20 Tatsachen über das Leben im Ausland mit 3 Kindern

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Habt Ihr Euch schon mal vorgestellt, einfach Eure Kinder, den Mann und Eure Sieben Sache zu packen und Deutschland den Rücken zu kehren? Durch die Länder zu reisen oder sich in einem viel wärmeren nieder zu lassen? Ich träume oft vor mich hin, würde es aber wohl niemals durchziehen. Dafür bin ich wohl viel zu „sicherheitsbewusst“.

Aber Jennifer hat genau dieses Abenteuer gewagt und lebt nun nach einigen Jahren der Reiserei mit ihren Mann und ihren drei Kindern in Katalonien. Über das Leben im Ausland mit 3 Kindern berichtet sie heute in den 20 Tatsachen…..

20 Tatsachen über das Leben im Ausland mit 3 Kindern

Jennifer lebt seit Sommer 2012 mit ihrer Familie in der Nähe von Barcelona und schreibt seit Juli 2014 auf ihrem Blog Friede Freude & Eierkuchen über alltägliche Familienrezepte und das Land Katalonien. Im Fokus stehen eigenen und traditionelle Rezepte sowie Ausflüge und Reisen.

Wir zwei lernten uns persönlich auf dem Workshop von ihr alias blogger@work und TrustedBlogs kennen. Jennifer ist eine spannende Frau und wir waren gleich auf einer Wellenlänge.

20 Tatsachen über das Leben im Ausland mit 3 Kindern
mit Jennifer von „FriedeFreudeEierKuchen“

01. In Deutschland gilt man mit 3 Kindern fast schon als Asozial

Wir lieben sehr gerne ausserhalb von Deutschland und haben glücklicherweise im Ausland ganz andere Erfahrungen gemacht. Gerade Chinesen und Spanier sind sehr kinderlieb und grosse Familien werden sehr geschätzt.

02. Wo Mama und Papa sind, ist zu Hause

Diese Aussage gilt meiner Meinung nach bis zirka zum 10. Lebensjahr. Darüber hinaus werden Sozialkontakte für Kinder immer bedeutender. In der Pubertät sollte man Umzüge (wenn möglich) vermeiden.

03. Kinder verstehen sich für eine gewisse Zeit auch ohne eine gemeinsame Sprache

Bevor wir für zwei Jahre nach China ausgewandert sind, plagten uns grosse Ängste bezüglich der Sprache. Unsere beiden Töchter waren in einem Alter von 2 und 4 Jahren und mein Sohn wurde dort geboren. Bereits nach einem Monat plapperten die Mädels mit ihren neuen Freundinnen auf englischer Sprache. Als wenn sie nie etwas anderes gelernt hätten.

20-tatsachen-ueber-das-leben-im-ausland-mit-3-kindern_geheimtipp_bunker-del-carmel_barcelona04. Kinder können bis zu 5 Sprachen spielerisch erlernen

Bei unserem interkulturellen Training haben wir mit Erstaunen erzählt bekommen, dass Kinder spielerisch bis zu 5 Sprachen erlernen können. Wir hatten schon bedenken bei nur einer weiteren Fremdsprache in diesem Alter. Aber die Erfahrungen in China habengezeigt, dass dieser Fakt richtig ist.

05. Die einzelnen Sprachen sind im Gehirn erkennbar

Während des interkulturellen Trainings wurden uns Aufnahmen des Gehirns von mehrsprachigen Kindern gezeigt. Diese sind beindruckender Weise wie kleine verschiedene Ordner angelegt und die Kinder können auf Knopfdruck von einer Sprache zur anderen wechseln.

06. Abbrüche durch Umzug vs. Weltoffenheit

Jeder Abbruch war bei den Kindern schon mit Tränen verbunden – doch bereits nach kurzer Zeit konnten sie sich auf die neue Umgebung und Menschen einlassen und Freude gewinnen.

07. Wechselnde Klassenkameraden in Auslandsschulen

Die vielen Wechsel an den Auslandsschulen sind den Kindern vertraut. Sie sehen, dass es auch anderen Mitschülern so ergeht und das Veränderungen ganz normal zum Leben gehören.

08. Multikulturell aber doch einsam?

Kinder mit weltreisenden Eltern fällt es oft schwer, sich mit Klassenkameraden oder Freuden über ihre Lebensereignisse auszutauschen. Die Internationalen Schulen helfen ein wenig dabei ‚Gleichgesinnte‘ zu finden. Denn: Wer kann sich schon in Barcelona vorstellen wie es in China ist Bettelkinder zu sehen oder in Kolumbien von Bodyguards beschützt zu werden …

09. Assimilation im Ausland

Im Ausland gewöhnt man sich gerne an lokale Sitten und Gebräuche. Allerdings bleibt man aufgrund seines Passes und Herkunft für die Einheimischen ein Ausländer. Das eigene Bild von Deutschland und dem Leben verblasst. In der Erinnerung konservieren viele ein historisches Deutschland. So erinnern sich Auslandsdeutsche oftmals an ein Land zum Zeitpunkt der Ausreise und haben kaum noch Bezug zu aktuellen Themen. Im Aufenthaltsland sind sie allerdings immer noch formale Ausländer.

10. Deutsche Rechtschreibung

Da unsere Kinder mehrsprachig aufwachsen, haben sie zwar weiterhin Deutsch als Muttersprache, aber in der Rechtschreibung einige Schwierigkeiten. Das führte bei einigen Lehrerinnen bis hin zum Verdacht auf LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche). Geduld, liebe Pädagogen!

