20 Tatsachen über das Leben als Pilotenfrau

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Habt Ihr Euch schon mal die Frage gestellt, wie es wäre, mit einem Piloten verheiratet zu sein? Seht Ihr innerlich schon die schicke Uniform, weiße Strände und wehendes Haar vor Euch? Jettet Ihr gedanklich schon um die Welt und reist mit einem schicken weißen Köfferchen First-Class versteht sich? Ob diese Träume auch der Realität auch nur einen Hauch nahe kommen, das verrät uns heute exklusiv die Frau eines Piloten. Wie ist das Leben als Pilotenfraudenn nun wirklich?

Heute 20 Tatsachen über das Leben als Pilotenfrau Sarahhab ich die liebe Sarah bei mir. Sarah, hat 2 Töchter (4 und 10 Jahre alt), arbeitet als freiberufliche Texterin und bloggt in ihrer Freizeit mal mehr, mal weniger auf Mamas Lifestyle. 2014 ist sie von Stuttgart nach Istanbul ausgewandert. Auf Mama Lifestyle tummelt sich eine bunte Mischung aus sämtlichen Bereichen des Lebens, vom Rezept fürs Mittagessen über Ausflugsziele bis zu Gedanken über Erziehung und Partnerschaft. Über das Leben als Pilotenfrau hingegen berichtet sie dort nie – das macht sie exklusiv für Euch bei mir.

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20 Tatsachen über das Leben als Pilotenfrau

  1. Ich habe bisher noch nie darüber geschrieben oder auf meinem Blog erwähnt, dass mein Mann Pilot ist.
  2. Auch privat versuche ich das Thema so oft es geht zu umschiffen, denn es werden einem immer eine ganze Menge dummer Fragen gestellt (Ja, die Schwimmweste kann dich retten -solltest du den Absturz überleben und auf dem Meer rumdümpeln. Und nein, ich denke nicht, dass er sich grade mit einer Stewardess durch Hotellaken wälzt. Ansonsten hätte ich den falschen Mann geheiratet.).
  3. Mit einem Piloten verheiratet zu sein bedeutet, dass selbst nach einem 3-stündigen Gespräch mit dem netten Pärchen auf der Party keiner deinen Namen oder gar deinen eigenen Beruf kennt, denn du bist „die Frau es Piloten“.
  4. Außerdem bedeutet es, einen Großteil des
    Monats mit den Kindern alleine zu verbringen. Das hat übrigens zur Folge, dass Mama für ALLE Aufgaben in Haushalt und Familie zuständig ist. Feste Aufgaben wie andere Paare kann ich meinem Mann wegen seiner unregelmäßigen Anwesenheit nicht übertragen.
  5. Wenn mein Mann zu Hause ist, spielen die Kinder zwar gerne mit ihm, möchten aber trotzdem ihre Routine wie gewohnt. Das bedeutet: Nur Mama darf Frühstück machen/anziehen/Zähne putzen/nachts trösten/abends ins Bett bringen. Das wiederum hat die Folge, dass ich seit 4 Jahren vergeblich darauf warte, mal durch- und auszuschlafen.
  6. An den Abenden, an denen mein Mann zu Hause ist, stecke ich oft in der Zwickmühle. Einerseits habe ich nur dann die Möglichkeit, mal mit einer Freundin ins Kino oder etwas trinken zu gehen, andererseits möchte ich diese kostbare gemeinsame Zeit natürlich auch mit meinem Liebsten verbringen.
  7. In unserem Familienalltag kehrt niemals Routine ein. Das kann stressig sein. Aber auch schön. Wir freuen uns immer noch auf jedes Wiedersehen.
  8. Ich habe eine sehr ambivalente Beziehung zu einem gewissen Hartschalenkoffer, der ständig offen auf dem Schlafzimmerboden liegt. Oft stolpere ich über ihn und fluche. Wenn er dann weg ist, kann ich mich aber auch nicht darüber freuen, denn dann vermisse ich meinen Mann.
  9. Wo mein Mann gerade ist? Keine Ahnung! So genau kann ich mir das nicht merken. Meist ist es nämlich nichts glamouröses wie New York sonder eher Incheon, Jeddah, Islamabad oder Karachi.
  10. Nein, ich kann mich nicht mit dir zum Pilates oder Sushi-Kurs jeden Mittwoch Abend um 8 anmelden. Guess why…
  11. Ob wir am Sonntag in 3 Wochen zum Geburtstag/der Hochzeit/Taufe/Grillparty zu viert kommen können? Again: Keine Ahnung! Den Dienstplan bekommen wir erst am 28., vorher kann ich keine Zusagen für den nächsten Monat machen. (Diesen Satz sollte ich mir übrigens auf eine Tastenkombination legen, denn ich brauche ihn mindestens 3 mal gegen Ende des Monats.) Unsere Familie und Freunde wissen das übrigens alle. Trotzdem fragt mich meine Mutter ab September regelmäßig, ob wir an Weihnachten kommen.
  12. Wo wir schon beim Thema sind: Einen Piloten zu heiraten bedeutet auch, manchmal den Kindern erklären zu müssen, warum Papa an Weihnachten/Silvester/Geburtstag oder zur Einschulung nicht da sein kann und dabei die eigene Enttäuschung oskarreif zu kaschieren.
  13. Dafür sitzen wir auch mal in trauter Zweisamkeit an einem Mittwochvormittag in einem Café oder können mit den Kindern Ausflüge unter der Woche unternehmen.
  14. Ja, wir kommen günstiger an Tickets. Dann fliegen wir aber „Stand-By“. Das bedeutet, wir kommen nur mit, wenn noch Sitzplätze frei sind. Zur Hauptreisezeit kann das auch mal anstrengend sein. Wenn man beispielsweise 15 Stunden mit einem Kind am Airport in Los Angeles steht und nicht weiss, wie lange man noch warten muss.
  15. Nein, ich begleite meinen Mann nicht ständig zur Arbeit. Ich habe nämlich keine Nanny.
    Und nein, auch mit den Kindern kann ich ihn nicht begleiten. Da wäre beispielsweise unser Leben im Weg. Die Schule. Oder meine Arbeit. Und die Flugzeit. Und abgesehen davon, macht es in der Praxis wenig Spaß, 2 Kinder um den halben Globus zu schleifen für 30 oder auch mal 48 Stunden Aufenthalt in einem Hotel in einer anderen Zeitzone.
    So kommt es, dass wir meinen Mann in all den Jahren nur einmal begleitet haben.
  16. Dafür bringt mein Mann manchmal lustige Dinge oder Gegenstände von seinen Reisen mit. In unserem Kühlschrank sitzt ein Platikbär in Milchtütenform aus Japan, der mir täglich ein fröhliches„Konnichiwa“ entgegenschmettert.
  17. Ansonsten ist der Beruf meines Mannes im Alltag ungefähr so glamourös wie das Leben mit einem Schichtarbeiter. Nur dass seine Schichten zu jeder möglichen Tages- und Nachtzeit beginnen. Und zwischen 12 Stunden und 6 Tagen andauern.
  18. Sich „auf dem Arbeitsmarkt umschauen“ bedeutet in unserem Fall auch ständig Gesetze, Kulturen und Gegebenheiten aller möglichen Länder zu recherchieren (mein Part). Aktuell leben wir in Istanbul, doch wer weiß, was als nächstes kommt?
  19. Langfristige Zukunftsplanung ist in dieser Branche eher schwierig. Wir haben mal ein Haus gekauft. Bei München. Auf dem Papier. Das erste und übrigens auch letzte vor der Rente. Bevor der Bau begann, stand schon der Umzug nach Istanbul fest…
  20. Das ist alles gar nicht schlimm. Denn so werden wir vielleicht noch zum ein oder anderen Abenteuer „gezwungen“, das wir unter anderen Umständen nicht gewagt hätten. Und dürfen unseren Kindern die große bunte Welt in all ihren Facetten jenseits des Tellerrandes zeigen.

