Momsrock‬ – wir machen verdammt viel richtig gut!! {Blogparade}

Von Müttern und Dingen, die man manchmal richtig gut machen kann – nein MACHT!!

MOMSROCK oder “Sie machen das wirklich gut!” – dazu ruft Lucie Marshall auf ihrem Blog auf. Lucie ist eigentlich Tanya Neufeldt im wahren Leben, doch als Lucie Marshall bringt sie unsere Herzen zum Glühen. Ich hatte das Glück sie bei der „Schöne Mama“ Aktion mit der Brigitte MOM kurz kennen lernen zu dürfen und kann sagen – ob Lucie oder Tanya, die Ausstrahlung dieser Frau ist Bombe – leider hab ich mich nicht getraut ihr Löcher in den Bauch zu fragen, ich kleine Mama zwischen den tollen Bloggerinnen….hach – heute bereue ich es schon irgendwie….

Aber das ist ein anderes Thema. Ihre Blogparade , die ist eigentlich sooo wichtig und ich hab es schon auf dem Zettel – andere Projekte müssen nun warten, der Zetteln muss nach ganz oben – und die Blogprinzessin hat mich gerade dazu aufgefordert mit ihrer Verlinkung!!

Also GO GO GO…

Ich bin nicht gut darin mich selber zu loben – im Gegenteil, ich kritisiere lieber, gerade an mir selbst und habe das immer für eine positive Eigenschaft gehalten. Denn wer vollkommen zufrieden ist, der neigt dazu, nicht mehr an sich zu arbeiten… leider hat sich diese durchaus nicht verwerfliche Grundeinstellung in den letzen Jahren und vor allen mit der Mutterschaft in eine grundlegende Kritikisierung  meiner eigenen Person transformiert – Zeit genau daraus aus zu brechen!!

Muttersein – das mache ich verdammt gut!

Und nicht nur allein das Muttersein im „normalem Sinne“ – nein Mutter einer etwas anderen Familie, das kann ganz schön an den Nerven zehren. Ich habe Aufgaben, Sorgen und Dinge zu erledigen, die in einer „normalen“ Familie einfach nicht vor kommen oder nicht in der Intensität und Masse. Aber fangen wir von vorn an.

Als das Mottchen zur Welt kam, war ich ziemlich alleine auf der Welt mit ihr. Ohne meine Hebamme wäre ich wohl nicht über die erste Zeit der Stillprobleme und die manchmal auch schon schlechten Tage gekommen. Mitten im Hausbau und mit einem selbstständigem Mann saß ich von Montag bis Montag zu Hause und mein Alltag bestand aus Stillen (alle zwei Stunden einstündige Minimum und manchmal ohne Pause – erstaunlich wie schnell diese eine Stunde dazwischen umging – nix mit hinlegen und schlafen…) und Warten. Allein die zehn Minuten duschen in der Nacht, wenn der Mann und das Baby kuschelten bleiben mir. Sonntags schob ich das Kind allein durch die Gegend. Im Park, zum See… überall Eltern – Mutter, Vater und Kinderwagen. Manchmal noch Großeltern dabei – überall schienen sie zu sein – diese Familien. Ich hatte und habe den tollsten Mann auf der Welt, und verstand genau warum und für wen er das alles tat – aber es fühlte sich verdammt bescheiden an. Aber ich habe es durchgestanden. Wir haben es durchgestanden.

Genau wie die Alpträume und Existenzängste als das Haus nicht wie geplant fertig wurde. Das Kind robbte und krabbelte nun schon durch die Eineinhalbzimmerwohnung und überall stand etwas – überall war es einfach zu eng, doch umziehen hätte sich nun einfach auch nicht mehr gelohnt.

Die vielen Stunden – Tage – Nächte im Tragetuch mit weinen und Bauchweh – zwischen Bindung und Verzweiflung. Den Infekt, bei dem das Kind nix in sich behielt und das über Wochen uns keiner helfen wollte – nachdem ich sogar schon das Fleisch ihres Pos sehen konnte – das alles und noch viel mehr haben die Maus und ich durchgestanden. Momsrock eben!!

