10 Dinge über die ersten 4 Wochen im Schulkind-Alltag

Vier Wochen gehen die Kinder in Niedersachsen nun in der Schule. Vier Wochen leben wir ein ganz neues Leben und versuchen uns in diesen Wochen im Schulkind-Alltag Wochen ein zu leben.

Denn vieles hat sich in den letzten Wochen verändert. In unseren ersten 4 Wochen mit Schulkind.

Heute genau seit einen Monat hat sich unser Leben verändert. Heute vor einem Monat begann der erste richtige Schultag nach der Einschulung. Vier spannende Wochen voller Aufregung und tausend neuer Dinge liegen hinter uns. Dabei rennt die Zeit so schnell, das ich sie festhalten und mit Euch teilen möchte.

10 Dinge über die ersten 4 Wochen im Schulkind-Alltag

  1. Schule ist spannend, aber auch aufregend und anstrengend.
    Die Schulzeit ist spannend, aufregend und ja auch anstrengend. Irgendwo zwischen aufgedreht sein und vollkommener Müdigkeit könnte man unseren Zustand beschreiben. Also den der Motte und meinen. Wir kommen zwar immer mehr an im Schul-Alltag, aber ja, er ist all das und noch viel mehr.
  2. Die Schule ist „pipieierleicht„, aber der Weg in den Hort war gar nicht so einfach.
    Schon vor dem ersten Schultag freute sich die Motte auf die Schule. Das Brückenjahr hat sie gut vorbereitet und sie kam schnell in der Klasse voller bekannter Gesichter an. Aber im Hort war fast niemand, den sie vorher kannte. Es sind viele Kinder, meist größere. Sie ist nun echt eine der kleinen dort und oft mit eines der einzigen Mädchen. Daher war der Weg im Hort an zu kommen gar nicht so einfach für sie.
  3. Mancher Morgen brachte Tränen mit sich.
    Jeden Morgen hüpfte ein kleines fröhliches Mädchen auf ihren Weg. Jeden Morgen, an dem es nicht in den Hort ging. An den drei Hort-Morgen gab es Tränen und die trafen uns beide mitten ins Herz. Leider war keine „Eingewöhnung“ möglich, kein „Schritt-für-Schritt-Ankommen“ und sie brauchte ihre Zeit. Brauchte, weil seit Freitag gibt es keine Tränen mehr! Seit Freitag hüpft sie an allen fünf Schultagen los und freut sich auf den Tag und auf den Hort.

    Auf feierSun.de erzähle ich Dir 10 Dinge über die ersten 4 Wochen im Schulkind-Alltag

    Sie geht ihren Weg und ich werde sie stets begleiten, wenn auch nicht immer sichtbar.