Sarah findet Ihr auch: Neben ihrem Blog auch auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.
Alle Rechte zu den Bildern liegen bei Sarah, ich darf sie lediglich verwenden.


 

Ich liebe unsere Tatsachen – diese Reihe bringt mir immer wieder neue Erkenntnisse.

In diesem Sinne ~ das Leben ist eben das Leben, egal welchen Beruf der Mann ausübt, am Ende des Tages ist er Euer Mann – der Vater der Kinder und einfach ein Mensch. Wenn auch für Euch ein ganz besonderer.


 

In 14 Tagen geht es dann bei der Dani, von Gluckeundso weiter und Ihr könnt Euch auf weitere spannende Themen freuen.

Mehr Tatsachen haben über die bisherigen Teilnehmer haben wir hier für Euch:
– 20 Tatsachen über die Glucke und das Bloggen
– 20 Tatsachen über Jessi und das Bloggen
– 20 Tatsachen über Sarah von mamaskind.de und SEO
– 20 Tatsachen über das Bibliotheksfraeulein
– 20 Tatsachen über das Bloggen im BerlinerKinderzimer
– 20 Tatsachen über Cosmopolimam und Italien
20 Tatsachen über Familie Motte und Annas Filmleidenschaft
– 20 Tatsachen über Jessi von Terrorpüppi und Promovieren mit Kind
20 Tatsachen über Ninas Leben in Bratislava
– 20 Tatsachen über-Essential Unfairness
20 Tatsachen über das Leben auf der Farm
– 
20 Tatsachen über Frühesvogerl und Österreich in Berlin
– 20 Klischeehafte Tatsachen einer Mutter
– 20 Tatsachen über Zwergenzimmerchen und Hausbau
– 20 Tatsachen über familiewitz und das erste Lebensjahr mit einem Schreikind
– 20 Tatsachen über ein Ehrenamt und Limalisoy
– 20 Tatsachen über Winter & Weihnacht von feiersun

 

Habt Ihr auch Lust uns weitere Tatsachen zu tollen Themen um die Ohren zu hauen? Dann immer her damit – schreibt mich an (20Tatsachen[@]feiersun.de) und wir finden zusammen ein spannendes Thema.

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5 Kommentare

  1. „Ob wir am Sonntag in 3 Wochen zum Geburtstag/der Hochzeit/Taufe/Grillparty zu viert kommen können? Again: Keine Ahnung! Den Dienstplan bekommen wir erst am 28., vorher kann ich keine Zusagen für den nächsten Monat machen. “

    Da kann ich dir als „Frau des Mannes in der Pflege“, nur zustimmen. Bei uns ist das auch nicht anders und wenn du die Tastenkombination rausgefunden hast, sagst du es mir?

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