Der Bauch nach der Schwangerschaft

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Nach der Schwangerschaft hatte ich etwas, was sich Bauch nannte. Aber im Grunde war es ein riesen Schwabbelding dieser Bauch nach der Schwangerschaft. Noch heute ist er weder flach noch fest. Die Motte ist nun 5 Jahre alt und trotzdem ist der Bauch meine Problemzone. Zum ersten Mal in meinem Leben bekomm ich die nicht so einfach weg.

So geht es auch meiner heutigen Gastautorin Janina vom Eltern-Blogazine 2KindChaos, die heute über ihren Bauch nach der Schwangerschaft schreibt.

Der Bauch nach der Schwangerschaft

Alle glotzen einem auf den Bauch. Kennt ihr das? Klar, in der Schwangerschaft ist das irgendwie noch mit einem Gefühl des Stolzes verbunden (oder, je nach Gaffer, auch mal mit Unbehagen und Verstecken – wollen der Plauze), aber danach? Die ersten paar Monate ist es klar, daß da noch ein Bäuchlein hängt, man hat das Gefühl des Mitleids und manchmal auch des Verständnisses. Bei einigen (die, die selber schwanger werden wollen?) sieht man auch neutral prüfende Blicke – wie schlimm wird’s denn nun, nach der Geburt?! (Die hab ich ehrlich gesagt auch mal verteilt, hahömm!) Einige fragen auch ständig in wöchentlichen Abständen “Hast du denn jetzt wieder einen flachen Bauch” – “Erm, nee.” – “Oh!”… als ob ich die letzte wäre, die eine solche Sensation nicht gleich der ganzen Welt verkünden würde… haha.

der Bauch nach der Schwangerschaft Und jetzt, zehn Monate nach der Geburt (in diverser Fachliteratur oder Muttiseiten im Internet steht ja, wer’s noch nicht wusste, dass der Bauch nach etwa 9 Monaten wieder halbwegs in Form ist und wenn nicht, hat man halt Pech gehabt und da tut sich von selbst nicht mehr viel) hab ich schon ab und zu das Gefühl, dass mit einer gewissen Schadenfreude geschielt wird… aber mal ehrlich, so schlimm ich das auch gefunden habe, nicht mehr so töfte auszusehen, steh ich auch dazu, denn hey, mein Bauch (!) hat sich um 115cm geweitet und er ist dabei nicht (!) explodiert! Jawohl!

Mich würde mal interessieren, wie andere damit umgehen und was ihr tut und wie ihr euer Umfeld wahrnehmt. Ist euch das Thema zu tussig? Hey, das ist doch ganz normal… und ich finde es auch nicht erbaulich, wenn einem immer gesagt wird, naja du hast halt jetzt ein Kind… also genau die andere Schiene. Ok die ist verständnisvoller, und wird zumeist im Verwandten- und Freundeskreis gefahren, aber trotzdem, man will ja paradoxerweise gut aussehen, obwohl man sich im selben Atemzug über die oberflächlichen Spacken aufregt, die einen nach dem Umfang beurteilen. Frauen sind halt so…

Früher habe ich alleine Sport gemacht, auch mal mit Fitness DVD… aber nachdem das ja schlecht zu bewerkstelligen ist, wenn ein nörgeliges Baby ständig in Richtung Katzenfutter zieht (ja, um die ekligen rohen Klumpen abzulutschen) oder dauernd auf den Arm will kann ich meine treue alte Yogamatte in die Rumpelkammer verabschieden. Was tun? Joggen ist irgendwie peinlich, wenn man es nicht drauf hat und alle paar Meter keuchend anhalten will, Schwimmen will man ja auch nicht wegen besagtem Bäuchlein (nur wenn man ein Baby dabei hat und alle “achso, na klar” denken) also hab ich es mal im örtlichen Vorstadtfitness-Studio versucht. Die fröhliche blonde Trainerin mit dem BMI (geschätzt) 18,5 hat mich ehrlich gesagt etwas abgeschreckt… Und die Frauen, die behaupten, nach der Geburt wieder ganz wie vorher auszusehen, die lügen!

Ganz bestimmt.


 

 

Danke Liebe Janina für die offenen und ehrlichen Worte. Ich selber finde ja, Du hast ne Bombenfigut, aber ich kenn das gut, ich fühle mich auch ganz anders, als ich wahrgenommen werde. Man sieht sich eben nur mit den eigenen Augen, nicht mit denen der anderen. Mein Bauch nach der Schwangerschaft ist auch alles andere als das, was ich haben möchte…

Kennt Ihr das Problem mit dem Bauch nach der Schwangerschaft? Oder ist Euch das vollkommen schnurz? Wenn ja, wie macht Ihr das – ich will das auch!?!

In diesem Sinne – der Bauch nach der Schwangerschaft hat ein Kind getragen. Vielleicht denken wir eher an diesen Umstand als an seine Haptik?