  4. Ein Schul-Rück-Weg kann sehr ausgedehnt werden.
    Schon in der zweiten Woche wollte die Motte allein mit ihrer Klassenkameradin in die Schule laufen. Allein. Ohne Eltern. Das mein Mädchen eher zur Kategorie „Trödlerin“ und „ah, schau, ein Schmetterling“ ist, war mir klar, aber das sie beim ersten Nach-Hause-Kommen fast über eine Stunde brauchten, jagte mir dann doch einen Schrecken ein. Beim zweiten Mal auch noch, da bin ich sie suchen gefahren und sie liefen unschuldig und nichtsahnend ihres Weges. Diese Mädchen (nein ich hab nicht geschimpft, nur meine Sorge mitgeteilt, sie lernen den Weg genauso zu gehen, wie ich das Warten).
  5. In den ersten Wochen geht es nicht ums Lernen sondern ums Ankommen.
    Immer wieder schimpft meine Tochter, dass sie doch endlich lesen lernen möchte. Oder rechnen und nicht nur Buchstaben und Zahlen malen. Die könne sie doch schon. Aber in den ersten Wochen in der Schule geht es gar nicht ums richtige Lernen, sondern ums Ankommen. Das müssen die Motte und ich gerade lernen. Beide.
  6. Wenn Dein Kind erzählt, dass es geboxt wurde, krampft das Mutterherz.
    Die erste Schulwoche war von Freude und Aufregung erfüllt. Aber wenn ich an einem Freitag-Nachmittag erfahre, dass Dein gerade eingeschultes Kind (in dem Moment Dein Baby!) in den Brustkorb geboxt wurde, dann befindest Du Dich irgendwo zwischen „durchdrehen“ und „ich will das klären“ und machst einen Abstecher zu „sag mir sofort alles“. Entschieden habe ich mich dann aber für „Atmen“. „Armen“ und „mit der Lehrerin sprechen“.
  7. Selbstständigkeit ist wunderbar. Für Kinder und Eltern.
    Ich hab mit vielen gesprochen, ich hab mir im Vorfeld selber Gedanken gemacht und irgendwie war immer mehr Wehmut bei dem Gedanken, dass mein Kind groß wird, als ich sie jetzt fühle. Mein Kind wird groß und selbstständig und das ist super. Für sie, für mich, für uns alle. Es ist ein Prozess der genau jetzt dran war und der genau jetzt gut ist.
  8. Nähe bekommt eine andere Bedeutung.
    An manchen Tagen kommt mein Kind kaum aus der Schule und schon ist sie wieder weg. Freunde sind spannend und eigene Wege müssen gegangen werden. Das ist richtig. Das ist wichtig. Seit Wochen verlässt sie unser Nest immer mehr und ihr Radius wird immer größer. Sie nutzt die Flügel, die wir ihr gaben und geben. Aber sie kehrt immer wieder zurück an ihre Basis und so haben wir schon seit einigen Wochen wieder ein Familienbett. Das ist ok so. Sie braucht diese Nähe und manchmal auch ich. Wir spüren uns und auch wenn sie sich gerade wahnsinnig von uns löst, spüre ich unser Band umso fester. Wir gaben ihr beides; ihre Wurzeln und Flügel. Das ist wichtig, nicht nur für die ersten Wochen im Schulkind-Alltag10 Dinge über die ersten 4 Wochen im Schulkind-Alltag und den Ranzen
  9. Dieser Schulranzen ist irre schwer!
    Bei der Wahl des Schulranzens haben wir uns nicht für den leichtesten entschieden. Der saß einfach nicht so gut. Aber wie schwer so ein Ranzen dann in Wirklichkeit sein kann, dass sieht man erst Wochen im Schulkind-Alltag, wenn er befüllt ist. Und auch an Tagen, an denen das Kind in der Schulbücherei war. Aber abgesehen vom Raubzug durch die Bücherei, so im gesamten mit Schulranzen, Sportrucksack und allem Drum und Dran, ist der Schulrucksack nicht leicht und leider kann ich ihr nicht mal einen Fahrradkorb für diesen auf den Gepäckträger packen. Dafür ist das Rad bzw. der Gepäckträger zu klein. Bei einem größeren Rad wäre es passend, aber das Kind dann zu klein… eine Krux.wochenlieblinge-willkommen-im-schulkind-leben-kw-33_Lieblingsmoment-mit-der-Motte
  10. Mama kann schon mal einen „Rüffel“ bekommen, wenn das Kind „zu viel“ macht.
    Gerade wenn man ein so motiviertes Kind hat, wie es die Motte ist, laufen wir manchmal zu weit. Ich muss dazu eine kleine Geschichte erzählen und sage vorab: ich nehme das Ganze mit einem Lächeln wahr und nicht anders. Auf einem Elternabend sah ich einen Zettel im Mathe-Heft der Motte. „Bitte bis 1.9. nacharbeiten“ stand auf zwei Seiten. Zwei Seiten der ersten Schulwochen sind nicht viel. Aber ich wollte es gerne nachgemacht haben. Also brachte die Motte einige Tage später dieses Heft mit. Sie hatte eine Hausaufgabe darin auf. Sie machte sie sehr zügig und fragte, ob sie noch die Extraarbeit machen dürfe. Ich verneinte es nicht, bat sie aber erst zu schauen, ob wir nicht das nachmachen wollen, worum die Lehrerin gebeten hatte. Sie machte das ganz fix und mit großer Freude, denn sie konnte es. Als ich dann aus der Küche zurückkam, hat sie auch die Extra-Seite gemacht und war stolz wie Bolle. Ich freute mich mit ihr. Schaute auf die Uhr und schickte sie raus zum Spielen. „Hüpf den Kopf frei“ sagte ich zu ihr und schaute mir die Sachen nochmal in Ruhe an. Am Nächsten Tag war ein Eintrag im Mitteilungsheft „Liebe Frau Schonk, die Motte macht uns große Freude und ist sehr Motoviert. Aber achten Sie bitte darauf, dass sie nicht mehr als 10 Minuten Mathematik-Hausaufgaben macht. Kinder sollen in der ersten Klasse nur insgesamt 30 Minuten Hausaufhaben machen. Lieben Gruß…“. Pssssst, ich hab einen Smiley dahinter gemacht und der Motte gesagt das sie das toll gemacht hat und das hat sie in nicht mal 15 Minuten gemacht. Nicht weil sie besonders schlau ist, sondern weil sie Freude daran hat. Ich werde schauen, wo ich ihre Motivation hinlenken und wo ich sie einfach im Auge behalten werde.

