatte, ein Arzt ohne Zeit und in der Apotheke standen drei Omas vor mir. Ihr kennt das, als wenn mich etwas mit aller Kraft zu Hause halten wollte.

Ich haderte ob ich echt fahren sollte. Wog ab und entschloss mich zu fahren. Der Papa wird das schon schaffen. Massagen und etwas Schmerzsaft (der Hals war schnell wieder fit, der Wildfang hatte nur zu wild getobt), bekommt er auch hin. Aber mein Mama-Herz.

Als ich dann endlich – fast eine Stunde später als geplant, also noch fast mütter-pünklich – los kam, stand ich an der Fähre. Aber irgendwas fehlte – Geld. Ohne Bargeld kann ich die Überfahrt nicht bezahlen. Schreck, denn ich sah die Fähre schon. Also drehte ich echt entnervt um und suchte im nächsten Ort eine Bank. Zog Geld aus dem Automaten und fuhr zurück. Ich rollte quasi noch als letztes Auto auf die Fähre. Mein Adrenalin Spiegel war so weit oben, das ich die Müdigkeit der kurzen (fast durchgearbeiteten) Nacht kaum merkte.

Allein der Blick aufs Wasser und das Licht der Sonne holten mich von meinem Stresslevel runter.

Murphys Gesetz Murphys Law_was-schief gehen kann wird schief gehen

Einmal entspannt losfahren. Das ist vorbei, seitdem ich Mutter bin. Irgendwas ist ja immer.

 

Aber ich kann das noch besser…..

Murphys Gesetz auf on Tour: Auto verriegelt, Jessi draußen

Ich war mit meiner Freundin Blogprinzessin zum Show-Room von Deerberg eingeladen, um uns die Herbst-Kollektion anzusehen. Wir verabredeten uns im Parkhaus. Soweit so gut. Der Stau im Elbtunnel und meine Angst spielten ordentlich Pingpong, doch ich stand lange genug im Parkhaus um runter zu kommen. 

Als Katarina dann kam, stieg ich aus verriegelte das Auto, legte die Handtasche auf den Beifahrersitz um die Jacke an zu ziehen. Natürlich war der Schlüssel in der Handtasche statt wie sonst immer in meiner Jackentasche. Wie im Film fiel die Autotür langsam ins Schloss. So richtig langsam in Zeitlupe machte es klack. Ich stand da und sah das Dilemma kommen, konnte nicht mehr eingreifen. So stand ich nun davor. Ohne Handtasche, Geld, Handy, ohne alles und das Auto war zu. Nicht zu erwähnen das alles sehr sichtbar auf dem Beifahrersitz lag. Wut und Panik steigerten sich gegenseitig….

War froh, dass Katarina mir nicht nur ihr Handy sondern auch ihre Zeit lieh und ich nicht allein auf den Mann warten musste. Der fuhr von der Baustelle in Hamburg nach Assel zurück nach Hamburg und das im Berufsverkehr. Ohne seine Arbeit fertig zu machen. Ja er war sauer und schmiss mir den Schlüssel entgegen. Aber zu Hause waren wir beide runtergekocht.

Ich hab erst später erfahren, dass der ADAC mir geholfen hätte ohne das Auto kaputt zu machen. Schade um die Zeit, aber die Erfahrung total unprofessionell, dezent panisch nicht mal eine Visitenkarten oder gar ein Handy dabei zu haben, auf die hätte ich verzichten können. Genau wie hilflos vor dem Auto zu stehen und nicht an seine Sachen zu kommen.

Murphys Gesetz oder auch Murphys Law - Was schief gehen kann wird schief gehen - meine Autoschlüssel wenn er nicht greifbar ist

Früher haben mich solche Situationen richtig durchdrehen lassen. Heute versuche ich die aufkeimende Panik runter zu drücken. Oft gibt es doch eben eine Lösung und manchmal sogar eine, die nicht in der totalen Katastrophe endet. Denn außer Nerven und Zeit haben wir noch nie etwas in diesen Situationen verloren. Zum Glück!

Kennt auch Ihr Murphys Gesetz? Schafft Murphy’s Law es dann auch gerne mal Euch in Panik zu versetzen, oder seid Ihr einfach cool und wartet einfach das Chaos ab?

In diesem Sinne – wenn etwas schief gehen will, dann wird es das auch.

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Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (32), die Mutter einer etwas anderen Familie. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und Kinderkleidung nehmen wir Euch mit auf unser Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

2 Kommentare

  1. Oh ja, das kenne ich auch sehr gut. Bei uns klappt das stimmungstechnisch immer perfekt. Wenn ich schlecht gelaunt bin, machen die Kids allen möglichen Blödsinn, der ihnen sonst nicht einfällt, oder sie fordern noch mehr Geduld ein als sonst. Das schaukelt sich dann so lange hoch, bis ich entweder explodiere oder noch rechtzeitig die Notbremse ziehe und versuche lockerer zu werden. Dann läuft alles viel besser.

  2. Cool? Nee, seit ich Mami bin, ist „cool“ eher Fehlanzeige 😉 Hormone, Schlafmangel, Mamigefühle, Wäscheberge, noch mehr Hormone – das alles führt nicht nur dazu, dass ich äußerst uncool geworden bin, was Fehler angeht, sondern dass ich auch deutlich mehr von diesen „Fehlern“ produziere…

    Ich kann Dich also voll verstehen! Aber das Wichtigste ist: Was immer im Alltag schief geht – wir lieben unsere Kinder, und daran ändert auch Herr Murphy nichts 🙂

    Fühl Dich gedrückt
    Deine Küstenmami

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