Doch all das war nix gegen das AlleinseinDoch auch das haben wir durchgestanden. Inklusive Hausbau und einer Mama, die sich zwischenzeitlich vollkommen verloren hatte und sich noch heute auf dem Weg der Wiederfindeung befindet – aber sie geht ihn!

Ok, das macht jede Mama – vielleicht ohne Hausbau, aber das ja nix besonders – denkst DU!!??

Im Haus kam dann der Job immer mehr und mehr in den Vordergrund und als gerade alles zu laufen schien, da kam dann der Knaller. 

Kennt Ihr „Plötzlich Prinzessin“ – genau so muss es sich anfühlen – „Plötzlich Teenager-Mama“. Peng. Von Null auf Hundert in wenigen Momenten.

Und nun kommt das – was ich wirklich wirklich gut gemacht habe und noch täglich gut mache!!!!

Mama von einer Sekunde auf die andere. Ich hab um den großen Jungen gekämpft und bis sein Bruder jemanden hatte auch für ihn. Wie eine Tiger-Mutter.

Was haben wir für Hürden gemeistert und was habe ich gewütet, geweint, vermittelt, verzweifelt, geflucht, gebrüllt (leider auch gebrüllt wie ein Tiger) und was habe ich alles empfunden bis wir die Pflegschaft durch hatten – und auch jetzt ist es nicht einfach.

Ich zweifele viel an mir. Verdammt viel – wahrscheinlich viel zu viel. Komme ich der Motte noch gerecht?? Bin ich unfair zum Großen?? Wo beleibt mein Mann?? Wo bleibe ich?? Mache ich alles richtig?? Müsste ich nicht – wäre es nicht besser wenn – was wäre wenn – hätte – würde…

Wenn jemand mal in meinem Kopf schauen würde, er würde mir glaube ich gehörig einen auf den Hinterkopf verpassen, denn würde jemand anders als ich genau in dieser Situation stecken – ich würde diese Person loben bis in den Himmel!! JA, ich bin gut im Loben, aber nicht wenn es um mich selber geht!! Jessi, To-Do-List raus – LERNEN!!!

Leider höre ich Kritik einfach viel deutlicher als Lob – doch wer mich kritisiert, der sollte eigentlich erst einmal ein paar Schritte in meinen Schuhen gehen!!!!

Weit weg vom früherem Lebensfeld, „ausgesetzt in der Wildnis“ des Dorflebens. Verzichtend auf das Gebären eines eigenen zweiten Kindes habe ich ein so großes Herz den großen Jungen nicht nur auf zu nehmen – nein, ihm ein Zuhause zu bieten und ihn als KIND an zu nehmen !!!

Das würde nicht jeder machen – das macht nicht jeder!! Und soll ich was sagen – bei all den Schwierigkeiten, bei all den Emotionen – die gerade bei der Verwandtenpflegschaft nicht ausbleiben schließlich ist man selber leider genauso emotional involviert – bei all der Verzweiflung bereue ich es einfach nicht für den Großen gekämpft zu haben und noch heute zu kämpfen!!!

Und die Motte kommt kein Stück zu kurz – vielleicht mein Mann und auch ich ja, das ganz sicher – aber keiner der Kinder!! Sie sind unser Herz, unsere Familie unsere Augäpfel sie sind unser WIR!!!!

Langer Text – was macht sie denn nun endlich eigentlich gut, diese Jessi??

Genau das alles und noch viel mehr – ich bin eine gute Mutter!!

Eine gute Pflegemutter!! Als Ehefrau mache ich mich auch ganz gut und für die Herzensmenschen bin ich eine gute Freundin!! Ein fröhlicher Mensch mit einem riesengroßen Herzen!!

Ich kann vieles, doch was ich ganz besonders gut kann, dass ist LIEBEN!!!!

