Alles mal anders machen – Weihnachten 2014

Von dem Weg seine eigenen Traditionen zu finden und warum anders auch mal gut sein kann….

In diesem Jahr machten wir einfach ziemlich viel ziemlich anders und es stellte sich heraus – das machte uns ziemlich glücklich.

Erfahrt hier von unserem Weihnachten 2014

Wer mich kennt, der weiß das solche großen Anlässe mit viel Drumbaborium eine Angst und diesem Perfektionismus in mir auslösen – das ist einfach die Art, wie ich auf die Dinge reagiere, ich kann das selber gar nicht steuern. Nur damit umzugehen lernen, das ist meine tägliche Aufgabe.Weihnachten 2014 Titel

Genau das ist in diesem Jahr meine Challenge – in diesem und für mein Leben und manchmal stellt sich einfach raus, anders geht es auch… aber bleiben wir bei Weihnachten.

Dekoqueen macht ruhig – Minimalismus rockt.

Früher dekorierte ich wie eine Wilde alles. Viel Zeit und Liebe und noch mehr Mühe steckte ich sowohl in die Innen- als auch Außendekoration. Aber dieses Jahr einfach mal anders.

Ich liebe Dekoration noch immer sehr und es liegt auch nicht an der Motte die alles abräumt – das Alter haben wir glücklicherweise hinter uns. Aber mir fehlte schlicht und einfach die Zeit und auch ein ganzer Teil Lust. So dekorierte ich das Nötigste und die Kartons blieben bis heute noch befüllt – und reicht es so.  Sowohl Adventskalender als auch Weihnachtsbaum füllten eine große Deko-Lücke und dann haben wir einfach hier und da was hingestellt – gemütlich = fertig.

An eine Außendekoration war kaum zu denken – hier war es sooooo windig, das wäre uns eh alles um die Ohren geflogen – meine Holztanne raus – Sommerdeko rein – fertig.

Backen delux – dieses Jahr minimalisiert

Ja ich kann nicht alles minimalisieren, aber in diesem Jahr haben wir vor Weihnachten genau drei mal gebacken – fertig. Allein im letzen Jahr hatte ich so den Drang fast täglich zu backen, das das ganze im reinen Stress ausartete. Und auch wenn wir in diesem Jahr nicht allerlei Nachbarn und Menschen mit Keksen beglückten – so haben alle drei Rezepte super Anklang gefunden und die wenigen Beschenkten haben sich doppelt so dolle gefreut wie im letzen Jahr das halbe Dorf.

Was wir gebacken haben? Na schnell nochmal nachgeschaut – backen kann man nämlich nicht nur vor Weihnachten und allein die Apfelplätzchen wurden mehrfach nach gebacken. Aber lecker waren auch unsere Butter Plätzchen und um noch was besonderes darunter zu haben, holte ich mir noch das Rezept meiner tollsten Finnin und machte das erste Mal Joulupiparit – Weihnachtspfefferkuchen aus Finnland – reichte vollkommen und gerade die Apfelplätzchen werde ich immer mal in den Ofen schieben.

Basteln – ok da war nix mit Minimalismus

Ja, unser Basteln ist zwar wieder ausgeartet – aber die Motte hat ein Geschenk für mich: Ich lerne den Perfektionismus ab zu legen – was sie macht ist perfekt genau wie sie es macht! Egal ob der Engel schief ist oder die Aufkleber auf den  Stempeln drauf sind – es ist von ihr! Für Euch hatten wir zwei Bastel-Ausbrüche: Der Wahnsinn und die Last Minute Karten.

Und so zog es sich durch und durch –

Weniger ist manchmal mehr auch am heiligen Abend

Weihnachten 2014 Kirchenfein

Kirchenfein

Und so beschlossen wir, dass wir am Heiligen Abend allein bleiben. Die Motte, der große Junge, der Herzensmann und ich. Kurzzeitig getrennt, weil der Große einfach gar nicht mit in die Kirche wollte. Ja endlich haben wir es mal wieder dort hin geschafft. Wir fuhren in eine besondere Kirche. Der Mann meiner Freundin war Teil eines Stücks und es gibt tolle Möglichkeiten für die Kinder, wenn sie es nicht mehr aushalten. Alles ist freier und schöner für die Kinder dort. Dafür fuhren wir gerne ein paar Kilometer. Außerdem hatte ich so die Chance meine Hasenfamilie noch einmal zu drücken und einen wunderschönen Moment für mich zu erleben.

Zu Hause hatte ich alles Essen vorbereitet. Nur die Soße und die Klöße brauchten noch ein Bissel Zeit und trotzdem wurden alle satt. Und danach kam die Bescherung.

Weihnachten 2014 Essen

Weihnachten könnte man auch nennen in „Esstage“ aber lecker war das Festtagsessen Nr. 1

 

Es gab von allem weniger – weniger Druck, weniger Stress, weniger Deko, weniger Perfektionismus, weniger Bilder – weil Bilder wohnen nun in unserem Herzen!!

Weniger Geschenke mehr Zufriedenheit

Natürlich packte die Motte wieder alle Geschenke aus – ich glaube, dass wird in den nächsten Jahren noch so sein und vielleicht unsere Tradition. Und nicht nur, weil wir nur zu viert waren, waren es weniger Geschenke. Wir haben uns gewusst dafür entschieden einfach weniger zu machen und genau das kommunizierte ich auch sehr deutlich mit den Verwandten.

Ich war sogar sehr überrascht das wir uns alle – und damit meine ich wirklich alle – daran gehalten haben.

Weihnachten 2014 Bescherung (1)

Stimmungsvolles Begutachten was das Christkind da gebracht hat – mein Herz tanzt

 

Und so gab es nicht wenig, aber auch nicht so übertrieben viel wie es sonst hier ausarten kann und das Kind war nicht zu sehr überfordert. Es liebt jedes ihrer Geschenke, weil es dazu kommt alles zu würdigen. Genau so geht es mit dem Großen, der sein größtes Geschenk als immaterielles bekam.

Und der Herzensmann und ich – wir sehen das größte Geschenk jeden Tag um uns herum – unsere Kinder, unser Leben unser Lieben und auch uns selber.

Weihnachten 2014 Bescherung (2)

Klar gab es Geschenke – aber so vieles das sie sich noch über jedes freuen KONNTE!

 

Es war kaum zu fassen wie viel entspannter wir alle nun sind nachdem wir so vieles runter geschraubt haben.

Weihnachten 2014 Ausklang

Die Geschichte zuvor in der Kirche gesehen begleitet uns nun schon recht lange – jetzt scheint sie aber einen besonderen Zauber zu haben.

 

Wie war Euer Weihnachten? Wie habt Ihr das gehalten in diesem Jahr? Habt Ihr auch was ganz neues ausprobiert – und wenn ja, wie war das Resultat?

 

In diesem Sinne ~ das machen wir öfter und wenn weniger so viel zufriedener macht, dann kann es ja nur richtig sein.

Um nichts mehr zu verpassen, trage Dich in den Newsletter ein.   _______
Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

3 Kommentare

  1. Den Drang nach Perfektionismus kenne ich sehr gut. Bei mir muss auch immer alles ganz besonders sein. Dieses Jahr habe ich es jedoch auch teilweise geschafft, kleine Abstriche zu machen. Gar nicht leicht!

  2. Ich bin auch so eine Perfektionistin. Was soll du sagen: dieses Jahr habe ich noch nicht mal gebacken. Und trotzdem – oder gerade deswegen – war es eine entspannte und schöne Weihnachtszeit!

  3. Pingback: Kein DiY-Adventskalender im Jahr 2015 | feierSun.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge