Participation – Erziehungs-Fauxpas {Blogparade}

Ich mach da nun mal ein Experiment und nehme an der Rabaukenkinder-Blogparade 2013 teil, vielleicht kommt ja was spannendes oder witziges oder was was ich auch immer dabei raus 😀

Die liebe Jenny von den Rabaukenkindern veranstaltet diese Parade und aufmerksam wurde ich durch einen Facebook-Post der Kullakeks-Mama Saskia von ihrem tollem Blog Kullakeks.
Als Thema haben wir „Erziehungs-Fauxpas“ – dann will ich mal nachdenken was mir dazu einfallen wird.

„Erziehungs-Fauxpas“ – oder „Was Mommy dazu zu sagen hat“

Sind wir autoritär, antiautoritär oder einfach nur wir selber??

Erst dachte ich, „schade, da würde ich gerne machen, aber was weiß ich schon über Erziehung bei meinem ersten Kind welches gerade mal zwei Jahre alt ist“, aber dann dachte ich: „versuch es einfach, mehr als den Text nicht online zu stellen und etwas Zeit und Gedanken daran verloren zu haben ist es doch gar nicht“ und daher sitze ich nun hier.0
In Punkto Erziehung mach ich mir manchmal mehr Gedanken als es nötig wäre, denn ich denke, vieles regelt sich einfach von allein oder mit den jeweiligen Situationen. Leider habe ich mit einer Oma und einem Opa zu kämpfen die verdammt viel durchgehen lassen, gerade der Opa. Sie ist die erste Enkeltochter – die Jungs sind ja schon 16 und 17 also „groß“ und da toben sie sich natürlich bei der kleinen Prinzessin mächtig aus… leider ist es manchmal schwierig gegen Opa an zu schimpfen, wenn er immer vor dem Kind sagt, ich soll mal zurück denken, ich würde immer nur meckern und solle mal das Schimpfen sein lassen – aber das zweite Lebensjahr besteht ja nicht nur bei uns aus vielem Erklären, viel Schimpfen und noch mehr Austesten.
Ich bin wirklich bei Weitem nicht die strengste, ich versuche nur so konsequent wie möglich zu sein und zu bleiben. Das ist natürlich nicht so einfach. Papa ist ein typischer Mädchenpapa… ich denke später wird sie einmal mit ihren langen Wimpern klimpern und Papa sagen wie lieb sie ihn hat und er holt ihr die Sterne vom Himmel…. da sehe ich schon spannendes auf uns zukommen 😀

Ich versuche Struktur in dieses Papaanhimmeln und unseren verrückten Alltag zu bringen und Papa bei zu bringen, dass das Spiel „Böse Mama vs. Lieber Papa“ gemein ist und das er auch nun Vorbild ist… es ist aber für uns beide nicht einfach, da die kleine Maus es bei uns beiden schafft uns so manches mal um den Finger zu wickeln und lange hab ich Angst gehabt, dass genau das das Falsche ist, aber wenn ich mir die Resonanzen anderer zu unserer Motte anhöre und sie mir so anschaue im Ganzen wie sie ist, wie sie sich entwickelt, kann ich ja nicht ganz falsch damit liegen.

Ich versuche es einfach mehr und mehr nach Gefühl zu machen und auf das meine zu hören.
Natürlich könnte ich nun zig Erziehungsratgeber lesen und ich habe sogar den ein oder anderen hier liegen – geschenkt bekommen oder im Wahn „Ich muss alles richtig machen“ gekauft – die Meisten ungelesen…manchmal schau ich mal rein, aber eigentlich hab ich keinen wirklich gelesen. Mein Bauchgefühl scheint da sehr gut zu funktionieren.

Papa ist und wird wohl bestimmt immer der nachgiebigere Part von uns beiden sein, aber wenn es wirklich drauf ankommt kann er auch streng sein und ich denke seine Zeit streng zu sein wird noch kommen und Omas und Opas dürfen auch anders sein.
Schwierig war es für mich nur, als ich noch arbeiten ging und somit auf die Betreuung bei Oma angewiesen war und das Kind daher öfter die Woche da war. Durch das Angewiesensein traute ich mich auch hier und da nicht einfach mal meinen Standpunkt klar zu machen, doch das hat sich nun auch viel mehr eingependelt und ich empfinde es als entspannter oder ich bin da auch einfach was entspannter geworden – Großeltern und Enkelkinder haben eben ein ganz eigenes Verhältnis und da ich sehe das beide Seiten sich gegenseitig unheimlich gut tun lasse ich sie einfach machen (klar mit Grenzen!).