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Kategorie Gedanken
Autor

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10 Kommentare

  1. Urgs, ja…dieses Thema ist auch bei mir dieses Mal ganz groß. Beim 1. Kind damals habe ich die Sache irgendwie noch in den Griff bekommen, aber ich habe das Gefühl nach Kind 2 erholt sich mein Gewebe nicht mehr wirklich. Ich merke, wie es überall etwas weicher ist. Oberschenkel, Oberarme und ja, eben auch der Bauch. Aber wie sie so schön sagt: Man findet auch kaum die Zeit, um das gezielt anzugehen *seufz*

    • Das Kaschieren hab ich eingeschränkt. Ich hab jahrelang so enge Bauchweghosen getragen, das ich kaum atmen konnte – das kann und will ich nicht mehr…aber klar mal hier eine gut sitzene Bluse die die Hüfte umschmeichelt mal da eine höher geschnittene Hose…

  2. Hej, also ich muss sagen, dass ich am 4. Tag nach der Geburt meine alte Figur wieder hatte…
    ABER, bitte genau hinhören an alle die eben neidisch geschaut haben:
    Von Geburt bis jetzt, habe ich aber das zugenommen, was andere in der ganzen SS über zugenommen haben. Mein Bauch ist mittlerweile noch laaaaange nicht so wie vor der Geburt und mittlerweile ist schon eine gute Handvoll Speck drauf gekommen. Aber hej, was soll… Mit Speck fängt man Mäuse 😉 und meinem Baby gefällts! Mini-Me kuscheln gern auf meinem Bauch.
    Momentan interessiert mich der Speck also wenig.
    LG Nina

    • So ähnlich war es bei mir. Ich hab so sehr diätet in der Schwangerschaft wegen der Diabetes und dann kam alles in der Stillzeit wieder drauf. Ich hatte unstillbaren Hunger musste und durfte endlich wieder essen… ja ich war und bin nach der Schwangerschaft schwerer und dicker als in dieser….

  3. Also nach 2 Schwangerschaften sieht mein Bauch auch nicht mehr aus wie vorher das einzigste was mich aber an allem stört sind die Schwangeschaftsstreifen, denn die sind bei mir wirklich extrem. Das det Bauch nicht mehr so fest und straf ist wie vorher, das ist nicht so schlimm

    Lg Kim

  4. Liebe JesS, liebe Janina,

    ein wichtiges Thema, das vermutlich so ziemlich alle Mamas beschäftigt und in meinen Augen genau deshalb auch öfter angesprochen werden sollte.

    Ich finde dabei ganz wichtig, sich zu fragen, warum einen der Bauch stört – eigentlich ganz unabhängig davon, ob vor, nach, während oder in gar keinem Zusammenhang mit einer Schwangerschaft. Stört der Bauch uns, weil wir mal anders ausgesehen haben und uns diesen Bauch zurück wünschen? Stört er uns, weil er viele andere stört und wir deshalb denken, er müsste uns ja auch stören?

    Ganz egal, welche Geschichte ein Bauch hat, gehört er genau wie jedes andere Körperteil einfach zu uns. Ich glaube, wir geben dem Aussehen unseres Körpers manchmal viel zu viel Aufmerksamkeit und vergessen dabei, uns auf seine Funktionen zu konzentrieren. Was ist denn unser Körper? Er ist unser Zuhause! Ohne ihn könnten wir nicht durch diese Welt gehen, wir könnten weder laufen noch sprechen noch singen noch hüpfen und singen.

    Ich finde, da können wir uns sehr viel von unseren Kindern abschauen. Habt ihr schon mal ein kleines Kind getroffen, das sich über das konkrete Aussehen eines Bauches Gedanken gemacht hat? Ich beobachte da viel mehr die Begeisterung darüber, den Bauch unter der Kleidung zu entdecken, den Bauch des Gegenübers zu streicheln oder in ihn hinein zu prusten, um den anderen zum Lachen zu bringen. Es ist die Begeisterung darüber, dass es den Bauch gibt. Nicht darüber, wie er aussieht.

    Und wenn uns sein Aussehen ganz unabhängig von gesellschaftlichen Normen (die uns ja gern suggerieren, dass das Aussehen des Bauches sehr wohl von großer Bedeutung ist) nicht gefällt und uns das so sehr stört, dass es uns einschränkt, dann müssen wir etwas tun. Aber dabei geht es meiner Meinung nach nicht um den Bauch, sondern um das Körpergefühl im Allgemeinen. Denn dann stimmt etwas mit dem Körpergefühl nicht. Und für ein besseres Körpergefühl können wir vieles tun – unsere Ernährung umstellen, eine neue Sportart anfangen, die uns Spaß macht, mit Gleichgesinnten über ein gutes Körpergefühl sprechen.

    Ich wünsche mir sehr, dass das Aussehen unserer Körper irgendwann keine so große Rolle mehr spielt, sondern wir unsere Körper für ihre genialen Funktionen feiern können!

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