Mutter einer tollen Familie – Frau – Zusammenhalterin – Herzensmensch und voller Liebe!!

In diesem Sinne ~ besinnen wir uns einfach mehr darauf was wir können, denn was wir nicht können, dass sagt uns das Umfeld schon oft genug!!!

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Kategorie Familie

Hier schreibt JesS (32), (Pflege-) Mutter, Autorin und selbstständige Unternehmerin. Zwischen Pflegschaft, Elternsein, Gedanken, LifeStyle und der Liebe zur Fotografie nimmt sie Euch mit auf das Abenteuer Familienleben. Mit viel Herzblut, Authentizität und noch mehr Liebe zu den Dingen die sie tut.

9 Kommentare

  1. Jessi, mach sowas nie wieder! Ich habe Deinen Artikel gestern auf dem Tablet gelesen, NEBEN meinem Mann und dann muss ich heulen…hör auf damit!!!

    Ganz toller Artikel, Du hast all das in Worte fassen können, was Du fühlst / fühltest. Das können viele nicht. Hut ab und Verbeugung vor Dir, was Du alles schaffst und geschafft hast (und noch schaffen wirst, ganz bestimmt). Es ist eine große Verantwortung, ein (fremdes) Kind aufzunehmen und lieben zu lernen, mit all den Macken, Freuden, Tränen, Lachen und DU hast es geschafft!

    Auch wenn wir uns persönlich nicht kennen, so von Angesicht zu Angesicht, Du bist eine tolle Frau, eine starke Persönlichkeit (und ich glaube, das sollte man Dir ab und zu mal sagen!), bleibe so, wie Du bist!

    Nachstehenden Spruch finde ich passend für Euch (kennst Du vielleicht sogar schon):

    Es ist eine große Verantwortung, sagt die Vorsicht.
    Es ist eine enorme Belastung, sagt die Erfahrung.
    Es ist das größte Glück, sagt die Liebe.
    Es ist unser Kind, sagen wir, einzigartig und kostbar.

    GLG Ivi
    Ivi bloggt gerade über Montags grüßt das Murmeltier – 43. KWMy Profile

  2. Hallo Jessi,
    ihr Mamas, die Familie fernab des normalen Umstandes erlebt, oder anders gesagt, lebenswert machen. Ihr die dafür sorgt das alle und alles zusammenhält. Ihr seid die wahren Heldinnen des Familienlebens.

    Meist mit viel zu wenig Rücksicht auf euch selbst, gebt ihr euch voller Aufopferung der Familie hin. Ihr habt nicht nur den Terminkalender eurer Kinder zu managen, sondern ihr müsst euch zusätzlich noch mit Gesetzestexten, Behörden und haufenweise Formularen beschäftigen. Da bleibt euch am Ende des Tages meist noch nicht einmal mehr die Kraft, den errungenen Sieg zu genießen.

    Denn am nächsten Tag geht es ohne Unterlass weiter. Wieder stehst du an vorderster Front und kämpfst, mit dem Herzen einer Löwenmutter, für deine Familie, für EINE Familie.

    Ihr Mamas mit „besonderen“ Familien seid die Heldinnen des Familienlebens. Danke das es euch gibt!

  3. Du hast es toll geschrieben, eine Deiner Stärken super erkannt: lieben kannst Du wie sonst nur wenige! Aber, meine Süße, Du machst auch noch vieles mehr ganz toll. Du hast so viele Stärken, machst so vieles gut, Du sprühst vor Leben und Freude, sogar wenn es Dir nicht so gut geht.

    Nicht kritisieren, bitte nicht mehr. Du kannst lernen und wachsen und Veränderungen erleben auch ohne Dich zu kritisieren und klein zu machen. Wir sind ein Werk im Werden: schön und gut schon jetzt, nicht fehlerfrei aber interessant, und es kommt jeden Tag etwas dazu, jeden Tag reifen wir, wachsen wir (wenn wir das zulassen). Aber was jetzt da ist, ist deswegen nicht schlecht und verdient auch keine Kritik.

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