Ob wir nun autoritär oder antiautoritär sind – ich glaube wir versuchen uns da einfach eine gute Mischung zu basteln.
Wir lassen der Motte viele Freiheiten, aber haben auch ganz klare Gerzen und auch Situationen und Dinge, bei denen wir kein Stück von den Grenzen abweichen.

Stifte und Blätter zum Beispiel hat sie immer liegen und da sie erst einmal damit auf dem Fußboden gemalt hatte und gemerkt hatte das die Stifte dann lange Zeit unter Verschluss sind, hat sie anscheinend daraus gelernt und sie hat niemals wieder extra irgendwo anders gemalt als auf ihren Blättern.

Das hat mir einfach sehr gezeigt, dass Erziehung nicht nur daraus besteht seinem Kind Vorschriften zu machen, sondern das es ein immer wieder neu zu entdeckendes Thema des Vertrauens ist.
Bislang fahren wir gut mit der Methode, aber wer weiß wie es in ein paar Wochen damit aussehen wird!!?? 😀

Als ich auf meinem Heimaturlaub war, habe ich auch mal Rückmeldungen von Freunden und Familie bekommen die ich selten sehe und die das Kind selten sehen und die haben mich auf Dinge aufmerksam gemacht, die ich im Alltag wohl einfach „übersehen“ habe oder die mir selbstverständlich vorkamen, aber es war wirklich schön das mal zu hören!! Viele die sie kennen lernen, sagen immer wieder wie lieb sie doch ist und wie gut sie hört und das macht einen schon ein wenig stolz.

Wobei ich auch sagen muss, sie ist ein absolutes Vorzeigekind – ist auch nur eine Person mehr wie wir Eltern dabei kann sie plötzlich allein spielen und sich beschäftigen und ist das liebste Kind auf der Welt – da sie auch ganz anders kann und ihre Macken und Zickereien hat, dass glaubt dann in dieser Situation wieder kein Mensch!!

Natürlich haben auch wir Regeln und wie gesagt, bei einigen weiche ich keinen Millimeter davon ab – es wird z.B. nichts geschmissen, mit dem Essen spielen wir nicht, hauen oder sonstiges geht gar nicht,  wenn ein Auto kommt wird an den Rand gegangen und gewartet oder oder oder. Aber ich finde, dass sind eigentlich alles ganz selbstverständliche Dinge.
Auf der anderen Seite lassen wir uns aber auch gerne hier und da mal erweichen beide!! 😀

Also scheinen wir nicht alles falsch zu machen und doch machen auch wir Fehlen!! Und dazu stehe ich auch, denn ich bin das erste Mal Mama und nicht als solche geboren worden. Entgegen der Meinung vieler Menschen, dass Frauen automatisch Mütter sind, weiß ich, dass das Mamasein harte Arbeit ist die man erst mal erlernen muss – bei der man aber niemals aufhört zu lernen und so wachsen wir als Eltern in unsere Rollen rein wie auch unsere Kinder wachsen und gemeinsam als Familie wachsen wir regelmäßig über uns hinaus!!

In diesem Sinne ~ seien wir einfach wer wir sind und dann sind wir genau so wie wir sind richtig! Für uns!! Für unsere Familien!! Und damit für unsere Kinder!!

Eure

 

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Kategorie Familie, Gedanken

Hier schreibt JesS (32), die Mutter einer etwas anderen Familie. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und Kinderkleidung nehmen wir Euch mit auf unser Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

1 Kommentare

  1. So und nun erschlagt mich mit den Fehlern die ich mache und gut oder schlecht gemeinten „Ratschlägen“ – das gut an Ratschlägen ist doch immer: Man kann sie annehmen, man kann es aber auch lassen und ich denke gerade im Moment fahren wir recht gut mit unserer Methode – morgen kann das schon wieder ganz anders ausschauen 😀

    In diesem Sinne ~ so lange wir uns selber gut dabei fühlen ist es nicht´s Schlechtes 😀

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