10 Regeln im Zusammenleben mit einem Teenager

10 Regeln im Zusammenleben mit einem Teenager

Seit zwei Jahren lebt nun der Teenager in unserem Haus – er kam schon als Teenager an und wir sprangen mit voller Kraft ins eiskalte Wasser. Als Pflegefamilie lernten wie schnell schwimmen und auch wenn wir den ein oder anderen kräftigen Schluck Wasser schlucken mussten und auch noch schlucken werden, leben wir das Leben auf unsere Art. Unsere Familie.

Aber das Zusammenleben mit einem Teenager erfordert das gegenseitige beachten von Regeln. Auch wenn viele denken, Regel schränken ein – für uns funktioniert es, dass wir einen Rahmen haben, an dem wir uns alle halten und in dem wir uns bewegen und entfalten können. Strukturen.

Falls sich noch jemand mal den Sprung in dieses Eiswasser zu wagen traut, haben wir mal 10 Regeln im Zusammenleben mit einem Teenager zusammengetragen.
(Auch übertragen auf eigene Kinder – denn auch deren Pubertät kommt schneller, als man anzunehmen glaubt.)

Achtung, diese Regeln könnten Spuren von Humor enthalten – aber sie erheitern gerade meinen Tag und sind voller Herz.

10 Regeln im Zusammenleben mit einem Teenager

1. Augenhöhe

Wir sollten unsere Kinder immer auf Augenhöhe begegnen, aber hast Du einen Teenager vor Dir, hast Du weder Kind noch Erwachsenen vor Dir stehen. Diese Zwischenzeit ist für alle schwierig – Eltern und Kinder.

2. Kaufe gut ein – der gefüllte Kühlschrank

Ein Teenager ist kein Kind mehr, dass merkst Du spätestens beim Essen. Der Kühlschrank wird immer tendenziell leer sein und kochen für zwei Tage funktioniert nur noch in wenigen Fällen. Wachstum und so 😀

3. Freunde

Diese halb erwachsenden, halb kindlichen Menschen werden Freude haben, die Du vielleicht nicht immer kennen wirst. Es wird einmal ein Alter kommen, in dem es wichtig ist, sich ab zu grenzen. Das ist einfach so und das ist richtig und wichtig.

4. Körperlichkeit

Nimm es einfach hin – sprech darüber wenn es an der Zeit ist und akzeptiere es. Biete immer ein offenes Ohr an, aber dränge Dich bloß nicht auf!

5. Klopfe an und Warte

Und mit Warten meine ich nicht nur die Zeit bis ein „Ja“ aus dem Zimmer schallt. Nach diesem „Ja“ warte! Zähle mindestens bis zehn, wenn Du keinen roten Kopf bekommen möchtest. Sei gewiss, Dir wird es unter Umständen unangenehmer sein wie dem jungen Menschen.

6. Privatsphäre achten

Das Anklopfen ist schon ein Schritt diese Privatsphäre zu achten. Bore nach einer Übernachtung nicht unangenehm nach. Versuche taktvoll zu sein – es wird Dir nicht immer gelingen und auch das gehört dazu. Und wenn Du mal wieder mit vollem Anlauf in den Fettnapf springst – musst Du mir der Antwort leben – auch wenn Du sie eigentlich nicht hören wolltest.

7. Nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen

Teenager sind von Hormonen getriebene Menschen die in der Zwischenphase halb Kind, halb Erwachsener sind. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie schwierig diese Phase in meinem Leben für mich war und wie oft ich Dinge sagte, die ich nicht meinte – weil ich einfach mit der Welt und mir manchmal nicht zurecht kam. Auch das meine ich gar nicht spezifisch auf unseren Pflegesohn, denn der ist im Grunde auch nur eines – ein Teenager.

8. An früher denken

Wie in Punkt 7 schon beschrieben und auch hilfreich in der Kindererziehung allgemein – denk an früher. Denk daran wie hormongesteuert Du warst. Denk daran, wie blöd Eltern waren und wie wichtig Freunde und denk daran, wie sehr wie Welt untergeht, wenn Liebeskummer im Spiel ist – sie geht nicht unter, aber das weißt eben auch nur Du….

9. Sei so konsequent wie nötig und so locker wie möglich

Der Grad zwischen High-Five und Schimpfen ist unendlich schmal. Nicht nur bei Kindern, auch bei Teenagern.

10. Dasein

Egal ob leibliche Kinder, Pflegekinder, klein, groß, mittel und sogar eigentlich schon selber erwachsen – DASEIN ist das wichtigste was man einem Kind antun kann und auch wenn ein Teenager es selten zugeben wird, es ist das wichtigste, was man ihm geben kann!!!

 

Und ist Dir nun die Lust auf einen Teenager vergangen? Hast Du ein Kind, sei gewiss, Du wirst nicht drum herum kommen – da bin ich ganz realistisch. Kleine Kinder werden größer und irgendwann über Nacht steht dann ein Teenager vor Euch. Also doch gar nicht so unterschiedlich wie bei uns…

Freut Ihr Euch schon auf die Pubertät Eurer Kinder? Oder könnt Ihr Euch noch gut daran erinnern? Erzählt mir doch davon – ich bin so neugierig.

In diesem Sinne ~ groß werden sie alle und vor der Pubertät weglaufen ist noch niemandem gelungen… also hinein ins Abenteuer….

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Kategorie Familie, Pflegschaft

Hier schreibt JesS (32), die Mutter einer etwas anderen Familie. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und Kinderkleidung nehmen wir Euch mit auf unser Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

5 Kommentare

  1. Pingback: Teenie-Regeln | Lakritz und Schokolade

  2. Hallo ich habe einen 14 jährigen Sohn der im Moment auch hin und her gerissen ist . Ich muss aber sagen er vertraut mir sehr viel an und ich höre ihm auch zu und wir können über alles reden egal was es ist. Ich bzw wir sind super stolz auf ihn und sagen wir ihm auch immer wieder.

    LG

    • Es ist auch sehr viel Vertrauen bei uns – sehr viel wenn man bedenkt das er erst seit zwei Jahren bei uns lebt und eben sein eigene Geschichte mitbringt… haltet durch, das sind alles Phasen – ich stecke mit meiner vierjährigen Tochter auch oft in Phasen und Entwicklungen und manchmal, da sind die beiden sich gar nicht so unähnlich…. 😀

      Liebste Grüße und eigentlich brauchen sie nur eines – uns und ihren sicheren Hafen auf dem Weg in die große weite Welt.

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