Unsere ersten Wochen im Schulkind-Alltag

Die Schule macht meinem Kind bereits in diesen ersten 4 Wochen im Schulkind-Alltag so eine Freude. Die Sorgen sind verschwunden und sie wirkt nochmal ein ganzes Stück größer. Wir sind nun eine Schulkind-Familie und verdammt, dass fühlt sich gut an! Für uns alle gemeinsam.

Mein Schulkind freut sich auf den Schultag und erzählt aufgeregt, was sie noch alles vorhat und worauf sie sich besonders freut. Allein diese Freude motiviert mich jeden Tag, mich auch auf meinen Tag zu freuen und ihn lächelnd zu beginnen. Denn das Leben ist spannend und aufregend und anstrengend und vielleicht tut uns allen etwas kindliche Neugier auf das, was er für uns bereithalten wird gut?!

Steckst Du auch mitten in einen neuen Lebensabschnitt? Wie fühlt sich das für Dich an?

In diesem Sinne – ich könnte sicherlich noch mehr Dinge über die ersten Wochen im Schulkind-Alltag nennen, aber sind wir mal gespannt, was die nächsten Wochen auf uns zukommen wird.

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Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

5 Kommentare

  1. Oh, dein Artikel liest sich echt wunderbar. 💜Meine Tochter ist aktuell ein Vorschulkind und kommt nächstes Jahr in die Schule. Von daher lese ich mit großem Interesse deine Posts über die Schule. Auf der einen Seite freue ich mich wahnsinnig das mein Mädchen bald in die Schule geht, auf der anderen Seite stimmt es mich auch traurig, da ich dann wirklich wirklich kein klitzekleines Mädchen mehr habe. Sie werden einfach zu schnell groß. 😉

    • Oh Eva, wie spannend. Die Vorschule (bei uns das Brückenjahr) war schon so spannend, aber ich fühle mich so gut als Schulkindmama. Denn die Motte fühlt sich so gut.

  2. Was für eine aufregende Zeit. Uns steht sie ja auch noch im nächsten Jahr bevor! Das das Mutterherz das ein oder andere mal zerspringt vor Freude, Wut oder Angst kann ich mir vorstellen!

  3. Pingback: #Freitags5 – 5 Tage 5 Fotos im September #02 - Heldenhaushalt

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