11. Die Welt rückt dank FaceTime und Co. immer näher zusammen

Nach jedem Umzug haben die Kinder 1-2 Kontakte aufrecht erhalten und der Austausch hat sich auf den Computer oder das iPad verlagert. Es ist spannend mitzuerleben, wie Kinder spielerisch mit Technik umgehen und wie belebend diese Telefonate sind. Jeder berichtet über seine Veränderungen, Erfahrungen und Erlebnisse.

12. Andere Länder, andere Sitten akzeptieren und leben

Wir mussten bei unseren Umzügen immer wieder an unsere ‚lieb gewonnenen‘ Sitten erinnern. So zum Beispiel in China zum Thema Essen (gerade Körperhaltung, die Gabel wird zum Mund geführt ….)

13. Esskulturen

Neben der Tischkultur ist natürlich auch die Esskultur unterschiedlich. Andere Anordnungen von Speisen und ganz neue Gerichte sind in den ersten Tagen Thema Nummer eins. Doch zum Glück ist der Mensch ein ‚Gewohnheitstier‘ und schon bald wird darüber gar nicht mehr nachgedacht.

14. Gewürze, Gerüche und Speisen

Es gab anfänglich oft ‚Nase rümpfen‘ bei den Kids. Da wir als Eltern aber ganz natürlich damit umgegangen sind und den Kindern keine Extrawurst erlaubt haben, war das Thema auch ganz schnell vom Tisch bzw. gegessen.

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15. Geringerer Social Stress durch Entfernung

Gerade zu Weihnachten und Ostern fühlt sich die Entfernung gar nicht so schlecht an. Die Kinder haben Zeit für ihre Geschenke und wir müssen nicht von einem Essen zum Nächsten hetzen.

16. Quality Time mit Oma, Opa und Co.

Die Kinder geniessen es dafür umso mehr, wenn wir für längere Zeit Besuch haben und sie sich ausreichend Zeit nehmen können.

17. Andere Glaubensrichtungen

Wir gehören keiner Glaubensrichtung an. Wir geben dafür unseren Kindern mit auf den Weg, dass es ganz unterschiedliche Glaubensrichtungen gibt und das diese respektiert werden müssen.

18. Und täglich grüsst das Murmeltier

Aus deutscher Sicht überkommt einem bei schönem Wetter ein Aktivitätsdrang. Kennt ihr das? Aber wie geht man damit um, wenn es wochenlang nicht bewölkt ist oder gar regnet?! Mich hat das den ersten Sommer in Spanien sehr müde und kraftlos gemacht und ich konnte und wollte nichts mehr unternehmen.

19. Nicht schon wieder Strand!

Ihr habt richtig gelesen … denn genau diesen Spruch habe ich von meinen Kinder nach den ersten 4 Wochen in Spanien gehört! Das wäre mir als Kind nie über die Lippen gekommen. Aber ich hatte das Meer auch leider nicht vor der Haustür.

20. Sommerferien

Mal ganz ehrlich: Ich finde 10 Wochen Sommerferien in Spanien nicht familienfreundlich und schon gar nicht mütterfreundlich! Bereits Wochen vorher graut es mir vor dieser langen Zeit.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der lieb gewonnenen Jessica für diese 20 Gastfakten!

20-tatsachen-ueber-das-leben-im-ausland-mit-3-kindern_jenniefer_logoMehr über Jennifer und Leben im Ausland mit 3 Kindern erfahrt Ihr auf Ihrem Blog, auf Instagram oder auch auf Facebook und auf Twitter.
Außerdem ist sie die Gründerin des bloggerMAG – DAS Online Magazin für Blogger! und hat BLOGGER@WORK ins Leben gerufen in dem sie einen Teil zur Vernetzung unter Bloggern weiter geben möchte.


Ich bin von dem Ideenreichtum und der Energie von Jennifer begeistert und finde das Leben im Ausland mit 3 Kindern ultra spannend. Daher freue ich mich sehr, das ich sie für unsere Reihe gewinnen konnte. Vielleicht erleben wir ja noch mehr gemeinsam – schauen wir mal, was die Zukunft brinen wird.

Habt Ihr Euch schon mal ein Leben mit Euren Kindern im Ausland vorgestellt? Sind Eure Träumereien realistisch oder doch nur Tagträume und Wunschvorstellungen?

In diesem Sinne – auch Tagträume sind schön, doch ich glaube ich wäre nicht mutig genug für das Leben im Ausland….

 

 

Die Begeisterung für die 20 Tatsachen reißen nicht ab. Wie sehr wir uns darüber freuen, könnt Ihr Euch kaum vorstellen. An so vielen Stellen erweitert sich unser Horizont oder bestätigen sich eigene Gedanken. Dank dieser Serie. Danke das Ihr sie liebt – danke das Ihr mitmacht. Mein Herzensprojekt!

Mach mit:  Wenn auch Ihr Lust habt bei der Serie #20Tatsachenüber dabei zu sein, dann schreibt mit gerne eine Email an 20Tatsachen[ät]feiersun.de.

 

Schaut Euch auch mein Resumé aller Beiträge aus 2015 oder den bislang erfolgreichsten Beitrag die 20 Tatsachen über die Entwicklung von Kindern oder über Attachment Parentingund in 14 Tagen geht es bei der lieben Dani weiter und in vier Wochen vielleicht mit Dir, bei mir. Bis dahin klickt Euch gerne durch alle spannenden Beiträge der 20 Tatsachen-Reihe.

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Kategorie 20 Tatsachen

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

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