Die Sache mit dem Schlafengehen…

Dieses Schlafengehen und seine Rituale drum herum ist ein Thema, welche sich immer umschifft habe. Warum? Weil es eine Zeit gab, in der alles alles besser wussten. Ok, diese Zeit ist eigentlich immer, aber die Schwerpunkte der Menschen verlagern sich zeitweilig. Schlaf oder das Schlafengehen geht langsam, also muss man nicht an jeder Ecke ein Dogma fürchten.

Meine Gastautorin Simone erzählt mal, wie das mit dem Schlafengehen bei ihr so ist….

Die Sache mit dem Schlafengehen…

Wir hätten es wohl alle gerne so, egal ob Eltern oder irgendwelche Menschen, die einen zu diesem Thema Fragen stellen – das Kind ist müde, wird ins Bett gelegt, man sagt „Gute Nacht“ und das Kind schläft dann bis mindestens 8 Uhr durch. Oder länger. Schön wärs…

Okay, ich kenne wirklich eine Familie, bei der es wohl genau so abläuft, da ist das Kind ein paar Monate älter als mein kleiner Mann und der geht genauso ins Bett. Finde ich toll. Aber deswegen finde ich mein Kind nicht doof. 😉 Bei uns sieht das Schlafengehen meistens so aus:

Es gibt Abendessen, dann wird meistens noch gespielt, anschließend werden die Zähne geputzt und Schlafanzug angezogen und dann wird er im Wohnzimmer in den Laufstall gelegt, schaut sich ein Buch an und erzählt sich dabei etwas und dann schläft er. Irgendwann tragen wir ihn dann in sein Bett hoch und er schläft bis Morgens.

Klingt ja soweit eigentlich nicht schlecht, aber es gibt ja da noch diese Abende, an denen man meint, das Kind wurde ausgetauscht. Dann sieht das so aus:
Abendessen, anschließend nicht so wirklich schön spielen, weil er irgendwas haben möchte, was er nicht bekommt und deshalb wütend auf dem Boden herum stampft und laut wird. Also lassen wir es bleiben und gehen gleich Zähne putzen, weil er wohl doch schon müde ist. Beim Versuch, die Zähne zu putzen, will er die Zahnbürste selber nehmen (das darf er eigentlich immer dann, wenn ich mit dem Putzen fertig bin) und ich sage dann „warte kurz“ und mache weiter. Dann geht das Gebrüll weiter und an Zähne putzen ist dann eh nicht mehr zu denken. Also kurz und schmerzlos den Schlafanzug anziehen und mit nach unten ins Wohnzimmer. Mit „Muma“ (Schnuller) und „Duuuh“ (Tuch) ausgestattet wird er in den Laufstall gesetzt, woraufhin er laut protestiert, aufsteht und am Laufstall rüttelt. Das lassen wir ihn dann eigentlich meistens machen, wenn wir sehen, daass er wirklich sehr müde ist. Irgendwann gibt er es nämlich auf und legt sich hin. Manche möchten jetzt meinen, das könnten wir doch so nicht machen, ihn da einfach weinen zu lassen… Doch, können wir! Würden wir darauf reagieren und ihn raus nehmen, wird’s nix mehr mit entspannt-ins-Bett-bringen!

Vor ein paar Tagen war ich mit ihm am Abend alleine zu Hause und ich habe dann irgendwann natürlich gemerkt, er ist müde und wollte dann den gewohnten Ablauf starten. Das lief dann leider so ab, dass er wenig essen wollte, anschließend fast drei Stunden nur geweint hat und um keinen Preis schlafen wollte. Ich war nervlich ziemlich am Limit und habe natürlich viel versucht, aber es hat leider nichts geholfen. Geschlafen hat er dann erst gegen 23 Uhr in unserem Bett, nachdem Papa ihm etwas aus einem Buch vorgelesen hat und ich war dann auch fix und fertig. Auch das passiert, vor allem dann, wenn sich wieder ein neuer Zahn auf den Weg macht. Aber auch diese Abende gehen irgendwann vorbei…

Jedes Kind hat seine eigene Art und Weise, schlafen zu gehen und wenn das Kind müde ist, wird es auch schlafen. Da braucht es ab und an einfach ganz viel Geduld und ganz viel Liebe und wenn die Nerven irgendwann nicht mehr mitmachen, dann ist das auch in Ordnung. Dann muss das eben jemand anders übernehmen… Wir Mamas sind auch nur Menschen 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch einen tollen neuen Monat und viel Freude,

bis bald

Signatur - Gastartikel - Simone

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Kategorie Familie

Simone ist 28 Jahre jung und seit Januar 2015 Mama eines wunderbaren Jungen. Zusammen mit ihm und ihrem Mann, lebt sie in Baden-Württemberg. Zwischen Arbeit, Haushalt, Hauseinrichtung und Kind bloggt Simone auf mamapremiere über das Leben und den Alltag mit Kind. Einmal im Monat nimmt uns Simone mit in ihrer Gastkolumne mit in ihre Gedankenwelt.

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